Gabriel Neumeier: Unterschied zwischen den Versionen

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Gabriel Neumeier war von 1948 bis 1972 der gewählte Erste Bürgermeister der Stadt Wasserburg a. Inn. Die Nachkriegsgeschichte der Stadt wurde maßgeblich von seiner Person mitestimmt.
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Gabriel Neumeier verstarb 1985 in Wasserburg a. Inn.
 
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1948 wurde Neumeier von der SPD als Bürgermeisterkandidat nominiert und mit großer Mehrheit gewählt. Bis 1972 stand er an der Spitze der Stadt, deren Einwohner ihn bei den Kommunalwahlen jedesmal erneut im Amt bestätigten. In der Nachkriegszeit plante er den für die Entwicklung der Stadt wichtigen Wohnungsbau und schuf Wohnraum für die v.a. durch Flüchtlingszuzug stark angewachsene Bevölkerung Wasserburgs. Nach Überwindung der unmittelbaren Nachkriegsnotzeiten setzte sich Neumeier intensiv für den Bau von Schulen und Kindergärten in Wasserburg ein.
 
1948 wurde Neumeier von der SPD als Bürgermeisterkandidat nominiert und mit großer Mehrheit gewählt. Bis 1972 stand er an der Spitze der Stadt, deren Einwohner ihn bei den Kommunalwahlen jedesmal erneut im Amt bestätigten. In der Nachkriegszeit plante er den für die Entwicklung der Stadt wichtigen Wohnungsbau und schuf Wohnraum für die v.a. durch Flüchtlingszuzug stark angewachsene Bevölkerung Wasserburgs. Nach Überwindung der unmittelbaren Nachkriegsnotzeiten setzte sich Neumeier intensiv für den Bau von Schulen und Kindergärten in Wasserburg ein.

Version vom 12. Februar 2020, 17:48 Uhr

Autor: Matthias Haupt

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Biografie Gabriel Neumeier
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Einführung
Gabriel Neumeier war von 1948 bis 1972 der gewählte Erste Bürgermeister der Stadt Wasserburg a. Inn. Die Nachkriegsgeschichte der Stadt wurde maßgeblich von seiner Person mitbestimmt.

Lebensdaten

Gabriel Neumeier * 14.1.1900 München, † 11.6.1985 Wasserburg a. Inn.

Amtliches Foto des Ersten Bürgermeisters Gabriel Neumeier, 1960er Jahre.

Lebenslauf

Geboren wurde Gabriel Neumeier im ersten Jahr des 20. Jahrhunderts in München. Schon mit drei Jahren verwaist, wuchs der gebürtige Münchner im Knabenerziehungsheim in Algasing bei Dorfen auf. Mit 14 Jahren kam er in die Lehre und erlernte das Buchdruckerhandwerk. Nach Jahren der Wanderschaft legte er 1930 die Meisterprüfung ab. In Laufen, wo er dann tätig war, lernte er seine Frau, eine Wasserburgerin, kennen. 1936 wurde die Ehe geschlossen, aus der eine Tochter und ein Sohn hervorging. Seit Heirat lebte das Ehepaar Neumeier in Wasserburg.

Neumeier galt als ein entschiedener Gegner des Nationalsozialismus. Seit 1919 war er SPD- und Gewerkschaftsmitglied und wurde deshalb nach 1933 wiederholt in Schutzhaft genommen. 1945 wurde er doch noch zur Wehrmacht eingezogen, nachdem er in den Jahren zuvor Zivilangestellter gewesen war. Bis zum Februar 1946 war er in amerikanischer Kriegsgefangenschaft.

Privat war Neumeier als sehr geselliger Mann bekannt.

Im Sommer 1976 verlor Gabriel Neumeier durch einen Autounfall seine Frau und musste seither selbst mit einer schweren Gehbehinderung zurechtkommen.

Gabriel Neumeier verstarb 1985 in Wasserburg a. Inn.

Amtszeit als Erster Bürgermeister der Stadt Wasserburg a. Inn 1948-1972

1948 wurde Neumeier von der SPD als Bürgermeisterkandidat nominiert und mit großer Mehrheit gewählt. Bis 1972 stand er an der Spitze der Stadt, deren Einwohner ihn bei den Kommunalwahlen jedesmal erneut im Amt bestätigten. In der Nachkriegszeit plante er den für die Entwicklung der Stadt wichtigen Wohnungsbau und schuf Wohnraum für die v.a. durch Flüchtlingszuzug stark angewachsene Bevölkerung Wasserburgs. Nach Überwindung der unmittelbaren Nachkriegsnotzeiten setzte sich Neumeier intensiv für den Bau von Schulen und Kindergärten in Wasserburg ein.

Der Kommunalpolitiker erfüllte seine Aufgabe mit großem persönlichen Einsatz, Verantwortungsgefühl und im Bemühen um Verständigung und Ausgleich über parteipolitische Grenzen hinweg. Zugleich pflegte er einen durchaus eigenständigen und manchmal auch eigenwilligen Stil, der aber durchaus der Stadt zugute kam. So stünde etwa heute das Kreiskrankenhaus nicht an so idealer Stelle, hätte nicht Gabriel Neumeier seinerzeit einen seiner 'einsamen Beschlüsse' gefaßt, der dann erst nachträglich vom Stadtrat die Zustimmung erhielt. Das Bemühen um Industrieansiedlung, die Verbesserung der Infrastruktur und die Behebung der damaligen Wohnungsnot — Neumeier arbeitete an führender Stelle in der Gemeinnützigen Wohnungsbaugenossenschaft mit — war ihm ein besonderes Anliegen. Nachhaltig und erfolgreich setzte sich Gabriel Neumeier als Bürgermeister für Wasserburg als Schulstadt ein. Der Bau der Hauptschule am Klosterweg war ein markantes Ereignis während seiner Amtszeit, in der auch der Kindergarten an der Gartenstraße entstand und von der Stadt der Grund für die damals neue Staatliche Knabenrealschule bereitgestellt wurde. Nicht zu vergessen ist, daß mit dem Grunderwerb für das heutige Sport- und Freizeitzentrum in der Ära Neumeier begonnen wurde.[1]

Neumeier gehörte verschiedenen Gremien wie dem Kreistag oder auch dem Bayerischen Städtetag an.

Daten zur Amtszeit

Wahlergebnisse der Wasserburger Bürgermeisterwahlen

Öffentliche Ämter, Kommunale Funktionen und Mitgliedschaften in Verbänden, Vereinen und Organisationen

SPD Mitglied ab 1919 ehrenamtlicher Sozialrichter am Sozialgericht München von 1954-1974 Mitglied der Arbeiterwohlfahrt ab 1921, Mitglied der Gewerkschaft für Öffentliche Dienste, Transport und Verkehr ab 1929 Mitglied des TSV 1880 Wasserburg ab 1951

Ehrungen

Neumeier setzte sich intensiv für den Bau von Schulen und Kindergärten in Wasserburg ein. Außerdem war er federführend an der Grundstückserwerbung für das neue Kreiskrankenhaus beteiligt, dessen Errichtung (eingeweiht 1964) der Bürgermeister damit maßgeblich anschob. V.a. in der Nachkriegszeit plante er den, für die Entwicklung der Stadt wichtigen Wohnungsbau und schuf Wohnraum für die gewachsene Bevölkerung Wasserburgs.

Weitere Ehrungen/Ehrenmitgliedschaften

Auflistung von gemeindlichen Projekten und Aufgaben der Amtszeit des 1. Bürgermeisters Gabriel Neumeier

Hochbau: Straßenbau: Abwasserbeseitigung und Wasserbau: Bebauungspläne:

Bibliografie/Veröffentlichungen von Gabriel Neumeier

Empfohlene Zitierweise:
Matthias Haupt, Gabriel Neumeier, publiziert am 12.02.2020; in: Historisches Lexikon Wasserburg, URL: https://www.historisches-lexikon-wasserburg.de/Gabriel_Neumeier (26.02.2020)
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