Grabdenkmal, Nr. 151, Weinberger, 1831: Unterschied zwischen den Versionen

Aus Historisches Lexikon Wasserburg
Zur Navigation springen Zur Suche springen
 
(7 dazwischenliegende Versionen desselben Benutzers werden nicht angezeigt)
Zeile 1: Zeile 1:
 
'''Autor: [[:Kategorie:Ferdinand Steffan|Ferdinand Steffan]]'''[[Kategorie:Themen/Epochen]][[Kategorie: Artikel A-Z]][[Kategorie: Ferdinand Steffan]]/'''[[:Kategorie:Redaktion|Redaktion]]'''[[Kategorie:Themen/Epochen]][[Kategorie: Artikel A-Z]][[Kategorie: Redaktion]]<br />
 
'''Autor: [[:Kategorie:Ferdinand Steffan|Ferdinand Steffan]]'''[[Kategorie:Themen/Epochen]][[Kategorie: Artikel A-Z]][[Kategorie: Ferdinand Steffan]]/'''[[:Kategorie:Redaktion|Redaktion]]'''[[Kategorie:Themen/Epochen]][[Kategorie: Artikel A-Z]][[Kategorie: Redaktion]]<br />
 
[[Gehört zu:: Unter den Arkaden / in der Vierung der Hauptwege|&nbsp;]]
 
[[Gehört zu:: Unter den Arkaden / in der Vierung der Hauptwege|&nbsp;]]
[[Datei:Grabdenkmal, Nr. 151 Weinberger Gesamtansicht..jpg|mini|Grabdenkmal, Nr. 151, Weinberger, 1831, Gesamtansicht.]]
+
[[Datei:Grabdenkmal, Nr. 151 Weinberger Gesamtansicht..jpg|mini|Grabdenkmal, Nr. 151, Weinberger, 1831, Gesamtansicht.]]  
'''Diese Seite wird derzeit erstellt. Wir bitten um etwas Geduld.'''
 
  
 
==Personen==
 
==Personen==
Zeile 8: Zeile 7:
  
 
==Standort==
 
==Standort==
[[Unter den Arkaden / in der Vierung der Hauptwege|Friedhof im Hag/Innen/Unter den Arkaden / in der Vierung der Hauptwege]]<br>
+
[[Unter den Arkaden / in der Vierung der Hauptwege|Friedhof im Hag/Innen/Unter den Arkaden]]<br>
 
Rechts von der Aufbahrungshalle.
 
Rechts von der Aufbahrungshalle.
  
 
==Früherer Standort==
 
==Früherer Standort==
''Das Grab ist rechts am Eingang in die Gottesackerkirche.'' Diese Kirche lag an der nördlichen Friedhofsmauer zwischen den Arkaden und dem nördlichen Friedhofsportal. Sie wurde 1848/49 abgerissen und durch einen Neubau an anderer Stelle ersetzt. Dabei dürfte der Grabstein entfernt und rechts vom Eingang zur Aufbahrungshalle sekundär angebracht worden sein. Die Form als Wandepitaph setzt die ursprüngliche Anbringung an einer Mauer voraus.
+
''Das Grab ist rechts am Eingang in die Gottesackerkirche.''<ref>[[Quellen-_und_Literaturverzeichnis#Kirmayer, Chronik|Kirmayer, Chronik]], Heiserers Schilderung des Begräbnisses Weinbergers.</ref> Diese Kirche lag an der nördlichen Friedhofsmauer zwischen den Arkaden und dem nördlichen Friedhofsportal. Sie wurde 1848/49 abgerissen und durch einen Neubau an anderer Stelle ersetzt. Dabei dürfte der Grabstein entfernt und rechts vom Eingang zur Aufbahrungshalle sekundär angebracht worden sein. Die Form als Wandepitaph setzt die ursprüngliche Anbringung an einer Mauer voraus.
  
 
==Beschreibung==
 
==Beschreibung==
Zeile 29: Zeile 28:
 
! Übersetzung
 
! Übersetzung
 
|- style="vertical-align:top;"
 
|- style="vertical-align:top;"
| ''Hic<br>jacet<br>Reverendissimus Perillustris<br>ac Amplissimus Præsul<br>D. Dominicus Weinberger<br>Monasterii Attilensis Abbas ultimus,<br>ac status Prælatorum Deputatus.<br>Natus in Mallersdorf die 2<sup>do</sup>Januarii 1754<br>ac dignitate sacerdotali per anos LIII functus<br>28<sup>do</sup>May 1831 obiit<br>Candida virtus et pietas christiana, scientia<br>praeclara et beneficentia egregia Defuncti<br>tumulum coronant, et ad Deum Remu-<br>neratorem animam immortalem comitantur.<br>R.I.P.
+
| ''Hic<br>jacet<br>Reverendissimus Perillustris<br>ac Amplissimus Præsul<br>D. Dominicus Weinberger<br>Monasterii Attilensis Abbas ultimus,<br>ac status Prælatorum Deputatus.<br>Natus in Mallersdorf die 2<sup>do</sup>Januarii 1754<br>ac dignitate sacerdotali per anos LIII functus<br>28<sup>to</sup>May 1831 obiit<br>Candida virtus et pietas christiana, scientia<br>praeclara et beneficentia egregia Defuncti<br>tumulum coronant, et ad Deum Remu-<br>neratorem animam immortalem comitantur.<br>R.I.P.
 
| ''Hier<br>liegt<br>der ehrwürdigste, berühmte<br>und hochangesehene Klostervorsteher<br>Herr Dominikus Weinberger<br>des Klosters Attel letzter Abt<br>und Deputierter des Prälatenstandes.<br>Geboren in Mallersdorf am 2. Januar 1754<br>und 53 Jahre die priesterliche Würde erfüllt habend<br>starb er am 28. Mai 1831.<br>Leuchtende Tugend und christliche Frömmigkeit, hervor-<br>ragendes Wissen und herausragende Wohltätigkeit des<br>Verstorbenen schmücken das Grab, und begleiten die<br>unsterbliche Seele zu Gott, dem Vergelter.<br>Er ruhe in Frieden.
 
| ''Hier<br>liegt<br>der ehrwürdigste, berühmte<br>und hochangesehene Klostervorsteher<br>Herr Dominikus Weinberger<br>des Klosters Attel letzter Abt<br>und Deputierter des Prälatenstandes.<br>Geboren in Mallersdorf am 2. Januar 1754<br>und 53 Jahre die priesterliche Würde erfüllt habend<br>starb er am 28. Mai 1831.<br>Leuchtende Tugend und christliche Frömmigkeit, hervor-<br>ragendes Wissen und herausragende Wohltätigkeit des<br>Verstorbenen schmücken das Grab, und begleiten die<br>unsterbliche Seele zu Gott, dem Vergelter.<br>Er ruhe in Frieden.
 
|}
 
|}
  
 
==Erläuterung==
 
==Erläuterung==
 +
[[Datei:Grabdenkmal, Nr. 151 Weinberger Porträt..jpg|mini|Porträt von Abt Dominikus Weinberger.]]
 
Weinberger wurde am 2. Januar 1754 in Mallersdorf geboren, trat ins Kloster Attel ein und war vom 20. April 1789 bis 18. März 1803 dessen letzter Abt. Er verblieb nach der Aufhebung des Klosters Attel noch bis 1816/18 an seinem Wirkungsort, zog dann zu seinen Exkonventualen, welche die ehemalige, incorporierte Pfarrei Eiselfing versorgten und von dort schließlich 1826 nach Wasserburg. Er hat sowohl in Eiselfing als auch in Wasserburg Ausstattungsstücke des Klosters Attel, die er in seinen Besitz gebracht hatte, hinterlassen.
 
Weinberger wurde am 2. Januar 1754 in Mallersdorf geboren, trat ins Kloster Attel ein und war vom 20. April 1789 bis 18. März 1803 dessen letzter Abt. Er verblieb nach der Aufhebung des Klosters Attel noch bis 1816/18 an seinem Wirkungsort, zog dann zu seinen Exkonventualen, welche die ehemalige, incorporierte Pfarrei Eiselfing versorgten und von dort schließlich 1826 nach Wasserburg. Er hat sowohl in Eiselfing als auch in Wasserburg Ausstattungsstücke des Klosters Attel, die er in seinen Besitz gebracht hatte, hinterlassen.
  

Aktuelle Version vom 18. Dezember 2020, 12:24 Uhr

Autor: Ferdinand Steffan/Redaktion
 

Grabdenkmal, Nr. 151, Weinberger, 1831, Gesamtansicht.

Personen

Abt Dominikus Weinberger

Standort

Friedhof im Hag/Innen/Unter den Arkaden
Rechts von der Aufbahrungshalle.

Früherer Standort

Das Grab ist rechts am Eingang in die Gottesackerkirche.[1] Diese Kirche lag an der nördlichen Friedhofsmauer zwischen den Arkaden und dem nördlichen Friedhofsportal. Sie wurde 1848/49 abgerissen und durch einen Neubau an anderer Stelle ersetzt. Dabei dürfte der Grabstein entfernt und rechts vom Eingang zur Aufbahrungshalle sekundär angebracht worden sein. Die Form als Wandepitaph setzt die ursprüngliche Anbringung an einer Mauer voraus.

Beschreibung

Den schlichten Stein zieren an den Längsseiten zwei umgekehrte Fackeln als Todessymbole. Der geschwungene Aufsatz zeigt auf einem Missale liegend die Zeichen seines Ranges: Stab und Mitra. Den unteren Abschluss bildet ein kleines Weihwasserbecken.

Material

Sog. Rosenheimer/Neubeurer Granit.

Maße

Höhe: 127 cm Breite: 58 cm

Transkription/Übersetzung

Inschrift Original Übersetzung
Hic
jacet
Reverendissimus Perillustris
ac Amplissimus Præsul
D. Dominicus Weinberger
Monasterii Attilensis Abbas ultimus,
ac status Prælatorum Deputatus.
Natus in Mallersdorf die 2doJanuarii 1754
ac dignitate sacerdotali per anos LIII functus
28toMay 1831 obiit
Candida virtus et pietas christiana, scientia
praeclara et beneficentia egregia Defuncti
tumulum coronant, et ad Deum Remu-
neratorem animam immortalem comitantur.
R.I.P.
Hier
liegt
der ehrwürdigste, berühmte
und hochangesehene Klostervorsteher
Herr Dominikus Weinberger
des Klosters Attel letzter Abt
und Deputierter des Prälatenstandes.
Geboren in Mallersdorf am 2. Januar 1754
und 53 Jahre die priesterliche Würde erfüllt habend
starb er am 28. Mai 1831.
Leuchtende Tugend und christliche Frömmigkeit, hervor-
ragendes Wissen und herausragende Wohltätigkeit des
Verstorbenen schmücken das Grab, und begleiten die
unsterbliche Seele zu Gott, dem Vergelter.
Er ruhe in Frieden.

Erläuterung

Porträt von Abt Dominikus Weinberger.

Weinberger wurde am 2. Januar 1754 in Mallersdorf geboren, trat ins Kloster Attel ein und war vom 20. April 1789 bis 18. März 1803 dessen letzter Abt. Er verblieb nach der Aufhebung des Klosters Attel noch bis 1816/18 an seinem Wirkungsort, zog dann zu seinen Exkonventualen, welche die ehemalige, incorporierte Pfarrei Eiselfing versorgten und von dort schließlich 1826 nach Wasserburg. Er hat sowohl in Eiselfing als auch in Wasserburg Ausstattungsstücke des Klosters Attel, die er in seinen Besitz gebracht hatte, hinterlassen.

Wappen

Keines.

Erhaltung

Gut.

Literatur

Höckmayr, Friedhöfe und Grabdenkmäler, 13 f.
Kirmayer, Chronik, Heiserers Schilderung des Begräbnisses Weinbergers.
Maier, Lateinische Grabinschriften, 31f., Nr. 22.
Schinagl, Die Abtei Attel, Anm. 408 (Wiedergabe unkorrekt).
Stalla, Benediktinerabtei Attel, 247 (wesentliche Textteile fehlen).

Empfohlene Zitierweise:

Ferdinand Steffan, Grabdenkmal, Nr. 151, Weinberger, 1831, publiziert am 18.12.2020 [=Tag der letzten Änderung(en) an dieser Seite]; in: Historisches Lexikon Wasserburg, URL: https://www.historisches-lexikon-wasserburg.de/Grabdenkmal,_Nr._151,_Weinberger,_1831 (16.09.2021)
Creative Commons Lizenzvertrag. Lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung - Nicht-kommerziell - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 International Lizenz.

  1. Kirmayer, Chronik, Heiserers Schilderung des Begräbnisses Weinbergers.