Grabdenkmal, Nr. 58, Widder, 1509: Unterschied zwischen den Versionen

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Aktuelle Version vom 4. Dezember 2019, 09:36 Uhr

Autor: Ferdinand Steffan/Redaktion
 

Grabdenkmal, Nr. 58, Widder, 1509, Gesamtansicht.

Personen

Stephan Widder
Elisabeth Scheuchenstul

Standort

Estermann-Kapelle[1], an der östlichen Chorwand.

Früherer Standort

in dasiger Pfarrkirche auf der Epistl Seite des Chor Altars in der St. Sebastiani Kapelle an der Mauer[2]

Beschreibung

Umlaufende Minuskelschrift, gerahmt von schmalen Leisten. Vollwappen unter Rankenrundbogen. Wappen mit gekröntem Stechhelm und Kleinod, üppige Helmdecke in Distelblattschnitt. Stehende Engel, die mit einer Hand den Vollschild und mit der anderen jeweils das Sippschaftswappen halten.

Material

Rotmarmor.

Maße

Höhe: 210 cm   Breite: 105 cm

Transkription/Übersetzung

Inschrift Original
Hiebey ligend begraben Steffan
wider stiffter und versehe̅ der mes und capelln gestorbn̅ an
sa̅t wartolme9 tag i̅x iar
und Elisabet scheyhn̅stulin sein hausfraw gestorbn̅ 1497

Erläuterung

Zu den Personen: Nachdem auf einem Gedenkstein an der Westwand der Allerseelenkapelle in Prien ebenfalls das Wappen der Wid(d)er erscheint, besteht die Möglichkeit, dass es verwandtschaftliche Beziehungen zwischen dem Wasserburger Stephan Wid(d)er und dem Priener Michael Wid(d)er gibt. Michael Wid(d)er war 1517 der Ortsgeistliche von Prien. Die Wid(d)er und Kru(e)g (= Wappen der Mutter von Michael Wid(d)er) sollen nach Bomhard[3] alte Priener Geschlechter sein, die möglicherweise von Propst Rupert Puetinger von Herrenchiemsee den Wappenbrief erhalten haben. Nach Hefner seien die Wid(d)er neben den Scheuchenstul das einzige Rosenheimer Geschlecht, das von Anfang an wappenführend gewesen sein soll. Ältester Vertreter ist ein Georg Wid(d)er 1520.

Wappen

Vollwappen der Widder, gehalten von zwei Engeln = aufsteigender halber Widder nach links über einem spitzen Bretterzaun. Nach Hefner[4]: In Silber aus goldener Planke hervorwachsend ein goldgewaffneter schwarzer Widder. Auf dem Helm mit schwarzen silbernen Decken der Widder wie im Schild. Zwischen den Engeln zwei kleinere Sippschaftswappen:
Rechts Scheuchenstul = nackter Knabe auf Dreiberg.
Links Stammwappen der Baumgarten = Flechtwerkzaun mit zwei überkreuzten Ästen.

Meister

Zuschreibung an Wolfgang Leb durch Volker Liedke.[5]

Erhaltung

Gut.

Literatur

Kebinger, Kapellenkranz St. Jakob, Nr. 7.
Lobming, Epitaphien Pfarrkirche S. Jacobi Nr. 79.
Bezold, Bezirksämter Traunstein und Wasserburg, 2018.
Lehner, Wasserburger Grabsteinbuch, Nr. 93.
Höckmayr, Friedhöfe und Grabdenkmäler, Nr. 35.
Bomhard, Kunstdenkmäler II, 106.
Steffan, Grab- und Bauinschriften Herrenchiemsee, 329f.
Hefner, Die Chronik von Rosenheim, 211.
Steffan, mündliche Auskunft Liedke.


Empfohlene Zitierweise:

Ferdinand Steffan, Grabdenkmal, Nr. 58, Widder, 1509, publiziert am 04.12.2019; in: Historisches Lexikon Wasserburg, URL: https://www.historisches-lexikon-wasserburg.de/Grabdenkmal,_Nr._58,_Widder,_1509 (16.12.2019)
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