Grabdenkmal, Nr. 72, Zoller, 1666: Unterschied zwischen den Versionen

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Jeremias Zoller (auch Zollner), Pfarrer († 25.5.1666)
 
Jeremias Zoller (auch Zollner), Pfarrer († 25.5.1666)

Aktuelle Version vom 3. Dezember 2019, 16:53 Uhr

Autor: Ferdinand Steffan/Redaktion
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Grabdenkmal, Nr. 72, Zoller, 1666, Gesamtansicht.

Personen

Jeremias Zoller (auch Zollner), Pfarrer († 25.5.1666)

Standort

Estermann-Kapelle[1] als Bodenbelag, parallel zur Choraußenwand.

Früherer Standort

Unbekannt, da bei Lobming[2] nicht erwähnt.

Beschreibung

Sehr schmaler, hochrechteckiger Stein ohne Rahmung mit Hochrelief. Brustbild des bärtigen Verstorbenen in Schrägansicht, die Rechte hält einen Kelch, die Linke ein Buch. Hinter der linken Schulter ein baculum (Altersstab, Würdezeichen), hinter der rechten Schulter eine Draperie. Um den Hals ein Pater Noster aus dicken Kugeln. Das Gewand mit einer Leiste aus kugeligen Knöpfen verschlossen. Der Text auf einem gewellten Schriftband.

Material

Solnhofener Stein.

Maße

Höhe: 86 cm   Breite: 36 cm

Transkription/Übersetzung

Inschrift Original
Den 25. Maj A.o 1666 ist in
Gott Entschlaffen der Erwierdig
und Wolgelehrte Herr M. Jeremias
Zoller by Heil: Geist in die
30 jahr Pfarherr und bey Sct. Jacobi
Gottshauss in Wasserburg
Beneficiat auch alda 5 Jahr
vorhero gewester Cooperator Deme
Gott und allen christglaubigen sellen
genedig und barmherzig sein wolle.

Erläuterung

Dieses Epitaph hebt sich in Form und Maßen deutlich von den zeitgenössischen Grabsteinen für die Geistlichkeit ab. Das ausdrucksvolle Gesicht und der wehende Bart lassen eine Zuschreibung in der Nachfolge/Beeinflussung der Zürn[3] möglich erscheinen. Es wäre vielleicht noch an David Zürn[4] oder an Adam Hartmann[5] denkbar (für Pichler[6] zu gut). Zur Person: Jeremias Zoller war vom 26.9.1636 bis zu seinem Tod Benefiziat bzw. Pfarrer im Hl. Geist-Spital[7]. Welches Benefizium er in St. Jakob innehatte, ist nicht bekannt.

Wappen

Keines.

Erhaltung

Schlecht – Seitenränder beschädigt, Schrift ab 6. Zeile kaum noch lesbar, daher ist die Wortverteilung ab dieser Zeile nur hypothetisch. Das linke untere Eck ist mit Mörtel überschmiert.

Literatur

Kebinger, Kapellenkranz St. Jakob, Nr. 7.
Lobming, Epitaphien Pfarrkirche S. Jacobi.
Bezold, Bezirksämter Traunstein und Wasserburg, 2082.
Lehner, Wasserburger Grabsteinbuch, Nr. 97.
Höckmayr, Friedhöfe und Grabdenkmäler, Nr. 38.
Destouches, Spital der Elisabethinerinnen, 297.
Steffan, Bildhauer des Barock, 9, 26, 75, 165.

Empfohlene Zitierweise:

Ferdinand Steffan, Grabdenkmal, Nr. 72, Zoller, 1666, publiziert am 03.12.2019; in: Historisches Lexikon Wasserburg, URL: https://www.historisches-lexikon-wasserburg.de/Grabdenkmal,_Nr._72,_Zoller,_1666 (16.12.2019)
Creative Commons Lizenzvertrag. Lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung - Nicht-kommerziell - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 International Lizenz.

  1. Kebinger, Kapellenkranz St. Jakob, Nr. 7.
  2. Lobming, Epitaphien Pfarrkirche S. Jacobi.
  3. Werkstatt Zürn - Bildhauer in Wasserburg, vgl. Steffan, Bildhauer des Barock, 26.
  4. David Zürn - Bildhauer in Wasserburg, vgl. Steffan, Bildhauer des Barock, 9.
  5. Adam Hartmann - Bildhauer in Wasserburg, vgl. Steffan, Bildhauer des Barock, 165.
  6. Gregor Pichler - Bildhauer in Wasserburg, vgl. Steffan, Bildhauer des Barock, 75.
  7. Destouches, Spital der Elisabethinerinnen, 297.