Münzstätte und Münzprägung: Unterschied zwischen den Versionen

Aus Historisches Lexikon Wasserburg
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(Das Münzmeister-Benefizium)
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Der vielleicht erste Beleg für die Wasserburger Münzstätte besteht in zwei Urkunden, die nicht im Original überliefert sind. In ihnen habe Herzog Stephan ''die münss zue Wasserburg Niclasen Smelczer und Herman Munsmaistter bevolhen und verlassen''. Die Quellen sind zwei Ingolstädter Archivinventare. Somit handelt es sich um Herzog Stephan III. von Bayern-Ingolstadt (1392-1413, Herzog seit 1375), zu datieren sind die beiden Urkunden wohl nach der Landesteilung vom 19. November 1392. Die Münzstätte wurde zwei Männern übergeben, die als Smelczer (Schmelzer) und Münzmeister bezeichnet werden. Es wird sich wohl um ihre Berufsbezeichnungen handeln. Niklas wäre dann für die Schmiede, in der das Metall verarbeitet wurde, verantwortlich gewesen, während Hermann für die münzspezifischen Aufgaben zuständig gewesen wäre, also z. B. Fragen der richtigen Legierung und Stückelung der Münzen.<ref>[[Quellen-_und_Literaturverzeichnis#Emmerig, Bayerns Münzgeschichte|Emmerig, Bayerns Münzgeschichte]], 600 Nr. R 21, R 22, vgl. auch 936, 946.</ref>
 
Der vielleicht erste Beleg für die Wasserburger Münzstätte besteht in zwei Urkunden, die nicht im Original überliefert sind. In ihnen habe Herzog Stephan ''die münss zue Wasserburg Niclasen Smelczer und Herman Munsmaistter bevolhen und verlassen''. Die Quellen sind zwei Ingolstädter Archivinventare. Somit handelt es sich um Herzog Stephan III. von Bayern-Ingolstadt (1392-1413, Herzog seit 1375), zu datieren sind die beiden Urkunden wohl nach der Landesteilung vom 19. November 1392. Die Münzstätte wurde zwei Männern übergeben, die als Smelczer (Schmelzer) und Münzmeister bezeichnet werden. Es wird sich wohl um ihre Berufsbezeichnungen handeln. Niklas wäre dann für die Schmiede, in der das Metall verarbeitet wurde, verantwortlich gewesen, während Hermann für die münzspezifischen Aufgaben zuständig gewesen wäre, also z. B. Fragen der richtigen Legierung und Stückelung der Münzen.<ref>[[Quellen-_und_Literaturverzeichnis#Emmerig, Bayerns Münzgeschichte|Emmerig, Bayerns Münzgeschichte]], 600 Nr. R 21, R 22, vgl. auch 936, 946.</ref>
Aber schon hier können wir nicht sicher sein, ob Smelczer und Münzmeister Berufsbezeichnungen oder (aus Berufsbezeichnungen entstandene) Nachnamen sind. Im zweiteren Fall könnte man vermuten, dass Niklas vorher im Bergbau tätig gewesen sein könnte, während Hermann wirklich aus der Münzbranche gekommen wäre. Die Datierung der Urkunden kann wohl noch auf spätestens 1408 eingegrenzt werden, da aus diesem Jahr eine Quittung für Niklas Smelczer vorliegt, auf die wir gleich zurückkommen. Die Frage, ob der Begriff Münzmeister eine aktuelle Berufstätigkeit in dieser Branche belegt oder ein, auf die frühere berufliche Tätigkeit verweisender, Nachname ist, wird sich im 15. Jahrhundert noch viel drängender stellen.<br>
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Aber schon hier können wir nicht sicher sein, ob Smelczer und Münzmeister Berufsbezeichnungen oder (aus Berufsbezeichnungen entstandene) Nachnamen sind. Im zweiteren Fall könnte man vermuten, dass Niklas vorher im Bergbau tätig gewesen sein könnte, während Hermann wirklich aus der Münzbranche gekommen wäre. Die Datierung der Urkunden kann wohl noch auf spätestens 1408 eingegrenzt werden, da aus diesem Jahr eine Quittung für Niklas Smelczer vorliegt, auf die wir gleich zurückkommen. Die Frage, ob der Begriff Münzmeister eine aktuelle Berufstätigkeit in dieser Branche belegt, oder ein auf die frühere berufliche Tätigkeit verweisender Nachname ist, wird sich im 15. Jahrhundert noch viel drängender stellen.<br>
  
 
Die beiden nicht erhaltenen Anstellungsurkunden für die beiden Männer in der Münzstätte dürften wohl bald nach der Landesteilung oder allenfalls im Jahr 1393 ausgestellt worden sein. Denn bereits aus dem Januar 1394 liegt eine erste Urkunde vor, welche eine Zahlung mit Wasserburger Pfennigen vorsah. Ab dem 22. Januar 1394 gibt es nun eine beträchtliche Reihe von solchen Nachweisen, wenn auch derzeit nicht im Volltext publiziert und vielfach nur mit sehr vagen Angaben in einem kleinen Aufsatz von Bürgermeister Christoph Schnepf von 1887 erwähnt.<ref>[[Quellen-_und_Literaturverzeichnis#Schnepf, Wasserburger Währung|Schnepf, Wasserburger Währung]]./ Inhaltlich wie textlich fast identisch ist: [[Quellen-_und_Literaturverzeichnis#Schnepf, Wasserburger und Haager Münzen|Schnepf, Wasserburger und Haager Münzen]].</ref>
 
Die beiden nicht erhaltenen Anstellungsurkunden für die beiden Männer in der Münzstätte dürften wohl bald nach der Landesteilung oder allenfalls im Jahr 1393 ausgestellt worden sein. Denn bereits aus dem Januar 1394 liegt eine erste Urkunde vor, welche eine Zahlung mit Wasserburger Pfennigen vorsah. Ab dem 22. Januar 1394 gibt es nun eine beträchtliche Reihe von solchen Nachweisen, wenn auch derzeit nicht im Volltext publiziert und vielfach nur mit sehr vagen Angaben in einem kleinen Aufsatz von Bürgermeister Christoph Schnepf von 1887 erwähnt.<ref>[[Quellen-_und_Literaturverzeichnis#Schnepf, Wasserburger Währung|Schnepf, Wasserburger Währung]]./ Inhaltlich wie textlich fast identisch ist: [[Quellen-_und_Literaturverzeichnis#Schnepf, Wasserburger und Haager Münzen|Schnepf, Wasserburger und Haager Münzen]].</ref>
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Vom 4. März 1458 liegt ein an Herzog Ludwig IX. gerichtetes Beglaubigungsschreiben des Rats der Stadt Wasserburg für Hans Räuter und Michael Hofmann vor, mit dem sie ihm einen Ratschlag über die Münze überbrachten. Auch dieser undatierte Ratschlag ist erhalten.<ref>(zu 1458 März 4). [[Quellen-_und_Literaturverzeichnis#BayHStA, GR fasz. 1156/44 II|BayHStA, GR fasz. 1156/44 II]], fol. 20r-20v (Ausfertigung)./ [[Quellen-_und_Literaturverzeichnis#Emmerig, Bayerns Münzgeschichte|Emmerig, Bayerns Münzgeschichte]], 760 f. Nr. R 730; vgl. 73.</ref> Am 17. April 1458 schickte der Herzog dann ein neues Landgebot zur Münze an seine Pfleger, Richter, Städte, Märkte und Rentmeisterämter aus, also auch nach Wasserburg. Am 6. Dezember 1458 lud Herzog Ludwig IX. zu einer Münztagung nach Landshut ein, auch die Stadt Wasserburg sollte einen Vertreter schicken.<br>
 
Vom 4. März 1458 liegt ein an Herzog Ludwig IX. gerichtetes Beglaubigungsschreiben des Rats der Stadt Wasserburg für Hans Räuter und Michael Hofmann vor, mit dem sie ihm einen Ratschlag über die Münze überbrachten. Auch dieser undatierte Ratschlag ist erhalten.<ref>(zu 1458 März 4). [[Quellen-_und_Literaturverzeichnis#BayHStA, GR fasz. 1156/44 II|BayHStA, GR fasz. 1156/44 II]], fol. 20r-20v (Ausfertigung)./ [[Quellen-_und_Literaturverzeichnis#Emmerig, Bayerns Münzgeschichte|Emmerig, Bayerns Münzgeschichte]], 760 f. Nr. R 730; vgl. 73.</ref> Am 17. April 1458 schickte der Herzog dann ein neues Landgebot zur Münze an seine Pfleger, Richter, Städte, Märkte und Rentmeisterämter aus, also auch nach Wasserburg. Am 6. Dezember 1458 lud Herzog Ludwig IX. zu einer Münztagung nach Landshut ein, auch die Stadt Wasserburg sollte einen Vertreter schicken.<br>
  
Ab Mitte 1459 kam es zur massiven Verschlechterung des Geldes in Bayern-Landshut, der sog. Schinderlingszeit. Darauf nimmt eine Anweisung vom 15. August 1459 Bezug, in der die Amtleute in Wasserburg angewiesen wurden, bis 25. Juli fällig gewesene Zahlungen nur in guter alter Münze, in Zukunft fällige Zahlungen aber in guter alter Münze oder den jetzt in Landshut geprägten Pfennigen anzunehmen. Gegen Jahresende 1459 war offenbar wieder eine Münztagung in Wasserburg geplant, die aber in einer undatierten Instruktion (1459 Dezember 6-11) des Herzogs für seinen Rat Tywolt Reigker, der Herzog Albrecht III. aufsuchen sollte, als abgesagt erwähnt wird. Am 11. Dezember 1459 schrieb Herzog Ludwig IX. nochmal in dieser Sache, nun direkt an Herzog Albrecht III.<br>
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Ab Mitte 1459 kam es zur massiven Verschlechterung des Geldes in Bayern-Landshut, der sog. Schinderlingszeit. Darauf nimmt eine Anweisung vom 15. August 1459 Bezug, in der die Amtleute in Wasserburg angewiesen wurden, bis 25. Juli fällig gewesene Zahlungen nur in guter alter Münze, in Zukunft fällige Zahlungen aber in guter alter Münze oder den jetzt in Landshut geprägten Pfennigen anzunehmen. Gegen Jahresende 1459 war offenbar wieder eine Münztagung in Wasserburg geplant, die aber in einer undatierten Instruktion (1459 Dezember 6-11) des Herzogs für seinen Rat Tywolt Reigker, der Herzog Albrecht III. aufsuchen sollte, als abgesagt erwähnt wird. Am 11. Dezember 1459 schrieb Herzog Ludwig IX. nochmals in dieser Sache, nun direkt an Herzog Albrecht III.<br>
  
 
Noch in der Schinderlingszeit, am 14. März 1460, forderte Herzog Ludwig IX. Bürgermeister und Rat der Stadt Wasserburg auf, Regelungen für den Geldumlauf in der Stadt bekannt zu machen: Zugelassen seien nur bayerische Münzen; rheinische Gulden dürfe man für maximal 12 Schilling Pfennige (360 Pfennig), ungarische Gulden und Dukaten nicht höher als für 2 Pfund Pfennnige (480 Pfennig) nehmen.<br>
 
Noch in der Schinderlingszeit, am 14. März 1460, forderte Herzog Ludwig IX. Bürgermeister und Rat der Stadt Wasserburg auf, Regelungen für den Geldumlauf in der Stadt bekannt zu machen: Zugelassen seien nur bayerische Münzen; rheinische Gulden dürfe man für maximal 12 Schilling Pfennige (360 Pfennig), ungarische Gulden und Dukaten nicht höher als für 2 Pfund Pfennnige (480 Pfennig) nehmen.<br>
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Grundlage eines Prägebeginns im Jahr 1393 waren wohl zwei Urkunden vom 6. und 15. Juni 1391. Die drei, vor der Landesteilung von 1392 gemeinsam regierenden Herzöge Stephan III., Friedrich und Johann II. regelten am 6. Juni die Münzprägung in Oberbayern mit der Münzstätte München;<ref>[[Quellen-_und_Literaturverzeichnis#Emmerig, Bayerns Münzgeschichte|Emmerig, Bayerns Münzgeschichte]], 608 Nr. R 63.</ref> am 15. Juni folgte eine Urkunde für Niederbayern und die Münzstätte Neuötting.<ref>[[Quellen-_und_Literaturverzeichnis#Emmerig, Bayerns Münzgeschichte|Emmerig, Bayerns Münzgeschichte]], 608 f. Nr. R 64.</ref> Das Silber sollte achtlötig sein. Eine Mark Silber enthält 16 Lot, davon sollten 8 Lot Silber sein, die anderen 8 Kupfer. Die Feinheit betrug also 500 ‰. Beide Urkunden verwenden als Grundgewicht die Regensburger Mark, die in der Größenordnung von 245,2 bis 245,5 g anzusetzen sein dürfte.<ref>Vgl. [[Quellen-_und_Literaturverzeichnis#Emmerig, Bayerns Münzgeschichte|Emmerig, Bayerns Münzgeschichte]], 949.</ref> In München und Neuötting sollten aus der Mark 13 Schilling 10 Pfennig ausgebracht werden, also 400 Pfennig. Das bedeutete ein Sollgewicht (Raugewicht) von 0,61 g bei einem Silbergehalt von 0,305 g. Die Urkunden regelten auch die Münzprägung in der Münzstätte Regensburg, die aber höherwertige Pfennige nach einem anderen Münzfuß prägte. Das gilt auch für die weiteren Urkunden.<br>
 
Grundlage eines Prägebeginns im Jahr 1393 waren wohl zwei Urkunden vom 6. und 15. Juni 1391. Die drei, vor der Landesteilung von 1392 gemeinsam regierenden Herzöge Stephan III., Friedrich und Johann II. regelten am 6. Juni die Münzprägung in Oberbayern mit der Münzstätte München;<ref>[[Quellen-_und_Literaturverzeichnis#Emmerig, Bayerns Münzgeschichte|Emmerig, Bayerns Münzgeschichte]], 608 Nr. R 63.</ref> am 15. Juni folgte eine Urkunde für Niederbayern und die Münzstätte Neuötting.<ref>[[Quellen-_und_Literaturverzeichnis#Emmerig, Bayerns Münzgeschichte|Emmerig, Bayerns Münzgeschichte]], 608 f. Nr. R 64.</ref> Das Silber sollte achtlötig sein. Eine Mark Silber enthält 16 Lot, davon sollten 8 Lot Silber sein, die anderen 8 Kupfer. Die Feinheit betrug also 500 ‰. Beide Urkunden verwenden als Grundgewicht die Regensburger Mark, die in der Größenordnung von 245,2 bis 245,5 g anzusetzen sein dürfte.<ref>Vgl. [[Quellen-_und_Literaturverzeichnis#Emmerig, Bayerns Münzgeschichte|Emmerig, Bayerns Münzgeschichte]], 949.</ref> In München und Neuötting sollten aus der Mark 13 Schilling 10 Pfennig ausgebracht werden, also 400 Pfennig. Das bedeutete ein Sollgewicht (Raugewicht) von 0,61 g bei einem Silbergehalt von 0,305 g. Die Urkunden regelten auch die Münzprägung in der Münzstätte Regensburg, die aber höherwertige Pfennige nach einem anderen Münzfuß prägte. Das gilt auch für die weiteren Urkunden.<br>
  
Am 31. Oktober 1395 einigten sich die Herzöge der drei Herzogtümer, Stephan III., Johann II., Ludwig VII., Ernst und Heinrich XVI. mit dem Regenten von Bayern-Straubing-Holland Albrecht II. (1387-1397), Bischof Johann I. (1384-1409) von Regensburg und der Stadt Regensburg auf einen neuen Münzfuß.<ref>[[Quellen-_und_Literaturverzeichnis#Emmerig, Bayerns Münzgeschichte|Emmerig, Bayerns Münzgeschichte]], 625 f. Nr. R 137.</ref> Für die bayerischen Münzstätten Ingolstadt, München und Landshut, falls Herzog Heinrich XVI. prägen werde, galt jetzt: Die Feinheit bliebt bei 500 ‰. Aus der Regensburger Mark sollten nun aber 14 Schilling 12 Pfennig geprägt werden, also 432 Pfennig. Das Raugewicht sank damit auf 0,57 g, der Feinsilbergehalt auf 0,285 g. Die Pfennige wurden also etwas leichter, bei unveränderter Feinheit.<br>
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Am 31. Oktober 1395 einigten sich die Herzöge der drei Herzogtümer, Stephan III., Johann II., Ludwig VII., Ernst und Heinrich XVI. mit dem Regenten von Bayern-Straubing-Holland Albrecht II. (1387-1397), Bischof Johann I. (1384-1409) von Regensburg und der Stadt Regensburg auf einen neuen Münzfuß.<ref>[[Quellen-_und_Literaturverzeichnis#Emmerig, Bayerns Münzgeschichte|Emmerig, Bayerns Münzgeschichte]], 625 f. Nr. R 137.</ref> Für die bayerischen Münzstätten Ingolstadt, München und Landshut, falls Herzog Heinrich XVI. prägen werde, galt jetzt: Die Feinheit blieb bei 500 ‰. Aus der Regensburger Mark sollten nun aber 14 Schilling 12 Pfennig geprägt werden, also 432 Pfennig. Das Raugewicht sank damit auf 0,57 g, der Feinsilbergehalt auf 0,285 g. Die Pfennige wurden also etwas leichter, bei unveränderter Feinheit.<br>
  
 
Am 4. Mai 1400 setzten die Herzöge von Ingolstadt und München, Stephan III., Ernst und Wilhelm III. (1397-1435), einen neuen Münzmeister in München ein, auch ein Ingolstädter Münzmeister wird erwähnt, von Wasserburg ist nicht die Rede.<ref>[[Quellen-_und_Literaturverzeichnis#Emmerig, Bayerns Münzgeschichte|Emmerig, Bayerns Münzgeschichte]], 643 Nr. R 218.</ref> Beim Münzfuß wurde hier eine Änderung vorgenommen, die also für Bayern-Landshut nicht galt. Als Grundgewicht wird jetzt mit der Münchner Mark gearbeitet, die wir heute bei etwa 224,5 g sehen.<ref>Vgl. [[Quellen-_und_Literaturverzeichnis#Emmerig, Bayerns Münzgeschichte|Emmerig, Bayerns Münzgeschichte]], 949.</ref> Die Feinheit wurde auf 7 Lot fixiert, was 437,5 ‰ entspricht. Aus der Münchner Mark waren 14 Schilling weniger 4 Pfennig, also 416 Pfennig, zu prägen. Für diese ergibt sich somit ein Raugewicht von 0,54 g bei einem Feinsilbergehalt von 0,24 g. Die Pfennige waren also leichter geworden, gleichzeitig wurde auch die Feinheit gesenkt.<br>
 
Am 4. Mai 1400 setzten die Herzöge von Ingolstadt und München, Stephan III., Ernst und Wilhelm III. (1397-1435), einen neuen Münzmeister in München ein, auch ein Ingolstädter Münzmeister wird erwähnt, von Wasserburg ist nicht die Rede.<ref>[[Quellen-_und_Literaturverzeichnis#Emmerig, Bayerns Münzgeschichte|Emmerig, Bayerns Münzgeschichte]], 643 Nr. R 218.</ref> Beim Münzfuß wurde hier eine Änderung vorgenommen, die also für Bayern-Landshut nicht galt. Als Grundgewicht wird jetzt mit der Münchner Mark gearbeitet, die wir heute bei etwa 224,5 g sehen.<ref>Vgl. [[Quellen-_und_Literaturverzeichnis#Emmerig, Bayerns Münzgeschichte|Emmerig, Bayerns Münzgeschichte]], 949.</ref> Die Feinheit wurde auf 7 Lot fixiert, was 437,5 ‰ entspricht. Aus der Münchner Mark waren 14 Schilling weniger 4 Pfennig, also 416 Pfennig, zu prägen. Für diese ergibt sich somit ein Raugewicht von 0,54 g bei einem Feinsilbergehalt von 0,24 g. Die Pfennige waren also leichter geworden, gleichzeitig wurde auch die Feinheit gesenkt.<br>
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In der Urkunde von 1400 wird der Ingolstädter Münzmeister erwähnt, von der Wasserburger Münzstätte, die wir zu dieser Zeit eigentlich in Betrieb sehen, ist keine Rede. War ihre Tätigkeit zu dieser Zeit unterbrochen?<br>
 
In der Urkunde von 1400 wird der Ingolstädter Münzmeister erwähnt, von der Wasserburger Münzstätte, die wir zu dieser Zeit eigentlich in Betrieb sehen, ist keine Rede. War ihre Tätigkeit zu dieser Zeit unterbrochen?<br>
  
Ist es wirklich denkbar, dass man im Ingolstädter Herzogtum also im Raugewicht eine solche Auf- und Ab-Entwicklung durchmachte, wie sie diese Urkunden vorschreiben? Im Jahr 1400 rauh 0,54 g, 1406 dann 0,66 g, 1412 dann erneut 0,54 g. Wenn das der Fall gewesen ist, müssten an den ab 1406 geprägten zweiseitigen Pfennigen zwei Gewichtsstufen beobachtbar sein. Diese Frage ist an den Münzen bisher nicht untersucht worden. Es ist allerdings im Mittelalter immer problematisch, die Vorschriften in den schriftlichen Quellen mit den technischen Daten der vorliegenden Münzen in Übereinstimmung bringen zu wollen. Der Grund dafür ist, dass nicht der Anspruch bestand, dass jede Münze das richtige Gewicht hatte. Kontrolliert wurde, ob der Durchschnitt der Münzen eines neu hergestellten Postens der Vorschrift entsprach.
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Ist es wirklich denkbar, dass man im Ingolstädter Herzogtum also im Raugewicht eine solche Auf- und Ab-Entwicklung durchmachte, wie sie diese Urkunden vorschreiben? Im Jahr 1400 rau 0,54 g, 1406 dann 0,66 g, 1412 dann erneut 0,54 g. Wenn das der Fall gewesen ist, müssten an den ab 1406 geprägten zweiseitigen Pfennigen zwei Gewichtsstufen beobachtbar sein. Diese Frage ist an den Münzen bisher nicht untersucht worden. Es ist allerdings im Mittelalter immer problematisch, die Vorschriften in den schriftlichen Quellen mit den technischen Daten der vorliegenden Münzen in Übereinstimmung bringen zu wollen. Der Grund dafür ist, dass nicht der Anspruch bestand, dass jede Münze das richtige Gewicht hatte. Kontrolliert wurde, ob der Durchschnitt der Münzen eines neu hergestellten Postens der Vorschrift entsprach.
  
 
==Katalog<ref>Dieser Katalogteil ist eine vereinfachte Fassung des Katalogs in [[Quellen-_und_Literaturverzeichnis#Emmerig, Bayerns Münzgeschichte|Emmerig, Bayerns Münzgeschichte]], 172-175, die dortige Nummerierung wurde für die ausführlichen Bilddateibeschreibungen beibehalten (BI = Bayern-Ingolstadt); BI-1 bis BI-7 sind die gleichzeitigen Prägungen der Münzstätte Ingolstadt. BI-13 bis BI-29 sind die weiteren Prägungen der Herzogtums, welche bisher allenfalls unsicher einer Münzstätte in Altbayern oder auf dem Nordgau zugewiesen werden können.</ref>==
 
==Katalog<ref>Dieser Katalogteil ist eine vereinfachte Fassung des Katalogs in [[Quellen-_und_Literaturverzeichnis#Emmerig, Bayerns Münzgeschichte|Emmerig, Bayerns Münzgeschichte]], 172-175, die dortige Nummerierung wurde für die ausführlichen Bilddateibeschreibungen beibehalten (BI = Bayern-Ingolstadt); BI-1 bis BI-7 sind die gleichzeitigen Prägungen der Münzstätte Ingolstadt. BI-13 bis BI-29 sind die weiteren Prägungen der Herzogtums, welche bisher allenfalls unsicher einer Münzstätte in Altbayern oder auf dem Nordgau zugewiesen werden können.</ref>==
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* '''1454 März 26, Ingolstadt.'''
 
* '''1454 März 26, Ingolstadt.'''
Herzog Ludwig IX. sendet dem Pfleger ''Hansen Layminger'', dem Rentmeister ''Jorgen Etlinger'', ''Linharten Spilberger'' und der Stadt Wasserburg seine und Herzog Albrechts III. ''verwilligung der munss'' und bittet, zu beraten, ob man das Münzen einzustellen und anders prägen solle.
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Herzog Ludwig IX. sendet dem Pfleger ''Hansen Layminger'', dem Rentmeister ''Jorgen Etlinger'', ''Linharten Spilberger'' und der Stadt Wasserburg seine und Herzog Albrechts III. ''verwilligung der munss'' und bittet, zu beraten, ob man das Münzen einstellen und anders prägen solle.
 
[[Quellen-_und_Literaturverzeichnis#BayHStA, GL Wasserburg 4a|BayHStA, GL Wasserburg 4a[[ (Ausfertigung)./ [[Quellen-_und_Literaturverzeichnis#Emmerig, Bayerns Münzgeschichte|Emmerig, Bayerns Münzgeschichte]], 723 Nr. R 574.<br>
 
[[Quellen-_und_Literaturverzeichnis#BayHStA, GL Wasserburg 4a|BayHStA, GL Wasserburg 4a[[ (Ausfertigung)./ [[Quellen-_und_Literaturverzeichnis#Emmerig, Bayerns Münzgeschichte|Emmerig, Bayerns Münzgeschichte]], 723 Nr. R 574.<br>
  

Version vom 26. Juni 2020, 01:18 Uhr

Autor: Hubert Emmerig

Münzstätte und Münzprägung in Wasserburg[1]

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Einleitung
Seit der am 19. November 1392 beurkundeten Landesteilung gab es vier bayerische Herzogtümer: Bayern-München (Johann II.), Bayern-Ingolstadt (Stephan III.), Bayern-Landshut (Friedrich) und (schon länger) Bayern-Straubing-Holland. Am 31. Oktober 1395 schlossen die Herzöge dieser Herzogtümer mit dem Regensburger Bischof und mit der Stadt Regensburg einen umfangreichen Münzvertrag. Die Stadt Wasserburg, vorher zu Oberbayern gehörend, kam bei der Landesteilung 1392 an Bayern-Ingolstadt. Diese Linie starb im Jahr 1447 aus, das Land fiel infolgedessen an Bayern-Landshut. Nun wurde Wasserburg Sitz eines Rentmeisteramtes, also einer mittleren Einrichtung der Finanzverwaltung.

Jedes dieser Herzogtümer von 1392 prägte seine eigenen Münzen in eigenen Münzstätten. In der Münzpolitik sprachen sich die bayerischen Herzöge auch nach 1395 meist untereinander ab, es gibt allerdings auch Perioden, in denen sie sich nicht auf eine gemeinsame Münzpolitik einigen konnten. Die Absprachen betrafen das Aussehen der Pfennige, aber auch deren Münzfuß, der für den Wert der Pfennige verantwortlich war: dabei ging es um das Gesamtgewicht der Pfennige (Raugewicht) und den Anteil des Silbers daran (Feingehalt), für den Wert entscheidend war dann das Feingewicht, also das enthaltene Feinsilber. Geprägt wurden Pfennige und zeitweise auch halbe Pfennige (Hälblinge); zwei dieser Pfennige waren einen Regensburger Pfennig wert. Größere Münzeinheiten wurden in Bayern nicht hergestellt, kamen aber aus anderen Territorien ins Land. Als Recheneinheiten für größere Beträge wurden in Bayern Pfund und Schilling nach dem folgenden System verwendet: 1 Pfund Pfennige = 8 Schilling Pfennige = 240 Pfennig; 1 Schilling = 30 Pfennig. Dies sind reine Zähleinheiten, keine größeren Münzen.

Im Herzogtum Bayern-Ingolstadt kennen wir sieben Münzstätten, in denen die Prägung stattfand. In den Kernlanden und Besitzungen in Oberbayern lagen die Hauptmünzstätte in der Residenzstadt Ingolstadt (kreisfreie Stadt, Oberbayern), die ebenfalls gut belegte Münzstätte in Wasserburg (Lkr. Rosenheim, Oberbayern) sowie die nur minimal im Jahr 1405 belegte Münzstätte in Aichach (Lkr. Aichach-Friedberg, Schwaben). Vier weitere Münzstätten sind in den Besitzungen auf dem Nordgau bekannt, die bei der Auflösung der sogenannten Böhmischen Pfandschaft an Bayern-Ingolstadt fielen. Sie liegen heute in den Regierungsbezirken Oberpfalz und Mittelfranken: Freystadt (Lkr. Neumarkt i. d. OPf., Oberpfalz), Hersbruck (Lkr. Nürnberger Land, Mittelfranken), Hilpoltstein (Lkr. Roth, Mittelfranken) und Lauf a. d. Pegnitz (Lkr. Nürnberger Land, Mittelfranken). Auch für diese liegen nur relativ wenige konkrete und aussagekräftige Angaben und Erwähnungen vor. Aichacher Prägungen kennen wir bisher nicht. Auch die Zuweisung von Pfennigen an die Münzstätten auf dem Nordgau ist schwierig und weitgehend unsicher.

Alle in diesem Beitrag genannten Archivalien sind im Quellenverzeichnis am Ende mit Nachweisen aufgeführt.

Geschichte der Wasserburger Münzstätte

Die erste Erwähnung Wasserburgs im Zusammenhang mit der Münzprägung stammt vom 6. Juni 1391, also aus dem Jahr vor der Landesteilung. Die drei noch gemeinsam regierenden Herzöge Stephan III. (1375-1413), Friedrich (1375-1393) und Johann II. (1375-1397) legten fest, in ihrem (noch ungeteilten) Land solle nur in München geprägt werden. Es wurde ein Aufsichtsgremium über die Münzstätte eingesetzt, in dem neben sieben Männern aus dem Rat und der Umgebung der Herzöge und drei Vertretern Münchens auch die Städte Ingolstadt, Landshut und Wasserburg mit jeweils einem ihrer Bürger einen Sitz hatten. Wasserburg wurde hier von Marquard Aysinger vertreten. Nach dem Wortlaut der Urkunde ist die Existenz einer Münzstätte in Wasserburg zu dieser Zeit auszuschließen.[2] Das bestätigt wohl auch die Urkunde der Herzöge vom 27. September 1391, die an Pfennigen nur die Münchner im Geldumlauf zuließ. [3]

Noch vor der Landesteilung, am 21. Mai 1392, hatten die Testamentsvollstrecker Johanns von Prunnheim Regelungen über einen für das Spital in Amberg (kreisfreie Stadt, Oberpfalz) gekauften Jahreszins beurkundet. Unter den drei Testamentsvollstreckern findet sich nicht nur der Amberger Münzmeister Heinrich Kegler, sondern auch Meister Niklas von Wasserburg, damals Stadtprediger zu Amberg. Der Name Niklas wird uns beim Münzpersonal in Wasserburg permanent begleiten, ein Münzmeister taucht auch auf, trotzdem wird dieser Niklas nichts mit der Wasserburger Münzstätte zu tun haben.

Der vielleicht erste Beleg für die Wasserburger Münzstätte besteht in zwei Urkunden, die nicht im Original überliefert sind. In ihnen habe Herzog Stephan die münss zue Wasserburg Niclasen Smelczer und Herman Munsmaistter bevolhen und verlassen. Die Quellen sind zwei Ingolstädter Archivinventare. Somit handelt es sich um Herzog Stephan III. von Bayern-Ingolstadt (1392-1413, Herzog seit 1375), zu datieren sind die beiden Urkunden wohl nach der Landesteilung vom 19. November 1392. Die Münzstätte wurde zwei Männern übergeben, die als Smelczer (Schmelzer) und Münzmeister bezeichnet werden. Es wird sich wohl um ihre Berufsbezeichnungen handeln. Niklas wäre dann für die Schmiede, in der das Metall verarbeitet wurde, verantwortlich gewesen, während Hermann für die münzspezifischen Aufgaben zuständig gewesen wäre, also z. B. Fragen der richtigen Legierung und Stückelung der Münzen.[4] Aber schon hier können wir nicht sicher sein, ob Smelczer und Münzmeister Berufsbezeichnungen oder (aus Berufsbezeichnungen entstandene) Nachnamen sind. Im zweiteren Fall könnte man vermuten, dass Niklas vorher im Bergbau tätig gewesen sein könnte, während Hermann wirklich aus der Münzbranche gekommen wäre. Die Datierung der Urkunden kann wohl noch auf spätestens 1408 eingegrenzt werden, da aus diesem Jahr eine Quittung für Niklas Smelczer vorliegt, auf die wir gleich zurückkommen. Die Frage, ob der Begriff Münzmeister eine aktuelle Berufstätigkeit in dieser Branche belegt, oder ein auf die frühere berufliche Tätigkeit verweisender Nachname ist, wird sich im 15. Jahrhundert noch viel drängender stellen.

Die beiden nicht erhaltenen Anstellungsurkunden für die beiden Männer in der Münzstätte dürften wohl bald nach der Landesteilung oder allenfalls im Jahr 1393 ausgestellt worden sein. Denn bereits aus dem Januar 1394 liegt eine erste Urkunde vor, welche eine Zahlung mit Wasserburger Pfennigen vorsah. Ab dem 22. Januar 1394 gibt es nun eine beträchtliche Reihe von solchen Nachweisen, wenn auch derzeit nicht im Volltext publiziert und vielfach nur mit sehr vagen Angaben in einem kleinen Aufsatz von Bürgermeister Christoph Schnepf von 1887 erwähnt.[5] Auch sie sind im Anhang aufgelistet. Es kommen hier wohl im Wesentlichen zwei Formulierungen vor: Wasserburger Pfennige; Wasserburger Währung. Beide Formulierungen dürften wohl Belege für Prägungen der Wasserburger Münzstätte sein; die vagere Formulierung, bei der man Zweifel haben könnte, wären etwa Pfennige, die in Wasserburg gang und gäbe sind.[6] Eine letzte Erwähnung von Wasserburger Münze findet sich nach Schnepf in einer Urkunde aus dem Jahr 1456.[7]
Im Jahr 1395 setzt eine weitere wichtige Reihe von Quellenbelegen ein. In den Münchner Kammerrechnungen werden immer wieder Bezahlungen bzw. Spesenersatz für Personen abgerechnet, die wegen der Münze in Wasserburg waren, oder sonstige Ausgaben in diesem Zusammenhang verbucht. Zahlungen erfolgten: am 28. Oktober 1395 an Ludwig Potschner und Vinger, die wegen der Münze in Wasserburg waren; am 12. März 1396 für den Kauf von 7 Schilling 2 Pfennig Wasserburger Pfennigen (also 212 Pfennig) für eine Metallanalyse; am 11. November 1396 an Krell, der wegen der Münze in Wasserburg und Hall war; am 25. Dezember 1396 an einen Boten, der wegen des Wechsels in Wasserburg war; kurz vor dem 25. Juli 1400 an einen Boten, der wegen der Münze in Wasserburg war; am 24. Juni 1406 (oder wenig später) an einen Boten, der wegen der Münze in Wasserburg war; am 25. Juli 1406 für den Kauf von (wohl 150) Wasserburger Pfennigen für eine Metallanalyse. Der Kauf von Pfennigen weist wohl auf einen vorherigen Einschnitt in der Münzprägung hin. In beiden Fällen, 1396 und 1406, gab es vorher einen neuen Münzvertrag (1395 Oktober 31; 1406 Juli 19).

Wir haben also ziemlich eindeutige und dichte Belege, dass einerseits seit dem Januar 1394 in Wasserburg geprägt wurde und andererseits auch ganz konkret nach Abschluss der beiden Münzverträge von 1395 und 1406 geprägt wurde; die Stadt München beschaffte sich dann solche neuen Pfennige, um zu kontrollieren, ob die Vorgaben des Münzvertrags eingehalten wurden. Wäre das nicht der Fall gewesen, so hätte sie ihre Bürger vor den neuen Pfennigen gewarnt.

Der Münzvertrag vom 31. Oktober 1395 enthält aber u. a. die folgende Regelung: Jeder Fürst solle nur in einer Münzstätte prägen: Stephan III. und Ludwig VII. (1413-1443, † 1447) in Ingolstadt; Johann II. und Ernst (1397-1438) in München; Heinrich XVI. (1393-1450), falls er prägen werde, in Landshut. Somit wäre die Münzprägung in Wasserburg nach diesem Vertrag ab November 1395 einzustellen gewesen, was ziemlich sicher nicht geschehen ist.

Am 10. Juni 1408 quittierte Herzog Stephan III. seinem Münzmeister Niclas Smelczer die vollständige Abrechnung und Bezahlung des Schlagschatzes bis zum vergangenen 24. April 1408. Dabei handelt es sich um den Gewinn, den der Herzog aus der Münzprägung erhält. Er liegt normalerweise in einer Größenordnung von 2 bis 3 % vom verarbeiteten Silber. Die Urkunde nennt leider keinen Betrag. Wenn die Vermutung richtig ist, dass die verschollene Anstellungsurkunde für Niklas Smelczer gegen Ende 1392 oder im Jahr 1393 ausgestellt wurde, dann hätte er seine Stelle inzwischen etwa 15 Jahre lang innegehabt. Umso mehr überrascht es, dass er offenbar in den Wasserburger Urkunden ansonsten nicht auftaucht.[8]

Eine weitere Urkunde betrifft ebenfalls die Finanzen im Umkreis der Münzstätte. Am 28. Februar 1413 bekannte Herzog Stephan III., der Margreten, Otten unsers Sröters säligen hawsfrawn, burgerynn zu Munchen 370 Gulden zu schulden, die er ihr derzeit nicht zurückzahlen könne. Er verschrieb ihr deshalb einen Teil des Schlagschatzes der Wasserburger Münzstätte: Von jeder Mark Silber, die verarbeitet würde, sollte sie 3 Pfennig erhalten.[9] Im Jahr 1413 lag der Kurs des Guldens etwa bei 174 Pfennig.[10] Sie hätte also Anspruch auf 64.380 Pfennig gehabt; zu einer vollständigen Rückzahlung wäre also die Verarbeitung von 21.460 Mark Silber notwendig gewesen. Für das Markgewicht wird man wohl das in Ingolstadt und München übliche zu etwa 224,5 g ansetzen dürfen.[11] Dann wäre dafür also die Verarbeitung von 4.818 kg Silber erforderlich gewesen.

Fassen wir die Lage bis 1413 zusammen: Vieles spricht für einen Prägebeginn im Jahr 1393. Die Währungsnennungen und die regelmäßigen Kontaktaufnahmen aus München machen eine Prägung auch in den nächsten Jahren wahrscheinlich. Am konkretesten sind die Belege von 1396 und 1406, als neue Pfennige in Wasserburg für die Probierung erworben wurden. Die Schlagschatzabrechnung bis 24. April 1408 und die Verpfändung eines Schlagschatzteils in beachtlicher Höhe ab 28. Februar 1413 legen nahe, von einer mehr oder weniger kontinuierlichen Prägung von 1393 bis zum Tod Stephans III. am 25. September 1413 auszugehen.

Niklas und Hermann Münzmeister

Stephan III. folgte sein Sohn Ludwig VII. in der Herrschaft nach. Dieser kam aber erst Anfang 1415 aus Frankreich zurück, wo er lange gelebt hatte. Im Jahr 1414 taucht erstmals Niklas Münzmeister in den Urkunden auf. Es sind bis jetzt 20 Urkunden bekannt, in denen er genannt ist, bevor er 1451 als verstorben erwähnt wird. In zwei Fällen steht neben Niklas auch ein Hermann Münzmeister, 1416 und 1425. Am 9. Juli 1416 waren beide Beisitzer bei einem Gerichtsentscheid, Hermann und Niklas. Am 31. Januar 1425 stehen sie in einer längeren Zeugenliste nebeneinander, Niklas vor Hermann. Im Jahr 1437 ist Niklas in zwei Fällen mit seiner Frau Anna genannt. 1446 verschrieb er den Sondersiechen einen Zins; in diesem Zusammenhang sind seine Frauen Ottilie und Anna genannt. Die zweite Frau Anna wird wohl die 1431 erwähnte Witwe Anna Martein sein, so dass die beiden 1451 genannten Stiefsöhne Christoff und Erasm Martein deren Kinder aus erster Ehe waren.[12]

In der Urkunde vom 27. Juli 1451 ist Niklas Münzmeister als verstorben erwähnt. Erst am 4. Mai 1451 hatten Bürgermeister und Rat der Stadt seine testamentarischen Verfügungen beurkundet, vermutlich war er auch zu dieser Zeit bereits verstorben: Er stiftete eine ewige Messe in St. Jakob auf dem Hl.-Geist-Altar, sein Haus vererbte er an seine Stiefsöhne Christoff und Erasm Martein, sein übriges Hab und Gut sollte für Baukosten der Pfarrkirche St. Jakob und der Frauenkirche angelegt werden. Ein Ewiggeld in Höhe von 15 Pfund Pfennigen, das vom Haus an die Messstiftung gehen sollte, ersetzten die Stiefsöhne in einer Urkunde vom selben Tag durch die Stiftung von vier Gütern, davon eines mit See, und einem Anger an die Messstiftung.

Betrachten wir zunächst die Tätigkeiten und Funktionen, mit denen Niklas Münzmeister in der erwähnten Urkundenreihe genannt ist:

  • 1414 Juli 23 - Zeuge bzw. Gerichtsbeisitzer
  • 1415 Oktober 18 - er kauft ein Grundstück
  • 1416 Mai 10 - Rat zu Wasserburg
  • 1416 Juli 9 - Hermann und er sind Gerichtsbeisitzer
  • 1417 Dezember 13 - Jörg Wagner zu Salzburg schuldet ihm 40 Dukaten bzw. Gulden
  • 1421 Juni 30 - er kauft ein Grundstück
  • 1423 September 7 - er kauft mit seiner Frau diverse Einkünfte
  • 1425 Januar 31 - er und Hermann sind Zeugen
  • 1425 Februar 5 - Spitalmeister
  • 1426 August 27 - er kauft mit seiner Frau einen Krautacker
  • 1437 April 23 - er und seine Frau Anna verschreiben den Sondersiechen einen Zins
  • 1437 September 1 - er und seine Frau Anna übergeben den Sondersiechen ein Ewiggeld
  • 1439 April 9 - er kauft einen halben Krautacker
  • 1445 August 3 - Kirchenpropst von St. Jakob
  • 1445 August 5 - Kirchenpropst von St. Jakob
  • 1446 März 20 - er verkauft einen Krautacker
  • 1446 Oktober 18 - er verschreibt den Sondersiechen einen Anger (seine Frauen Ottilie und Anna erwähnt)
  • 1448 März 18 - Zechpropst der St. Jakob-Pfarrkirchenstiftung
  • 1450 Oktober 16 - Kirchenpropst der Pfarrkirche St. Jakob

In dieser Liste gibt es einige zeitliche Lücken: 1418-1420, 1427-1436, 1440-1444. Ich halte es trotzdem für sehr unwahrscheinlich, dass es sich um zwei verschiedene Personen gleichen Namens handelt, also z. B. Vater und Sohn. Darauf gibt es keinen Hinweis.

Dem überaus aktiven Niklas Münzmeister steht der nur zweimal erwähnte Hermann gegenüber, der als Gerichtsbeisitzer und Urkundenzeuge genannt ist. Beide Personen fallen zunächst durch ihre Parallelen zum Münzpersonal unter Herzog Stephan III. auf. Damals wurden Niklas Smeltzer und Hermann Münzmeister angestellt, jetzt sind Münzmeister mit den Namen Niklas und Hermann belegt. So stellen sich neue Fragen: Könnte es sich um dieselben Personen handeln, Niklas, der sich früher Smelczer nannte, wegen seiner langjährigen Tätigkeit in der Münzstätte jetzt aber Münzmeister hieß? Etwa 1393 bis 1451, das wäre ein enorm langes aktives Leben, 58 Jahre vom ersten Nachweis bis zum Tod – das ist wohl wenig wahrscheinlich. Aber vielleicht ist Niklas Münzmeister der Sohn von Niklas Smelczer? Derselbe Vorname, dieselbe Branche, das wäre denkbar.

Hermann Münzmeister, 1425 das letzte Mal genannt, könnte sehr wohl derselbe wie der in den 1390er Jahren gewesen sein. Eine weitere Frage ist das Verhältnis zwischen Niklas und Hermann. Da bei den zwei gemeinsamen Nennungen die Reihenfolge wechselt, möchte ich ein Vater-Sohn-Verhältnis ausschließen; der Wechsel spricht für eine gleichberechtigte Stellung, also Geschwister (oder hätte hier der ältere den Vorrang?) oder keine Verwandtschaft? Diese Fragen können derzeit nicht beantwortet werden. Vielleicht tauchen aber noch Quellen auf, die uns hier weiterbringen.

Allerdings hat man sogleich Zweifel, ob Münzmeister hier wirklich ihre Tätigkeit in diesem Amt oder nur einen Familiennamen bedeutete. In der Liste des urkundlichen Auftretens der beiden Männer fällt auf, dass keinerlei münzspezifische Aktivitäten erkennbar sind. Niklas war offenbar reich und angesehen. Er kaufte Immobilien und Geldanlagen und war ein engagierter Mann, der als Gerichtsbeisitzer und Zeuge herangezogen wurde, vor allem aber für kirchliche und karitative Einrichtungen vielfach tätig war. Er heiratete eine Witwe aus der Familie Martein, die wiederum später über eine Heiratsverbindung zu den Fröschl verfügte.[13] Auch auf diese beiden Familien gehen wichtige Stiftungen in Wasserburg zurück.[14]

Das Ende der Wasserburger Münzprägung

Es ist deshalb zu fragen: Welche Belege für eine Münzprägung haben wir vom Herrschaftsantritt Ludwigs VII. 1413 bis zum Aussterben der Ingolstädter Linie 1447? Die Nennungen von Wasserburger Pfennigen und Wasserburger Währung laufen in diesem Zeitraum weiter. Als zuverlässigen Beweis für eine Prägung wird man das aber nicht ansehen können. Auch sollte man sich dann die konkreten Formulierungen ansehen, die mir nicht vorliegen. Die Nennung von Wasserburger Währung könnte jedenfalls auch aus Gewohnheit fortgesetzt worden sein, obwohl nun nur mehr das in Wasserburg übliche Geld damit gemeint war. Die Archivalien liefern derzeit keine positiven Belege.

Wenn man sich aber die münzpolitische Entwicklung des Herzogtums unter Ludwig VII. anschaut, ergibt sich eine neue Perspektive. Ludwig kam also erst 1415 nach Bayern, wo es zu einem Konflikt mit Herzog Heinrich XVI. von Landshut kam, der im bayerischen Krieg von 1420 bis 1422 seinen Höhepunkt erreichte. Münzpolitisch wurde Ludwig erstmals am 22. Januar 1419 aktiv. Er schrieb die Stadt Regensburg an und teilte mit, er habe bisher nicht geprägt, um nicht gegen den Münzvertrag von 1395 zu verstoßen. Nun herrsche aber Mangel an Münze. Die Stadt antwortete ihm korrekt, dass der Vertrag von 1395 nicht mehr gültig sei. Am 25. Juli 1421 fasste er den Entschluss, wieder zu prägen. Es kam wirklich zur Aufnahme der Prägung, im August 1421 ist in den Ingolstädter Rentmeisteramtsrechnungen die neue Münze erwähnt.[15] Diese Entwicklung belegt wohl den Abbruch der Münzprägung mit dem Amtsantritt Ludwigs VII., also wohl 1413. Die Aufnahme der Prägung 1421 ist nur in Ingolstadt belegt.

Betrachten wir zuletzt die Typologie der Münzen, die später noch genauer vorgestellt werden. Bis 1406 wurden in Bayern einseitige Pfennige geprägt, die ein Bild tragen, das auf den Sitz der Münzstätte hinweist. Solche Pfennige mit dem Wasserburger Wappen liegen vor. Ab 1406 wurden zweiseitige Pfennige geprägt, und zwar nach folgendem System, das im Vertrag vom 19. Juli 1406 formuliert wurde:

[...] und sol geprägtt werden in yeder stat mit derselben stat zaichen auf ayner seitten und mit des herren und fürsten seins namen des ersten püchstaben auf der andern seitten kuntlich, also das man ains ieglichen herren münzz für des andern aigenlich erchennen müg.[16]

Also das Zeichen der Stadt – wie auch schon vor 1406 – und auf der anderen Seite jetzt der Anfangsbuchstabe des Vornamens des Fürsten.

Auf die einseitigen Prägungen folgten im Ingolstädter Herzogtum Münzen mit den Buchstaben SL bzw. sl für Stephan III. und Ludwig VII. Trotz der weitgehenden Abwesenheit des Sohnes verstand sich die Herrschaft offenbar als eine gemeinsame. Die 1421 einsetzenden Prägungen Ludwigs in Ingolstadt tragen dementsprechend ein Majuskel-L. Für Wasserburg liegen solche Prägungen nicht vor.

So spricht alles dafür, das Ende der Wasserburger Münzprägung bereits im Jahr 1413 mit dem Tod Herzog Stephans III. anzusetzen. Niklas und Hermann Münzmeister müssen wir dann nur als Träger dieses Namens, nicht aber als in diesem Beruf tätige Personen ansehen. Umso wahrscheinlicher sind dann die vermutete Identität und Verwandtschaftsbeziehung mit den beiden wirklich noch in der Münzstätte tätig gewesenen Männern der 1390er Jahre.

Das Münzmeister-Benefizium

Die Beurkundung des Nachlasses von Niklas Münzmeister durch Bürgermeister und Rat der Stadt Wasserburg am 4. Mai 1451 stellt zugleich die Stiftungsurkunde des sogenannten Münzmeister-Benefiziums dar, der Stiftung einer ewigen Messe in der Pfarrkirche St. Jakob am Heilig-Geist-Altar. Die Stiftung wurde mit einem Ewiggeld in Höhe von 15 Pfund Wasserburger Pfennigen aus dem an die Stiefsöhne Christoff und Erasm Martein vererbten Haus ausgestattet. Am selben Tag, dem 4. Mai 1451, ersetzten die beiden Stiefsöhne die 15 Pfund Pfennige Ewiggeld durch die Stiftung von vier Gütern in Pernham, Bachmehring, Kohlgrub und Surbrunn (mit dem dortigen See) sowie einem Anger in Spielberg. Es folgten noch im gleichen Jahr weitere Urkunden: Am 27. Juli 1451 erwarben Bürgermeister und Rat ein halbes Pfund Pfennige Ewiggeld von einem Krautacker für das Münzmeister-Benefizium. Am 29. September 1451 regelte das Kloster Attel das städtische Präsentationsrecht für die Stiftung. 1452 wurde in St. Jakob die Münzmeisterkapelle fertiggestellt (heute: Herz-Jesu-Kapelle).[17] Am 17. März 1453 stifteten die drei Brüder Schonsteter auf Schloss Warnbach der Stiftung einen Zehnt. Im Jahr 1453 wurde offenbar ein Glas(fenster?) zur Erinnerung an Niklas Münzmeister in Auftrag gegeben. Ruprecht Fudrer aus Passau quittierte dafür am 16. April 1453 den Empfang von 64 Pfund Pfennigen. Die folgende Liste von Urkunden, welche diese Stiftung betreffen, verdeutlicht deren wirtschaftliche Aktivitäten und Geldgeschäfte, bei welchen vor allem Gelder langfristig gegen jährliche Ewiggeldzahlung angelegt wurden.[18]

  • Im Jahr 1455, am 14. November, ist wieder von der Stiftung die Rede. Niklas Münzmeister hatte offenbar auch 50 Pfund Pfennige für den Kauf eines Benefiziatenhauses gestiftet; davon sollte nun der Benefiziat jährlich 2 Pfund Pfennige bekommen, bis das Haus gekauft werde.
  • Am 4. April 1464 verschrieb der Kaplan des Münzmeister-Altars, Erasm Preisser, der Priesterbruderschaft sein Haus und der Pfarrkirche St. Jakob ein halbes Pfund Pfennige Ewiggeld von seinem Haus.
  • Am 4. November 1465 verkauften die Kirchpröpste von St. Jakob der Priesterbruderschaft ein halbes Pfund Pfennige jährliche Gilt, das Erasm Peysser, Kaplan des Münzmeister-Altars, aus seinem Haus der Pfarrkirche St. Jakob vermacht hatte, zurück für 10 Pfund Pfennige.
  • Am 5. Oktober 1467 überschrieb Ulrich Surbrunner mit Familie dem Kaplan der Münzmeistermesse Christian Dremel ein Baurecht auf ihrem Gut in Surbrunn.
  • Am 23. August 1469 einigte sich Heinz Niederhuber mit Frau mit dem Kaplan der Münzmeistermesse Christian Dremel über strittige Punkte.
  • Am 30. Januar 1470 kam es zu einer ähnlichen Einigung zwischen Oswald Mair aus Surbrunn mit Christian Dremel.
  • Am 27. März 1471 verkauften Christian und Kathrin Siechstarffer dem Münzmeister-Benefizium 1 Pfund Pfennige als Ewiggeld.
  • Am 1. Februar 1476 stiftete Konrad Aignschmidt 60 Pfund Pfennige Ewiggeld an die Stiftung.
  • Am 23. April 1477 verkaufte Konrad Teutlhauser dem Christian Dremel, Kaplan des Münzmeister-Benefiziums, 2 Pfund Pfennige Ewiggeld.
  • Am 19. Juni 1483 verkauften Friedrich und Juliana Hofmann der Stiftung vier rheinische Gulden Ewiggeld.
  • Am 14. Januar 1544 bestätigte der Stadtpfarrer und Vikar bei St. Jakob, Michael Steintaler, auch das Heilig-Geist-Benefizium und das Münzmeister-Benefizium empfangen zu haben.
  • Am 18. November 1596 übergab Albrecht Penninger dem Münzmeister-Benefizium drei Gulden jährliche Gilt aus einem Brauhaus.

Wasserburg im Herzogtum Bayern-Landshut

Mit der Übernahme des Herzogtums Ingolstadt durch Bayern-Landshut wurde Wasserburg zum Sitz eines Rentmeisteramts. Diese Funktion war wohl (mit) dafür verantwortlich, dass Wasserburg in der Münzgeschichte der kommenden Jahrzehnte noch ein paar Mal auftaucht.

Im Jahr 1454 planten die Herzöge Albrecht III. (1438-1460) von Bayern-München und Ludwig IX. (1450-1479) von Bayern-Landshut eine Münztagung in Wasserburg, zu der auch Vertreter des Salzburger Erzbischofs eingeladen wurden (1454 März 23). Es sollte um die geplante zukünftige Münzprägung gehen. Am 26. März 1454 schrieb Herzog Ludwig IX. seine Leute in Wasserburg, Pfleger Hans Layminger, Rentmeister Jörg Etlinger und Linhart Spilberger, sowie die Stadt an und bat sie, über die zukünftige Münzprägung zu beraten. Ich sehe keinen Hinweis, dass der Hintergrund dieses Schreibens eine geplante Wiederaufnahme der Prägung in Wasserburg gewesen sein könnte. Die Finanzfachleute am Sitz eines Rentmeisteramts und eine wichtige Stadt brachten die Kompetenz für diese Frage mit. Die Wasserburger Tagung hatte offenbar stattgefunden, denn am 10. Juni 1454 schrieb der Salzburger Erzbischof Sigmund I. (1452-1461) Herzog Ludwig IX. an, verwies auf die beschlusslos verlaufene Tagung und bot den Abschluss einer gemeinsamen Münzordnung an. Am 21. Juni 1454 baten die Anwälte Herzog Ludwigs den Kanzler Andre Loder, dem Wasserburger Rentmeister anzuschreiben und ihn auf die Einhaltung neuer Regelungen im Geldwesen hinzuweisen.

Vom 4. März 1458 liegt ein an Herzog Ludwig IX. gerichtetes Beglaubigungsschreiben des Rats der Stadt Wasserburg für Hans Räuter und Michael Hofmann vor, mit dem sie ihm einen Ratschlag über die Münze überbrachten. Auch dieser undatierte Ratschlag ist erhalten.[19] Am 17. April 1458 schickte der Herzog dann ein neues Landgebot zur Münze an seine Pfleger, Richter, Städte, Märkte und Rentmeisterämter aus, also auch nach Wasserburg. Am 6. Dezember 1458 lud Herzog Ludwig IX. zu einer Münztagung nach Landshut ein, auch die Stadt Wasserburg sollte einen Vertreter schicken.

Ab Mitte 1459 kam es zur massiven Verschlechterung des Geldes in Bayern-Landshut, der sog. Schinderlingszeit. Darauf nimmt eine Anweisung vom 15. August 1459 Bezug, in der die Amtleute in Wasserburg angewiesen wurden, bis 25. Juli fällig gewesene Zahlungen nur in guter alter Münze, in Zukunft fällige Zahlungen aber in guter alter Münze oder den jetzt in Landshut geprägten Pfennigen anzunehmen. Gegen Jahresende 1459 war offenbar wieder eine Münztagung in Wasserburg geplant, die aber in einer undatierten Instruktion (1459 Dezember 6-11) des Herzogs für seinen Rat Tywolt Reigker, der Herzog Albrecht III. aufsuchen sollte, als abgesagt erwähnt wird. Am 11. Dezember 1459 schrieb Herzog Ludwig IX. nochmals in dieser Sache, nun direkt an Herzog Albrecht III.

Noch in der Schinderlingszeit, am 14. März 1460, forderte Herzog Ludwig IX. Bürgermeister und Rat der Stadt Wasserburg auf, Regelungen für den Geldumlauf in der Stadt bekannt zu machen: Zugelassen seien nur bayerische Münzen; rheinische Gulden dürfe man für maximal 12 Schilling Pfennige (360 Pfennig), ungarische Gulden und Dukaten nicht höher als für 2 Pfund Pfennnige (480 Pfennig) nehmen.

Vom 17. Juli 1465 stammt eine eindrucksvolle Urkunde, die in Wasserburg ausgestellt wurde. 19 genannte Personen beurkundeten für sich und weitere sechs genannte Personen, dass sie mit Herzog Ludwig IX. einen Vertrag über den Silberkauf geschlossen hätten, dessen Regelungen im Detail ausgeführt werden. Unter den finanzstarken Mitgliedern dieses Konsortiums finden sich u. a. folgende Personen:[20]

  • Virgil Hofer, der 1459-1460 Salzburger Münzmeister gewesen war.
  • Hans Engelhart, der zwischen 1446 und 1460 als Münzmeister in Neuötting und dann in Landshut nachgewiesen ist und angeblich auch Münzmeister in Salzburg gewesen sein soll; er wechselte dann in den Bergbau, aber auch dort wurde er mehrfach noch als Münzmeister bezeichnet.
  • Jörg Pürckel/Prugkler, der in der Schinderlingszeit in Bayern-Landshut einen Freibrief erhalten hatte, zur Versorgung der Münzstätten als Silberaufkäufer im Land unterwegs zu sein.
  • Hermann Grünhofer, Münzmeister in Meran.
  • Virgil Pflanzner, auch dieser hatte in der Schinderlingszeit einen Landshuter Freibrief zum Silberaufkauf.
  • Paul Engelhart, der einmal als Münzmeister bezeichnet wurde, obwohl dieses Amt für ihn nicht nachweisbar ist.
  • (Jörg?) Präger, der vielleicht in der Münzstätte Passau tätig gewesen war.

Die Wasserburger Münzen

Die Pfennige, die heute der Münzstätte Wasserburg zugewiesen werden, zeichnen sich durch das Bild eines gekrönten Löwen aus, der das Wappentier der Stadt ist. Prägungen aus der Münzstätte Ingolstadt zeigen an gleicher Stelle den Ingolstädter Panther.

Die Wasserburger Pfennige verteilen sich auf zwei Gruppen. Bis ins Jahr 1406 war in Bayern die Prägung von einseitigen Pfennigen üblich. Solche dürften also in Wasserburg von etwa 1392/94 bis 1406 unter Herzog Stephan III. (1375-1413) geprägt worden sein (vgl. Katalog, Abbildungsfolge 1). Diese Pfennige sind offenbar erstmals im 1904 entdeckten Fund von Rabenschwand (Gde. Oberhofen am Irrsee, Politischer Bezirk Vöcklabruck, Oberösterreich)[21] bekannt geworden, dessen Verbergung ab 1441 anzusetzen ist. Nur in einem Exemplar ist bisher ein Hälbling dieses Typs belegt (vgl. Katalog, Abbildung 2).

Im Jahr 1406 wurde die Prägung von zweiseitigen Pfennigen eingeführt, welche auf der Vorderseite die Anfangsbuchstaben der Namen der Prägeherren tragen sollten, hier also die Minuskeln sl für die Herzöge Stephan III. und seinen Sohn Ludwig VII. (1413-1443, † 1447), der schon im Münzvertrag des Jahres 1395 gemeinsam mit seinem Vater genannt ist. Diese Pfennige gehören also in die Jahre zwischen 1406, als der zweiseitige Münztyp eingeführt wurde, und 1413, als Herzog Stephan III. starb. Auf der Rückseite steht wiederum der gekrönte Löwe für die Münzstätte in Wasserburg, nunmehr aber in einem Linienkreis, den man auch als Rundschild beschreiben könnte (vgl. Katalog, Abbildungsfolge 3). Diese Münzen, die schon länger bekannt waren, hat erstmals Franz Ebner 1892 der Münzstätte Wasserburg zugewiesen.[22]

Weitere Prägungen, die nur ein S und rückseitig den Löwen (teils mit Einfassung) tragen, wären demnach vielleicht Prägungen Herzog Stephans III. alleine; auch sie wären wohl in die Jahre zwischen 1406 und 1413 zu datieren (vgl. Katalog, Abbildungsfolge 4 sowie Abbildung 5). Die Zuweisung dieser Gepräge ist jedoch unsicher. Auch sie kamen im Fund von Rabenschwand vor. Prägungen Herzog Ludwigs VII. alleine, die nach dem bis in die 1450er Jahre gültigen System den Buchstaben L und den gekrönten Löwen tragen sollten, sind bisher nicht bekannt geworden. Wie oben dargelegt, dürfte das Ende der Wasserburger Prägetätigkeit mit dem Tod Herzog Stephans III. 1413 anzusetzen sein.

Der Münzfuß

In diesen etwa 20 Jahren, die für eine Wasserburger Münzprägung wohl in Frage kommen, gab es vier Münzfußänderungen: 1395, 1400, 1406 und 1412. Grundlage eines Prägebeginns im Jahr 1393 waren wohl zwei Urkunden vom 6. und 15. Juni 1391. Die drei, vor der Landesteilung von 1392 gemeinsam regierenden Herzöge Stephan III., Friedrich und Johann II. regelten am 6. Juni die Münzprägung in Oberbayern mit der Münzstätte München;[23] am 15. Juni folgte eine Urkunde für Niederbayern und die Münzstätte Neuötting.[24] Das Silber sollte achtlötig sein. Eine Mark Silber enthält 16 Lot, davon sollten 8 Lot Silber sein, die anderen 8 Kupfer. Die Feinheit betrug also 500 ‰. Beide Urkunden verwenden als Grundgewicht die Regensburger Mark, die in der Größenordnung von 245,2 bis 245,5 g anzusetzen sein dürfte.[25] In München und Neuötting sollten aus der Mark 13 Schilling 10 Pfennig ausgebracht werden, also 400 Pfennig. Das bedeutete ein Sollgewicht (Raugewicht) von 0,61 g bei einem Silbergehalt von 0,305 g. Die Urkunden regelten auch die Münzprägung in der Münzstätte Regensburg, die aber höherwertige Pfennige nach einem anderen Münzfuß prägte. Das gilt auch für die weiteren Urkunden.

Am 31. Oktober 1395 einigten sich die Herzöge der drei Herzogtümer, Stephan III., Johann II., Ludwig VII., Ernst und Heinrich XVI. mit dem Regenten von Bayern-Straubing-Holland Albrecht II. (1387-1397), Bischof Johann I. (1384-1409) von Regensburg und der Stadt Regensburg auf einen neuen Münzfuß.[26] Für die bayerischen Münzstätten Ingolstadt, München und Landshut, falls Herzog Heinrich XVI. prägen werde, galt jetzt: Die Feinheit blieb bei 500 ‰. Aus der Regensburger Mark sollten nun aber 14 Schilling 12 Pfennig geprägt werden, also 432 Pfennig. Das Raugewicht sank damit auf 0,57 g, der Feinsilbergehalt auf 0,285 g. Die Pfennige wurden also etwas leichter, bei unveränderter Feinheit.

Am 4. Mai 1400 setzten die Herzöge von Ingolstadt und München, Stephan III., Ernst und Wilhelm III. (1397-1435), einen neuen Münzmeister in München ein, auch ein Ingolstädter Münzmeister wird erwähnt, von Wasserburg ist nicht die Rede.[27] Beim Münzfuß wurde hier eine Änderung vorgenommen, die also für Bayern-Landshut nicht galt. Als Grundgewicht wird jetzt mit der Münchner Mark gearbeitet, die wir heute bei etwa 224,5 g sehen.[28] Die Feinheit wurde auf 7 Lot fixiert, was 437,5 ‰ entspricht. Aus der Münchner Mark waren 14 Schilling weniger 4 Pfennig, also 416 Pfennig, zu prägen. Für diese ergibt sich somit ein Raugewicht von 0,54 g bei einem Feinsilbergehalt von 0,24 g. Die Pfennige waren also leichter geworden, gleichzeitig wurde auch die Feinheit gesenkt.

Am 19. Juli 1406 einigten sich erneut die Herzöge der drei Herzogtümer, nunmehr Stephan III., Ernst und Wilhelm III. sowie Heinrich XVI., auf einen neuen Münzfuß. Von der Urkunde gibt es zwei Fassungen, von denen eine wohl nicht ausgefertigt wurde, auf die ich hier nicht weiter eingehe.[29] Nun wurde ein anderes Markgewicht verwendet, die Landshuter Mark, die wir heute mit 249,4 g ansetzen.[30] Die Feinheit sollte jetzt nur noch 6 Lot betragen, also 6/16 oder 375 ‰. Aus der Landshuter Mark wollte man 13 Schilling weniger 11½ Pfennig prägen, also 378½ Pfennig. Diese wogen nun 0,66 g und enthielten 0,25 g Feinsilber. Die Pfennige wurden also deutlich schwerer, trotzdem sank der Silbergehalt. Mit dieser Münzordnung wurden die zweiseitigen Pfennige eingeführt.

Auch der Münzvertrag vom 4. Juni 1412 entstand ohne Landshut, Aussteller sind die Herzöge Stephan III., Ernst und Wilhelm III.[31] Es kam wieder die Münchner Mark zum Einsatz. Die Feinheit blieb bei 6 Lot oder 375 ‰. Die Ausbringung wurde nun aber auf dieselben 14 Schilling weniger 4 Pfennig fixiert, die bereits der Vertrag von 1400 vorgesehen hatte, also 416 Pfennig. Für diese ergibt sich somit wieder das Raugewicht von 0,54 g, bei einem nunmehr gesenkten Feinsilbergehalt von 0,20 g.

In den Jahren 1400 und 1412 vereinbarten also die Herzöge in Ingolstadt und München einen eigenen Weg, der aber von dem gemeinsamen Vertrag mit Landshut im Jahr 1406 unterbrochen wurde. Der Silbergehalt der Pfennige sank von 0,305 g im Jahr 1391 auf 0,20 g im Vertrag von 1412; innerhalb von 21 Jahren sank er um ein Drittel.

In diesem Zusammenhang stellen sich noch zwei Fragen:

In der Urkunde von 1400 wird der Ingolstädter Münzmeister erwähnt, von der Wasserburger Münzstätte, die wir zu dieser Zeit eigentlich in Betrieb sehen, ist keine Rede. War ihre Tätigkeit zu dieser Zeit unterbrochen?

Ist es wirklich denkbar, dass man im Ingolstädter Herzogtum also im Raugewicht eine solche Auf- und Ab-Entwicklung durchmachte, wie sie diese Urkunden vorschreiben? Im Jahr 1400 rau 0,54 g, 1406 dann 0,66 g, 1412 dann erneut 0,54 g. Wenn das der Fall gewesen ist, müssten an den ab 1406 geprägten zweiseitigen Pfennigen zwei Gewichtsstufen beobachtbar sein. Diese Frage ist an den Münzen bisher nicht untersucht worden. Es ist allerdings im Mittelalter immer problematisch, die Vorschriften in den schriftlichen Quellen mit den technischen Daten der vorliegenden Münzen in Übereinstimmung bringen zu wollen. Der Grund dafür ist, dass nicht der Anspruch bestand, dass jede Münze das richtige Gewicht hatte. Kontrolliert wurde, ob der Durchschnitt der Münzen eines neu hergestellten Postens der Vorschrift entsprach.

Katalog[32]

Die Pfennige bestehen aus Silberlegierungen, die maximal 50 % Silber enthalten, und wiegen in der Regel knapp über ein halbes Gramm. Zu Details der einzelnen Münzordnungen vgl. die Kapitel Wasserburg im Herzogtum Bayern-Landshut und Münzfuß. Der Durchmesser der Pfennige liegt bei etwa 15 mm.

Herzogtum Bayern-Ingolstadt/Herzog Stephan III. (1375–1413)

Abbildungsfolge 1

Die Abbildungsfolge 1 zeigt den einseitigen Wasserburger Pfennig der Münzstätte Wasserburg (1392/94–1406).
Avers: Gekrönter steigender Löwe nach links, im Feld Beizeichen.
Varianten sind von links nach rechts:

  • Ohne Beizeichen bzw. kein Beizeichen erkennbar.
  • Über dem Kopf des Löwen ein Punkt.
  • Hinter dem Löwen eine Raute.
  • Hinter dem Löwen der Buchstabe S (Majuskel) in verschiedenen Stellungen (hinter dem Schweif; hinter dem linken Hinterbein).
  • Hinter dem Löwen zwischen Körper und Schweif der Buchstabe S (Majuskel).

Abbildung 2

Die Abbildung 2 zeigt den Wasserburger Einseitigen Hälbling, Münzstätte Wasserburg (1392/93–1406).
Avers: Gekrönter steigender Löwe nach links.

Herzogtum Bayern-Ingolstadt/Herzöge Stephan III. (1375–1413) und Ludwig VII. (1413–1445)

Abbildungsfolge 3

Die Abbildungsfolge 3 zeigt den Wasserburger Pfennig der Münzstätte Wasserburg (1406–1413).
Avers: Die Buchstaben sl (Minuskeln), dabei teilweise Beizeichen.
Revers: Gekrönter steigender Löwe nach links in Linienkreis.
Varianten sind von links nach rechts:

  • Ohne (erkennbares) Beizeichen.
  • Unter den Buchstaben sl ein Ringel.
  • Zwischen den Buchstaben sl ein Punkt.
  • Unter den Buchstaben sl eine fünfteilige Rosette.
  • Zwischen den Buchstaben sl ein Punkt, unter ihnen eine fünfteilige Rosette.
  • Zwischen den Buchstaben sl zwei Punkte, unter ihnen eine fünfteilige Rosette. (nicht abgebildet)
  • Einseitig der Revers.

Herzogtum Bayern-Ingolstadt/Herzog Stephan III. (1375–1413)

Die Zuweisung der beiden folgenden Pfennige ist unsicher. Wenn es sich um Prägungen Stephans III. handeln sollte, wären sie in die Jahre 1406-1413 zu datieren.

Abbildungsfolge 4

Die Abbildungsfolge 4 zeigt Pfennige, vielleicht der Münzstätte Wasserburg, oder Beischlag zu Wasserburger Pfennigen?
Avers: Großer Buchstabe S.
Revers: Gekrönter steigender Löwe nach links in Kreis.

Abbildung 5

Die Abbildung 5 zeigt Pfennig, vielleicht Münzstätte Wasserburg, oder Beischlag zu Wasserburger Pfennigen?
Avers: Großer Buchstabe S.
Revers: Gekrönter steigender Löwe nach links, hinter dem Rücken ein Hammer.

Quellen zur Geschichte der Münzstätte und Münzprägung in Wasserburg (Anhang)[33]

Zur Erstellung dieser Liste war das vorläufige Findbuch der Urkunden im Wasserburger Stadtarchiv (Stand 04-2020), das Matthias Haupt zur Verfügung gestellt hat, eine große und wichtige Hilfe. So war es möglich, eine beträchtliche Zahl neuer Quellenbelege zum Themenbereich zu erfassen. Soweit die Quellen bei Emmerig, Bayerns Münzgeschichte, bereits erwähnt sind, finden sich dort neben den Regesten (Nr. R 1 bis R 1136) teilweise ausführlichere Angaben sowie weitere Literaturhinweise.

  • 1391 Juni 6, München.

Die Herzöge Stephan III., Friedrich und Johann II. regeln Münzfuß und Personal ihrer Münzstätte in München für Oberbayern, neben der es keine weitere Münzstätte geben soll. Sie setzen ein Aufsichtsgremium über die Münzstätte ein, in das sie an letzter Stelle awz unserer stat zü Wazzerburg Marquarden den Aysinger berufen. BayHStA, Urkunden Bayerische Landschaft 79, (Ausfertigung)./ BayHStA, Kurbayern Äußeres Archiv 3825, fol. 5r-6v (Abschrift)./ StadtA München, Freiheitenbuch 1532, fol. lxxi v – lxxii v (117v-118v) (Abschrift)./ Lori, Sammlung baierischen Münzrechts, Bd. 1, 21-23 Nr. 30 (Druck)./ Emmerig, Bayerns Münzgeschichte, 608 Nr. R 63.

  • 1391 Juni 15, Burghausen.

Die Herzöge Stephan III., Friedrich und Johann II. regeln Münzfuß und Personal ihrer Münzstätte in Neuötting für Niederbayern, neben der es keine weitere Münzstätte geben soll. Sie setzen ein Aufsichtsgremium über die Münzstätte ein. BayHStA, Urkunden Pfalz-Neuburg 1391, Juni 15 (Ausfertigung)./ BayHStA, Neuburger Copialbücher 44, fol. 197r-199v (Abschrift)./ BayHStA, Neuburger Copialbücher 109,fol. 312r-316r (Abschrift)./ BayHStA, GR fasz. 1156/44 I, fol. 2r-3r (Abschrift mit falscher Jahresangabe 1399 und Überschrift: Von der munß wegen gein Osterich)./ Lori, Sammlung baierischen Münzrechts, Bd. 1, 24 f. Nr. 32 (Druck)./ Wittmann, Monumenta Wittelsbacensia, Bd. 2, 546-550 Nr. 371 (Druck)./ Ay, Dokumente Bayern, 377-379 Nr. 278 (Druck)./ Emmerig, Bayerns Münzgeschichte, 608 f. Nr. R 64.

  • 1391 September 27, München.

Die Herzöge Stephan III., Friedrich und Johann II. treffen Vorschriften für den Zoll. In München, Wasserburg und überall soll Salz nur gegen Gulden oder aktuelle Münchner Pfennige gehandelt werden, andere Münze ist nicht zugelassen. Andere Pfennigsorten werden in der Münchner Münzstätte angekauft, für manche gelten noch Übergangsregeln. StadtA Wasserburg a. Inn, I1a496, (Ausfertigung)./ StadtA Wasserburg a. Inn, I1a503, (Ausfertigung)./ BayHStA, Urkunden Bayerische Landschaft 80, (Ausfertigung)./ BayHStA, Urkunden Kurbayern 5428, (Ausfertigung)./ BayHStA, Neuburger Copialbücher 109, fol. 301r-303r (Abschrift)./ StadtA München, Bürgermeister und Rat 59/I, (Abschrift)./ StadtA München, Freiheitenbuch 1532, fol. lxxiiii r-v (120r-v) (Abschrift)./ Emmerig, Bayerns Münzgeschichte, 610 f. Nr. R 71.

  • 1392 Mai 21.

Verweser und Meister des Spitals in Amberg legen einen Jahrtag fest bezüglich eines Jahreszinses, den die drei Testamentsvollstrecker des verstorbenen Junkers Johann von Prunnheim, dy erbern weysen mayster Niclas von Wazzerburkch, yczund statprediger zu Amberg, Ulrich Wollntshofer, an der czeit unsers genedigen herrn herczog Ruprechtz des jungern kuchenmeyster, und Heinrich Kegler, an der czeit münczmayster zu Amberg dem Spital gekauft haben. BayHStA, Urkunden Gericht Amberg 612, (Ausfertigung)./ Emmerig, Bayerns Münzgeschichte, 613 Nr. R 84.

  • 1392 November 19, München.

Die Herzöge Stephan, Friedrich und Johann teilen Ober- und Niederbayern gemeinsam unter sich auf. Rall, Wittelsbacher Hausverträge, 175-207 (Druck, Übersetzung, ausführliche Kommentare).

  • (zwischen 1392 November 19 und 1408 Juni 10).

Ingolstädter Archivinventare nennen Abschriften von zwei Urkunden, mit denen Herzog Stephan die Münzstätte Wasserburg Niklas Smelczer und Hermann Münzmeister anvertraut habe. Item zwo abschrift wie herczog Stepphan die münss zue Wasserburg Niclasen Smelczer und Herman Munsmaistter bevolhen und verlassen hat. BayHStA, Neuburger Copialbücher 14, fol. 22r und 308v (erwähnt)./ BayHStA, Neuburger Copialbücher 15, fol. 20r (erwähnt)./ Emmerig, Bayerns Münzgeschichte, 600 Nr. R 21 und R 22 (dort noch datiert mit: 1375-1413). Es handelt sich bei den Einträgen um zwei separate Urkunden. Wahrscheinlich ist eine Datierung zwischen 19. November 1392 und Januar 1394.

  • 1394 Januar 22.

Albrecht der Has, Bürger zu Wasserburg, verkauft eine Hube zu Pachman um 51 Pfund Wasserburger Pfennige. StadtA Wasserburg a. Inn, I1a34, (Ausfertigung)./ Schnepf, Wasserburger Währung, 77.

  • 1394 Juli 12.

Ulreich der Weinman und seine Frau Katrey verkaufen Heinreich dem Werder, Pfleger und Zollner von Wasserburg, ihre Hube in Lintach, Grafschaft Kling, für 60 Pfund Wasserburger Pfennige. StadtA Wasserburg a. Inn, I1a37, (Ausfertigung)./ Schnepf, Wasserburger Währung, 77.

  • 1395 Oktober 28, München.

Eintrag in den Münchner Kammerrechnungen. Ludwig Potschner und Vinger, die wegen der Münze in Wasserburg waren, rechnen Spesen in Höhe von 3 Gulden 50 Pfennig ab: Item Lud. Potschner, Vinger gen Wasserburg von der munzz wegen zerung 3 gld. 50 dn. Simonis et Jude. Bastian, Das Runtingerbuch, Bd. 3, 136 Nr. 19 (Druck)./ Emmerig, Bayerns Münzgeschichte, 625 Nr. R 136.

  • 1395 Oktober 31.

Die Herzöge Stephan III., Johann II., Ludwig VII., Ernst und Heinrich XVI. einigen sich mit Herzog Albrecht II., Bischof Johann von Regensburg und der Stadt Regensburg auf die Prägung einer neuen Münze. Jeder Fürst soll nur in einer Münzstätte prägen: Stephan III. und Ludwig VII. in Ingolstadt; Johann II. und Ernst in München; Heinrich XVI., falls er prägen werde, in Landshut. BayHStA, Urkunden Reichsstadt Regensburg 3500, (Ausfertigung; dabei außerdem zwei zeitgenössische Abschriften)./ BayHStA, Reichsstadt Regensburg Literalien 298 1/3, fol. 3r-4r (Abschrift)./ BayHStA, GR fasz. 1156/44 I, fol. 4r-5r (Abschrift)./ BayHStA, Neuburger Copialbücher 2, fol. 278v-281r (Abschrift)./ BayHStA, Neuburger Copialbücher 33, fol. 290r-291r (Abschrift)./ BayHStA, Neuburger Copialbücher 36, fol. 241r-242v (Abschrift)./ Lori, Sammlung baierischen Münzrechts, Bd. 1, 25-27 Nr. 33 (Druck)./ Wittmann, Monumenta Wittelsbacensia, Bd. 2, 573-579 Nr. 378 (Druck)./ Ay, Dokumente Bayern, 379 f. Nr. 279 (Druck)./ Emmerig, Bayerns Münzgeschichte, 625 f. Nr. R 137.

  • 1395 Oktober 31.

Die Herzöge Stephan III. und Ludwig VII. einigen sich mit den Herzögen Johann II., Albrecht II., Ernst und Heinrich XVI. sowie mit Bischof Johann von Regensburg und der Stadt Regensburg auf die Prägung einer neuen Münze. Alle weiteren Regelungen folgen der Urkunde aller Herzöge vom gleichen Tag, sind hier aber lediglich auf die Münzstätte Ingolstadt bezogen. BayHStA, Reichsstadt Regensburg Literalien 298 1/3,fol. 4v-5v (Abschrift)./ Emmerig, Bayerns Münzgeschichte, 626 Nr. R 138.

  • 1396 März 12, München.

Eintrag in den Münchner Kammerrechnungen. Die Stadt kauft 7 Schilling 2 Pfennig Wasserburger Pfennige, um sie untersuchen zu lassen: Item 7 s. 2 Wasserpurger zu versůchen zu ainem korn letare. Bastian, Das Runtingerbuch, Bd. 3, 136 Nr. 25 (Druck)./ Emmerig, Bayerns Münzgeschichte, 633 Nr. R 172.

  • 1396 November 11, München.

Eintrag in den Münchner Kammerrechnungen. Dem Krell, der wegen der Münze in Wasserburg und Hall war, werden Spesen in Höhe von 1 Pfund Münchner Pfennige erstattet: Item 1 lib. Monacensium dem Krellen, do er rait gen Wazzerburg, gen Hall von der munzz wegen Marteini. Bastian, Das Runtingerbuch, Bd. 3, 137 Nr. 27 (Druck)./ Emmerig, Bayerns Münzgeschichte, 636 Nr. R 191.

  • 1396 Dezember 25, München.

Eintrag in den Münchner Kammerrechnungen. Einem Boten, der wegen des Wechsels in Wasserburg war, werden 28 Münchner Pfennig ausbezahlt: Item 28 Monacenses einem botten gen Wazzerburg von dez wechssels wegen zu weichnachten. Bastian, Das Runtingerbuch, Bd. 3, 137 Nr. 28 (Druck)./ Emmerig, Bayerns Münzgeschichte, 629 Nr. R 199.

  • 1400 Mai 6, München.

Die Herzöge Stephan III., Ernst und Wilhelm III. geben ihrem Münzmeister zu München Petern dem Giesser / Gressaer die Münchner Münzstätte auf 12 Jahre und regeln seine Tätigkeit. Die Herzöge wollen im Land keinen anderen Münzmeister über ihm einsetzen, abgesehen von Chlawsen dem Seger zu Ingolstadt, den sie jetzt mit ihm als Münzmeister in München eingesetzt haben. Weitere Regelungen betreffen den Geldumlauf. StadtA München, Freiheitenbuch 2, 2 fol. 68vf. (Abschrift)./ StadtA München, Freiheitenbuch 1532,fol. 100v-101v (146v-147v) (Abschrift)./ Lori, Sammlung baierischen Münzrechts, Bd. 1, 28 f. Nr. 34 (Druck)./ Dirr, Denkmäler des Münchner Stadtrechts, 1, 571-575 Nr. 15 (Druck)./ Emmerig, Bayerns Münzgeschichte, 643 Nr. R 218.

  • 1400 vor Juli 25, München.

Eintrag in den Münchner Kammerrechnungen. Die Stadt bezahlt einem Boten, der wegen der Münze in Wasserburg war, 32 Pfennig: Item 32 dn. gab wir einem poten gen Wasserburg auch von der munss wegen vor Jacoby etc. CCCC. Bastian, Das Runtingerbuch, Bd. 3, 138 Nr. 37 (Druck)./ Emmerig, Bayerns Münzgeschichte, 644 Nr. R 220.

  • 1403 Juli 9.

Herzog Stephan von Bayern entscheidet in einem Streit zwischen der Stadt Wasserburg und dem Kloster Attel, dass die ewige tägliche Messe in der St. Michaels-Kapelle wieder aufgenommen werden soll, jährlich ein Pfund Wasserburger oder Münchner Pfennige an das Kloster Attel gezahlt werden muss und der Rat der Stadt Wasserburg das Präsentationsrecht für die Kapelle hat; der Abt und der Konvent des Klosters Attel und der Rat der Stadt bestätigen, dass sie diese Entscheidung annehmen. StadtA Wasserburg a. Inn, I2a304, (Ausfertigung).

  • 1404 April 4.

Hans Jule, Bürger zu Traunstein, verkauft Peter dem Marttein, Bürger zu Wasserburg, für 22 Pfund Wasserburger Pfennige sein Recht an einem Eckladen, welcher unter dem Haus Peters des Marttein hinter dem Spitalbad liegt. StadtA Wasserburg a. Inn, I1a53, (Ausfertigung).

  • 1405 Juli 19.

Konrad der Pewnter, Bürger zu Wasserburg, und seine Frau Barbara verkaufen Stephan, Abt des Gotteshauses zu Attel, Haus und Hofstatt in Wasserburg, die zwischen dem Pfarrhaus St. Jakob und dem Haus des Abtes am Friedhof von St. Jakob liegen und auf welchen ein Ewiggeld von ½ Pfund Wasserburger Pfennige besteht. StadtA Wasserburg a. Inn, I1a48, (Ausfertigung).

  • 1406 Juni 24 (oder wenig später), München.

Eintrag in den Münchner Kammerrechnungen. Die Stadt bezahlt einem Boten, der wegen der Münze in Wasserburg war, 32 Pfennig: Item 32 d. einem boten zu lon gen Wasserburg von der müncz wegen. Bastian, Das Runtingerbuch, Bd. 3, 139 Nr. 52 (Druck)./ Emmerig, Bayerns Münzgeschichte, 658 Nr. R 290.

  • 1406 Juli 10, Wasserburg.

Herzog Stephan schuldet Oswolden dem Newnhauser, Bürger zu Wasserburg, 33 Pfund 56 Pfennig, alles guter und genger Wasserburger pfenning oder die munss, die dann da für geng und gäbe ist. BayHStA München, Gericht Wasserburg Literalien 4a (Ausfertigung)./ Emmerig, Bayerns Münzgeschichte, 659 Nr. R 297.

  • 1406 Juli 19.

Die Herzöge Stephan III., Ernst, Wilhelm III. und Heinrich XVI. einigen sich als Maßnahme gegen das schlechte Geld auf eine neue Münzprägung. Alle Münzmeister sollen die Prägung einstellen und dann eine neue Münze prägen: 13 Schilling weniger 11½ Pfennig aus der Landshuter Mark oder 23 2/3 Pfennig aus dem Landshuter Lot, die Feinheit 6 Lot Silber und 10 Lot Zusatz; das Geld soll schwarz und zweiseitig geprägt sein, auf einer Seite das Zeichen der Stadt, auf der anderen Seite der Anfangsbuchstabe des Namens des Fürsten. Es folgen weitere Regelungen für Münzbetrieb und Geldumlauf. BayHStA, Urkunden Bayerische Landschaft 1406 Juli 19 I, (Ausfertigung)./ BayHStA, Urkunden Bayerische Landschaft 1406 Juli 19 II, (Ausfertigung)./ BayHStA, Kurbayern Äußeres Archiv 3825, fol. 8r-10v (Abschrift)./BayHStA, GR fasz. 1156/44 I, fol. 8r-9v (Abschrift)./ StadtA München, Bürgermeister und Rat 59/I, (3 Abschriften)./ Lori, Sammlung baierischen Münzrechts, Bd. 1, 29-31 Nr. 35 (Druck)./ Lerchenfeld, landständische Freibriefe, CCXXXIX-CCXLII Nr. 647 (Druck)./ Emmerig, Bayerns Münzgeschichte, 660 Nr. R 299.

  • 1406 Juli 25.

Hans der Swalich, Bürger zu Wasserburg, verkauft Leinhartt dem Schneider und Hans dem Efenhauser, Zechpröbsten der Schneiderzech in Wasserburg, ein Ewiggeld über 60 Wasserburger Pfennig aus seinem Haus und Hofstatt an der Pfaffenzeile neben dem Haus Andreas des Maurers in Wasserburg. [Quellen-_und_Literaturverzeichnis#StadtA Wasserburg a. Inn, I1a54|StadtA Wasserburg a. Inn, I1a54]], (Ausfertigung).

  • 1406 Juli 25, München.

Eintrag in den Münchner Kammerrechnungen. Die Stadt München hat einen ungarischen Gulden für 5 Schilling Pfennige ausgegeben, für die man Wasserburger Pfennige gekauft hat, die dann probiert wurden: Item wir haben geben ein guldein Unger für 5 s. d. umb Wasserburger pfenning, daraus man ein korn prent hat. Bastian, Das Runtingerbuch, Bd. 3, 140 Nr. 57 (Druck)./ Emmerig, Bayerns Münzgeschichte, 662 Nr. R 304.

  • 1407 Mai 20.

Oswalt der Mautner von Katzenberg verkauft dem Heilig-Geist-Spital einen Zins auf der Gruft zwischen seinem Haus und der Spitalkirche um 32 Pfund gute Wasserburger Pfennige. StadtA Wasserburg a. Inn, I2a172, (Ausfertigung)./ Thoma, Urkundenregestern Wasserburg, (Jg. 6, Nr. 4), 4 Nr. 19.

  • 1408 Juni 10, Wasserburg.

Herzog Stephan III. von Bayern-Ingolstadt bestätigt, dass sein Münzmeister zu Wasserburg, Niklas Smelczer, den Schlagschatz bis zum vergangenen 24. April vollständig abgerechnet hat. Keine Seite blieb der anderen etwas schuldig.

Wir Stephan von gotc genaden herzoge in Beyern etc. bekennen offenlich mit dem brif fur uns, unser erben und nachkumen, daz uns Niclas Smelczer, unser munnssmeister zu Wasserburg unsern slegschatz dez er uns von derselben unser munss wegen schuldig ist, gar und gennczlich verrechent hat, alz lange er den von unsern wegen innegehabt und gehanndelt hat biz auf sand Gorigen tag nehst vergangen und sagen auch in, sein hausfrawn und erben derselben rechnung allez ein nemens und ausgebens gar und genczlich quit ledig und los mit dem brif, und da ain stugk, allez ein nemen und ausgeben gen dem andern abgezogen warde, da ist ain tail dem andern nichs schuldig beliben, urkund dez brifs der geben und mit unserm aufgedrugktem insigel versigelt ist zu Wasserburg an suntag nach pfingsten anno quadringentesimo octavo in.

StadtA Wasserburg a. Inn, I1a438, (Ausfertigung). Nicht bei Emmerig, Bayerns Münzgeschichte.

  • 1408 Oktober 5.

Thomas der Mäss, Bürger zu Wasserburg, verkauft Konrad dem Enzinger und Konrad, einem anderen Enzinger gleichen Namens, beide Bürger zu Wasserburg, für 9 Pfund 60 Pfennig ½ Pfund Wasserburger Pfennige Ewiggeld, das auf ihrem Haus mit Hofstatt am Gries zwischen den Häusern des Modles und Ulrichs des Fischers liegt und einem ewigen Jahrtag für den verstorbenen Peter Enzinger gewidmet ist. StadtA Wasserburg a. Inn, I1a57, (Ausfertigung).

  • 1411 Oktober 20.

Heinrich Wirt zu Halfing schuldet den Wasserburger Bürgern Kristan dem Baben und Gorgen dem Tanner 31 Pfund weniger 52 Pfennig (an ains treissig pfunt minner an zwen funfzig pfenning), alles guter und genager Wasserburger pfenning, oder die münzz die denn dafur geng und gäb ist). StadtA Wasserburg a. Inn, I1a61 (Ausfertigung)./ Schnepf, Wasserburger Währung, 77.

  • 1412 Juni 4, München.

Die Herzöge Stephan III., Ernst und Wilhelm III. schließen wegen des Verderbens durch fremde und schlechte Münze einen neuen Münzvertrag. Sie wollen eine Münze prägen, 6 Lot fein, 14 Schilling weniger 4 Pfennig aus der Mark, d. h. 26 Pfennig aus dem Münchner Lot. Nach Bartholomäus (August 24) solle alle fremde Münze im Land verboten sein. BayHStA, Urkunden Kurbayern 5430, (Ausfertigung)./ BayHStA, Neuburger Copialbücher 109, fol. 311r-312r (Abschrift)./ Emmerig, Bayerns Münzgeschichte, 671 Nr. R 349.

  • 1413 Februar 28, München.

Herzog Stephan III. bekennt, der Münchner Bürgerin Margret, der Frau von Ott Sröter selig, 370 Gulden zu schulden. Da er ihr dieses Geld nicht zurückzahlen kann, verschreibt er ihr diese Summe auf den Schlagschatz zu Wasserburg, von dem sie 3 Pfennig von der vermünzten Mark bekommen soll, bis die Schuld zurückbezahlt ist.

Wir Stephan von gotes genaden pfallenczgrafe bey Rein und herczog in Bayern etc bechennen offenleich mit dem brief fur uns, all unser erben und nachkomen, daz wir schuldig worden sein und geben sullen Margreten, Otten unsers Sröters säligen hawsfrawn, burgerynn zu Munchen, und allen iren erben drew hundert und sibenczigk guldein, allez guter newer ungerischer und ducaten, die wir ir vor langer zeit geben und bezalt solten haben und die auch der vorgenant ir man und sy also berait fur uns ausgeben habend, nu mochten wir sy desselben irs gelcz yeczo mit beraitschaft nicht bezaln, als doch ir notturft gewesen wär, und haben ir und irn erben die verschaft und verschriben, schreiben und verschaffen in auch die yn kraft des briefs auf unserm slegschacz hie zu Wasserburg, also daz sy yeczo ansten und drey pfenning von ainer mark von demselben unserm slegschacz aufheben und einnemen sullen als lang und als vil, bis daz sy zu abslegen irer obgenanten gulden gänczleich davon ausgericht und bezalt sind an allen irn schaden, und schaffen auch darauf mit denselben unsern munsmaystern, die wir yeczo da haben oder fürbazz gewynnen, daz ir sy irs obgenanten geltcz von unsern wegen also fuderleichen und an verziehen aufricht und bezalt, dar an tut ir gänczleich unsern willen, und wellen ew auch daz allzeit legen und abziehen an der rechnung, die ir uns von demselben unserm slegschacz tun werdet, und ob wir yemand anders brief darüber gäben, ez wär von vergessens wegen oder wie daz beschäch, daz sol dhein kraft noch macht wider den brief nicht enhaben in dheiner weis, wär aber, daz in nu fürbazz dheinerlay irrung oder einfäll darynne beschäch und irs obgenanten gelcz nicht bezahlt würden als oben geschriben stet, daz sullen und wellen wir in zestund genadichleichen wenden und richtig machen an allen irn schaden, täten wir dez nicht, waz sy dez dann fürbazz schaden nämen, wie die genant wärn, die sullen und wellen wir in genadichleichen ausrichten mitsambt dem hauptgut, und dez allez sullent sy also haben und bechoment sein zu unsern genaden und trewn und muget auch uns, unser land und lawt und die unsern darumb wol angreiffen, aufhalten und pfenden bis auf ganczew vollew werung hauptgutz und aller schäden und wer in auch dez hilffet, der tut dar an nicht wider uns noch wider nyemant von unsern wegen in dhein weis, wer auch den brief mit irm guten willen ynnehat, dem sein wir allez dez schuldig daz oben geschriben stet als yn selben, urchund dez briefs, der geben und mit unserm anhangundem insigel besigelt ist zu München an eritag nach sand Mathyas tag, do man zalt von kristi gepurt vierzehnhundert jar und dar nach in dem dreyzehenden jare.

BayHStA, Urkunden Pfalz-Neuburg 1413 Februar 28, (Ausfertigung)./ Emmerig, Bayerns Münzgeschichte, 672 Nr. R 353.

  • 1414 Juli 23.

Der Stadtrichter zu Wasserburg, Stephan Kyczingär, urteilt in einer Klage des Ulrich Neidegker gegen Kristan Pachaimer. Unter den Zeugen und Gerichtsbeisitzern: Nicklas Munßmaister. BayHStA, Urkunden Gericht Wasserburg 386./ Emmerig, Bayerns Münzgeschichte, 673 Nr. R 356.

  • 1415 Juni 17.

Andreas Erlacher, Heinrich Ärdinger und Konrad Winter geben aus der Hinterlassenschaft des Ortolf Hofher einen Zins von dessen Haus am Griezz an die Kirche des Heilig-Geist-Spitals zur Stiftung eines Jahrtags; aus dem Haus des Stifters geht dafür ein jährlicher Zins von ½ Pfund Wasserburger Pfennige ein. StadtA Wasserburg a. Inn, I2a173, (Ausfertigung)./ Thoma, Urkundenregestern Wasserburg, (Jg. 6, Nr. 4), 4 Nr. 22.

  • 1415 August 13.

Hans Grünaug zu Flintsbach verkauft der Kirche zu Schnaitsee und den Zechpröpsten Stephan von Axheim und Ortolff Petschner eine Hube zu Pettenham um 50 Pfund 60 Pfennig Wasserburger Pfennige. StadtA Wasserburg a. Inn, I1a68, (Ausfertigung)./ Schnepf, Wasserburger Währung, 77.

  • 1415 Oktober 18.

Balthasar der Ronstel, Bürger zu Wasserburg, verkauft dem Niklas Münzmeister, Bürger zu Wasserburg, ein Grundstück auf dem Tobel für 57 Dukaten bzw. neue ungarische Gulden und 60 Pfennig. StadtA Wasserburg a. Inn, I1a69, (Ausfertigung)./ Schnepf, Wasserburger Währung, 78./ Emmerig, Bayerns Münzgeschichte, 673 Nr. R 357.

  • 1416 Mai 10, Ingolstadt.

Abt Erhart zu Seeon, Abt Simon zu Ebersberg, Abt Konrad zu Rott, Abt Johann zu Attel, Hans Layminger, Georg Fraunberger von Hochenburg, Jörg Gumppenberger, die drei herzoglichen Räte Ludwig Graf zu Oettingen, Hauptmann, Hans Gumppenberger, Marschalk, und Wieland Swelher, Hans Tengk, Rat und Kammerer, und Ulrich Fischer von Ingolstadt, Ott Lautes und Niklas Münzmeister, Räte zu Wasserburg, Conrad Kropfel, Rat zu Rattenberg, Hans Pfister, Rat zu Kitzbühel, Thomas an der Prugk, Rat zu Kufstein, Wilhelm Westendorfer und Stephan Prenner, Räte zu Aichach, Cunrad Landirgot und Sige Fischer, Räte zu Schrobenhausen, Andre Grabmair und Berthold Lederer, Räte zu Neunburg, und Clas von Puch und Heinrich Segensmid, Räte zu Rain, bestätigen, dass die Turner Herzog Ludwig in Bayern hinsichtlich seiner Ansprüche auf Wildenwart vor der Landschaft zu Ingolstadt das Recht verweigert haben. Emmerig, Bayerns Münzgeschichte, 673 f. Nr. R 361.

  • 1416 Juni 22.

Chunrat Öder verkauft der Kramerzeche ½ Pfund Wasserburger Pfennige Ewiggeld von seinem Haus in der Vergessenen Zeil. StadtA Wasserburg a. Inn, I2a413, (Ausfertigung).

  • 1416 Juli 9.

Wernhart Told, Landrichter zu Kling, beurkundet einen Gerichtsentscheid; unter den Beisitzern: Herman und Nyclas, beide Münzmeister. Emmerig, Bayerns Münzgeschichte, 674 Nr. R 362.

  • 1417 Dezember 13.

Jörg der Wagner, Bürger zu Salzburg, schuldet Niklas dem Münzmeister, Bürger zu Wasserburg, für eine Ladung Tuch 40 Dukaten bzw. ungarische Gulden. StadtA Wasserburg a. Inn, I1a73, (Ausfertigung).

  • 1418.

50 Pfund gute und ganze Wasserburger Pfennige. Schnepf, Wasserburger Währung, 77.

  • 1418 März 18.

Stephan Prennöder, Bürger zu Wasserburg, und dessen Ehefrau Margred Samenpreinerin verkaufen Konrad dem Weissen, Bürger zu Wasserburg, für 36 Pfund Pfennige ein Ewiggeld über 2 Pfund Wasserburger Pfennige. StadtA Wasserburg a. Inn, I1a75, (Ausfertigung)./ Schnepf, Wasserburger Währung, 77 (diese Urkunde gemeint?).

  • 1420 Februar 26.

Elisabeth die Pablin verkauft Friedrich dem Schären ihre Brotbank unter dem Rathaus und ihren Krautacker im Hag für 52 Pfund Wasserburger Pfennige. StadtA Wasserburg a. Inn, I1a80,(Ausfertigung)./ Schnepf, Wasserburger Währung, 77 (diese Urkunde gemeint?).

  • 1421 Juni 30.

Hans der Fraunstetter verkauft Niklas Münzmeister seinen Anger am Mühlbach für 60 Dukaten. StadtA Wasserburg a. Inn, I1a1191, (Ausfertigung)./ Emmerig, Bayerns Münzgeschichte, 675 Nr. R 369.

  • 1421 Juli 25, Ingolstadt.

Herzog Ludwig VII. bekundet unter Verweis auf die Münzordnung der Herzöge Stephan III., Ernst und Wilhelm III. von 1412 Juni 4 (deren Münzfuß genannt wird) und auf das Ruhen der Münzprägung seit dem Tod seines Vaters seine Absicht, nach dem Münzfuß dieser Münzordnung von 1412 wieder zu prägen. Ab Lichtmeß (1422 Februar 2) soll nur noch diese neue und andere bayerische Münze nach gleichem Münzfuß zugelassen sein. BayHStA, Urkunden Bayerische Landschaft 1421 Juli 25, (Ausfertigung)./ BayHStA, Neuburger Copialbücher 2, fol. 381v-382v (Abschrift)./ BayHStA, Neuburger Copialbücher 36, fol. 243r-243v (Abschrift)./ Emmerig, Bayerns Münzgeschichte, 675 Nr. R 370.

  • 1421 August 15, Ingolstadt.

Einträge in der Rentmeisterrechnung für das Oberland (Ingolstadt) für 1421: Notiz über diverse Zahlungen von der newen münß. BayHStA, Herzogtum Bayern Ämterrechnungen bis 1506 Nr. 12, fol. 46r, 46v (Originaleinträge)./ Emmerig, Bayerns Münzgeschichte, 676 Nr. R 371.

  • 1421 August 22.

Eintrag in der Rentmeisterrechnung für das Oberland (Ingolstadt) für 1421: Zahlung von 100 rheinischen Gulden in neuer Münze an Werner Parsberger für seinen Sold.

Item zu Neunburg an fritag xxii tag Augst han ich geben von der newen münß her Wernher Parsperger fur seinen sold das er damit bezalt ist bis auf den quatember Michaelis anno xximo. Darumb ich meins herrn geschaftbrief und des Parspergers quitbrif han. C gl rh.

BayHStA, Herzogtum Bayern Ämterrechnungen bis 1506 Nr. 12, fol. 47r (Originaleintrag)./ Emmerig, Bayerns Münzgeschichte, 676 Nr. R 372.

  • 1421 Dezember 1.

Hans Pfister schuldet Christan dem Werdär und Peter dem Heltaler, Kirchpröpsten von St. Jakob und der Frauenkirche, 4 Pfund 3 Schilling Wasserburger Pfennige und verpflichtet sich, diese Schuld bis Pfingsten zu begleichen. StadtA Wasserburg a. Inn, I1a82,(Ausfertigung)./ Schnepf, Wasserburger Währung, 77.

  • 1422 November 5.

Ulreich Härder verkauft Peter dem Heltaler ein Ewiggeld um ½ Pfund Wasserburger Pfennige von seinem Haus in Wasserburg. StadtA Wasserburg a. Inn, I1a83 (Ausfertigung)./ Schnepf, Wasserburger Währung, 78.

  • 1423 September 7.

Hans Fraunsteter und seine Frau verkaufen Niklas Münzmeister und seiner Frau den großen und den kleinen Zehnt von zwei Huben und zwei Weiden in Rädming, einem Hof in Griesstätt und den Zehnt von drei Selden und einer Weide. StadtA Wasserburg a. Inn, I1a85, (Ausfertigung).

  • 1423 Oktober 17.

Konrad Tunnzel verkauft Christian Pachamer und Konrad Enzinger, Kirchpröbsten der Pfarrkirche St. Jakob, 32 Wasserburger Pfennig Ewiggeld von seinem Haus im Weberzipfl. StadtA Wasserburg a. Inn, I2a356, (Ausfertigung).

  • 1425 Januar 31.

Konrad der Zainaher, Pfarrer zu Traunstein, vermacht einen Anger im Burgfried zu einer ewigen Messe auf dem St. Blasius-Altar in der Frauen-Kapelle. Die Zeugen: Erasm Martein, Ulrich Freisinger, Niklas Münzmeister, Hermann Münzmeister, Christian Werder, Lienhart Zachreis, Lienhart, Kaplan des Erasm Martein, Michael Chölmisch, Zollner zu Wasserburg, Andre Erlacher, Bürger zu Wasserburg. StadtA Wasserburg a. Inn, I2a551, (Ausfertigung)./ Emmerig, Bayerns Münzgeschichte, 678 Nr. R 381.

  • 1425 Februar 5.

Die Spitalmeister Niklas Münzmeister und Andreas Schönsweter verkaufen Erasm dem Martein und seiner Frau 1 Pfund Ewiggeld von dem Laden des Peter Swertfeger unter dem Haus des Erasm Martein für 21 Pfund 60 Pfennig Wasserburger Währung. StadtA Wasserburg a. Inn, I1a89, (Ausfertigung)./ Schnepf, Wasserburger Währung, 78./ Emmerig, Bayerns Münzgeschichte, 677 Nr. R 379.

  • 1426 August 27.

Hans Frawnsteter und seine Frau verkaufen Niklas Münzmeister und seiner Frau einen Krautacker in der Weitpeunt im Burgfrieden der Stadt für 9 Pfund Wasserburger Pfennige. StadtA Wasserburg a. Inn, I1a91, (Ausfertigung)./ Schnepf, Wasserburger Währung, 78 (diese Urkunde gemeint?).

  • 1426 Dezember 14.

Christan Schönperger und seine Frau verkaufen Hans dem Glöstlein und seiner Frau 1 Pfund Wasserburger Pfennige von ihrem halben Badhaus und der Hofstatt bei dem Türlein für 25 Gulden. StadtA Wasserburg a. Inn, I1a92, (Ausfertigung)./ Schnepf, Wasserburger Währung, 78 (diese Urkunde gemeint?).

  • 1427 Januar 31.

Örndel der Bader und seine Frau Diemut verkaufen Hans dem Glöstlein 5 Pfund Wasserburger Pfennige Ewiggeld von ihrem halben Bad und Badhaus beim Türlein für 25 Gulden und 60 Pfennig. StadtA Wasserburg a. Inn, I1a122, (Ausfertigung)./ Schnepf, Wasserburger Währung, 78 (diese Urkunde gemeint?).

  • 1437 März 19.

Martein Mötel verkauft Lienhart Mülperger sein halbes Haus und seine halbe Brotbank für 70 Pfund Wasserburger Pfennige. StadtA Wasserburg a. Inn, I1a1177, (Ausfertigung).

  • 1437 April 23.

Niklas Münzmeister, Bürger zu Wasserburg, und Anna, seine eheliche Hausfrau, verschreiben den Sondersiechen bei der St. Achatz-Kirche einen jährlichen Zins von 10 Schilling Pfennige von ihrem Anger, gelegen im Burgfried. StadtA Wasserburg a. Inn, I2a556, (Ausfertigung)./ Emmerig, Bayerns Münzgeschichte, 699 Nr. R 467.

  • 1437 September 1.

Niklas Münzmeister und seine Frau Anna übergeben den Sondersiechen bei der St. Achatz-Kirche (= Leprosenhausstiftung) 10 Schilling Pfennige jährliches Ewiggeld von ihrem Anger im Burgfried. StadtA Wasserburg a. Inn, I2a556, (Ausfertigung).

  • 1439 April 9.

Sygmund Widerspacher verkauft Niklas Münzmeister seinen halben Krautacker im Hag für 7 Pfund Pfennige. StadtA Wasserburg a. Inn, I1a137, (Ausfertigung)./ Emmerig, Bayerns Münzgeschichte, 152./ Schnepf, Wasserburger Währung, 78.

  • 1442 April 19.

Michel Zänndl verkauft Ulrich dem Pruntaler ½ Pfund Wasserburger Pfennige Ewiggeld von seinem Haus an der Schmidzeile. StadtA Wasserburg a. Inn, I1a152, (Ausfertigung).

  • 1443 August 9.

Heinrich, Kaplan am Altar von Hans dem Glöstlein in der Frauenkirche (= Glöstel-Benefiziumstiftung), und seine Mutter Kristein, Witwe von Lieblein dem Ledrer, verkaufen der Priesterbruderschaft ½ Pfund Pfennige jährliches Ewiggeld von ihrem Haus, Hofstatt und Garten an der Lederergasse für 9 Pfund 6 Schilling Pfennige Wasserburger Münze. StadtA Wasserburg a. Inn, I2a560, (Ausfertigung)./ Thoma, Urkundenregestern Wasserburg, (Jg. 6, Nr. 5), 6 Nr. 35 (dort zum 16. August).

  • 1443 Oktober 22.

Heinrich Zunhaymer und Andreas Pawnberg, Zechpröbste von St. Achatz (= Leprosenhausstiftung), verkaufen der Priesterbruderschaft ihr jährliches Ewiggeld in Höhe von 5 Schilling Pfennige aus Haus und Hofstatt von Michel und Margret Stäpflein an der Vergessenen Zeil für 12 Pfund 60 Pfennig Wasserburger Währung. StadtA Wasserburg a. Inn, I2a561, (Ausfertigung).

  • 1444 Mai 19.

Hans Grat, Pfarrer zu Erharting, verkauft der Priesterbruderschaft sein jährliches Ewiggeld in Höhe von 1 Pfund Pfennige aus Haus und Hofstatt von Friedrich dem Engelstorffer an der Bäckergasse für eine Summe Geldes Wasserburger Währung. StadtA Wasserburg a. Inn, I2a562 (Ausfertigung).

  • 1445 Juli 27.

Hans Grasmann verkauft Ulrich Pruntaler ½ Pfund Pfennige Ewiggeld von seinem Haus in der Salzsendergasse für 8 Pfund Wasserburger Pfennige. StadtA Wasserburg a. Inn, I1a441, (Ausfertigung).

  • 1445 August 3.

Niklas Münzmeister und Wilhalm Egksteter, Kirchenpröpste von St. Jakob, bestätigen, dass Friedrich Fralhaimer zu dem Jahrtag, den sein Vater Hans gestiftet hat, 18 Pfund Pfennige hinzu gegeben hat. StadtA Wasserburg a. Inn, I2a378, (Ausfertigung).

  • 1445 August 5.

Die Kirchenpröpste der Pfarrkirche St. Jakob, Niklas Münzmeister und Wilhalm Egksteter, bestätigen, dass sie die 47 Pfund Wasserburger Pfennige des Hanns Esslinger für einen Jahrtag zu seinem Gedenken angelegt haben. StadtA Wasserburg a. Inn, I2a449, (Ausfertigung).

  • 1446.

38 Pfund 7 Schilling Wasserburger Währung. Schnepf, Wasserburger Währung, 78.

  • 1446 Januar 12.

Otto Kochlär und seine Frau Dorothea schulden Margarete Frälhaimer 26 Pfund Pfennige gueter Wasserburger werung für den Kauf ihres Hauses, die sie in Raten abzahlen werden. StadtA Wasserburg a. Inn, I1a161,(Ausfertigung)./ Schnepf, Wasserburger Währung, 78 (diese Urkunde gemeint?).

  • 1446 März 20.

Niklas Münzmeister, Bürger zu Wasserburg, verkauft einen Krautacker. BayHStA, Urkunden Gericht Wasserburg 404, (Ausfertigung, sehr schlecht erhalten)./ Emmerig, Bayerns Münzgeschichte, 708 Nr. R 509.

  • 1446 Juni 28.

Mathes Laymer und seine Frau Kathrey verkaufen Andreas Planckburger ihre halbe Joiche auf dem Dobl für 13½ Pfund Pfennige guter Wasserburger werung. StadtA Wasserburg a. Inn, I1a163, (Ausfertigung)./ Schnepf, Wasserburger Währung, 78 (diese Urkunde gemeint?).

  • 1446 Oktober 18.

Niklas Münzmeister, Bürger zu Wasserburg, verschreibt den Sondersiechen bei St. Achatz seinen Anger, gelegen zu Wasserburg in dem Burgfried, zugleich mit 12 Schilling Pfennige jährlichem Zins. Nach seinem Ableben soll für ihn und seine Ehefrauen Ottilia und Anna am St. Achaz-Tag nachts eine Vesper und morgens ein Amt gehalten werden.. StadtA Wasserburg a. Inn, I2a563, (Ausfertigung)./ Emmerig, Bayerns Münzgeschichte, 708 Nr. R 511./ Thoma, Urkundenregestern Wasserburg, (Jg. 6, Nr. 5), 6 Nr. 38.

  • 1447.

Gute Wasserburger werung. Schnepf, Wasserburger Währung, 78.

  • 1448.

Gute Wasserburger werung. Schnepf, Wasserburger Währung, 78.

  • 1448 März 18.

Niklas Münzmeister und Hainrich Ettlinger als Zechpröpste der St. Jakob-Pfarrkirchenstiftung verkaufen einen Anger zu Wasserburg an Wilhalm Eglstetter. StadtA Wasserburg a. Inn, I2a980, (Ausfertigung).

  • 1450.

Gute Wasserburger werung. Schnepf, Wasserburger Währung, 78.

  • 1450 Oktober 16.

Niklas Münzmeister und Hainreich Etlinger, Kirchenpröpste der Pfarrkirche St. Jakob, übernehmen die Versorgung und Ausstattung der täglichen und ewigen Messe, die Ludwig Reiter auf dem Altar in der Kapelle der Heiligen Bartholomeus und Stefan in der Pfarrkirche gestiftet hat, und erhalten dafür von ihm 80 rheinische Gulden für die Ausstattung der Messe. StadtA Wasserburg a. Inn, I2a565 (Ausfertigung)./ Emmerig, Bayerns Münzgeschichte, 715 Nr. R 541.

  • 1451 Februar 4.

Fridrich Moser aus Sepaberg verkauft Ulrich Prannstondl 4 Pfund Pfennige Ewiggeld von 1½ Joichen in der Tegernau und auf dem Tobel für 66 Pfund Wasserburger Pfennige. StadtA Wasserburg a. Inn, I1a181, (Ausfertigung).

  • 1451 April 13.

Konrad Mosshamer stiftet ½ Pfund Wasserburger Pfennige von seinem Garten vor der Brücke für einen Jahrtag in der Pfarrkirche St. Jakob. StadtA Wasserburg a. Inn, I2a450, (Ausfertigung).

  • 1451 Mai 4.

Bürgermeister und Rat der Stadt Wasserburg bestätigen, dass Niklas Münzmeister eine ewige Messe in St. Jakob auf dem Heilig-Geist-Altar gestiftet hat, sein übriges Hab und Gut für Bauausgaben bei der Pfarr- und Frauenkirche(nstiftung) angelegt werden soll und er sein Haus an seine Stiefsöhne Christoff und Erasm Martein vererbt hat, mit Ausnahme von 15 Pfund Wasserburger Pfennigen, die als jährliches Ewiggeld an das gestiftete Benefizium gehen. StadtA Wasserburg a. Inn, I2a370, (Ausfertigung).

  • 1451 Mai 4.

Die Brüder Christoff und Erasm Martein stiften anstatt der 15 Pfund Pfennige Ewiggeld für das von ihrem Stiefvater Niklas Münzmeister geerbte Haus das Gut zu Pernham, ein Gut in Bachmehring, ein Gut in Kollgrub, ein Gut zu Surbrunn mit dem dortigen See und einen Anger in Spielberg der Münzmeister-Benefiziumstiftung. StadtA Wasserburg a. Inn, I2a372, (Ausfertigung).

  • 1451 Juli 27.

Hanns Aindorffer verkauft dem Bürgermeister und dem Rat der Stadt Wasserburg als Nachlassverwaltern des verstorbenen Niklas Münzmeister ½ Pfund Pfennige Ewiggeld von einem Krautacker im Hag zur Münzmeistermesse auf dem Heilig-Geist-Altar in der Pfarrkirche St. Jakob. StadtA Wasserburg a. Inn, I1a180, (Ausfertigung).

  • 1451 September 29.

Abt Georg, Prior Hans und der Konvent des Klosters Attel bestätigen der Stadt Wasserburg ihr Präsentationsrecht für das Münzmeister-Benefizium und versprechen, den vorgeschlagenen Kandidaten nicht abzulehnen. StadtA Wasserburg a. Inn, I2a377, (Ausfertigung).

  • 1453 März 17.

Die Brüder Hektor, Hans und Erasm Schonsteter zu Warnbach stiften den Zehnten, den sie auf den Gütern haben, die Niklas Münzmeister zu seiner Messe gestiftet hatte, der Münzmeister-Benefizium-Stiftung. StadtA Wasserburg a. Inn, I2a376, (Ausfertigung).

  • 1453 April 16.

Ruprecht Fudrer aus Passau bestätigt den Empfang von 64 Pfund Pfennigen für ein Glas für die Pfarrkirche St. Jakob wegen des verstorbenen Niklas Münzmeister. StadtA Wasserburg a. Inn, I1a186, (Ausfertigung)./ Schnepf, Wasserburger Währung, 78.

  • 1454 März 23, München.

Die Herzöge Albrecht III. und Ludwig IX. bestätigen dem Salzburger Erzbischof, dass Oswald Torringer bei ihnen in München war und das Salzburger Anliegen überbracht habe, dass er vorhabe zu prägen und das gerne auf bayerischen Münzfuß täte. Sie laden den Erzbischof deshalb ein, zu einer Tagung in Wasserburg am Sonntag nach Ostern (April 28) Vertreter zu schicken, damit man die Sache dort bespreche. BayHStA, Kurbayern Äußeres Archiv 3825, fol. 28r-v (Konzept)./ Emmerig, Bayerns Münzgeschichte, 723 Nr. R 573.

  • 1454 März 26, Ingolstadt.

Herzog Ludwig IX. sendet dem Pfleger Hansen Layminger, dem Rentmeister Jorgen Etlinger, Linharten Spilberger und der Stadt Wasserburg seine und Herzog Albrechts III. verwilligung der munss und bittet, zu beraten, ob man das Münzen einstellen und anders prägen solle. [[Quellen-_und_Literaturverzeichnis#BayHStA, GL Wasserburg 4a|BayHStA, GL Wasserburg 4a[[ (Ausfertigung)./ Emmerig, Bayerns Münzgeschichte, 723 Nr. R 574.

  • 1454 Juni 10, Salzburg.

Erzbischof Sigmund I. von Salzburg teilt Herzog Ludwig IX. mit, nachdem er kürzlich seine Botschaft zur Münztagung mit Ludwigs und Albrechts Räten in Wasserburg gehabt habe, auf der nichts beschlossen worden sei, und gehört habe, dass Ludwig wegen anderer Angelegenheiten der Sache vielleicht nicht nachgehen wolle, dass er nun vorhabe, auf den bayerischen Münzfuß prägen zu lassen. Er sei bereit, falls der Herzog das wolle, darüber eine Münzordnung oder einen Vertrag zu schließen und zu diesem Zweck eine Botschaft zu schicken. BayHStA, Kurbayern Äußeres Archiv 3825, fol. 33r-33v (Ausfertigung)./ Emmerig, Bayerns Münzgeschichte, 724 Nr. R 580.

  • 1454 Juni 21.

Die Anwälte Herzog Ludwigs IX., Hanns von Parsperg, Friedrich Toblhaimer und Karl Kärgl, senden dem Kanzler Andreas Loder ein Schreiben von Herzog Albrecht (wohl 1454 Juni 14) mit einer Abschrift ihrer Antwort an den Herzog und bitten ihn, dem Rentmeister in Wasserburg eine Abschrift des herzoglichen Schreibens zu schicken und ihn auf die Einhaltung des beschlossenen Gebots hinzuweisen. Auch dem Rentmeister in Burghausen und weiteren Personen, wo es ihm nützlich scheine, solle er ähnliche Schreiben senden. BayHStA, Kurbayern Äußeres Archiv 3825, Blatt vor fol. 38 (Ausfertigung)./ Emmerig, Bayerns Münzgeschichte, 726 Nr. R 588.

  • 1455 November 14.

Bürgermeister und Rat der Stadt Wasserburg geben dem Benefiziaten der Münzmeister-Benefiziumstiftung jährlich 2 Pfund Pfennige von den 50 Pfund Pfennigen, die Niklas Münzmeister für den Kauf eines Benefiziatenhauses gestiftet hatte, bis das Haus gekauft wird. StadtA Wasserburg a. Inn, I2a371, (Ausfertigung).

  • 1456.

Letzte Erwähnung der Wasserburger Münze in einer Urkunde. Schnepf, Wasserburger Währung, 78.

  • 1458 März 4.

Beglaubigungsschreiben des Rats der Stadt Wasserburg an Herzog Ludwig IX. für Hans Räwtter und Michael Hofmann, die ein Schreiben der Stadt zum Ratschlag über die Münze überbringen und weitere Anliegen mündlich vortragen werden. BayHStA, GR fasz. 1156/44 II, fol. 19r-19v (Ausfertigung)./ Emmerig, Bayerns Münzgeschichte, 760 Nr. R 729.

  • (zu 1458 März 4).

Ratschlag der Stadt Wasserburg, gerichtet an Herzog Ludwig IX. (überbracht von Hans Räuter und Michael Hofmann, vgl. Beglaubigungsschreiben von 1458 März 4). Die Fürsten von Bayern sollen alle gleich auf 5½ Lot und 31 oder 32 Pfennig auf das Lot prägen. Die Fürsten sollen keinen Schlagschatz davon nehmen, die Amtleute sollen bekommen: Versucher von der Mark 1 Hälbling, Aufzieher 1 Hälbling, Eisengraber 1 Hälbling, Präger 1 Hälbling. Es soll in mehreren Münzstätten geprägt werden, damit man schneller zu einer guten Münze komme. Der Gulden solle dann auf 5½ Schilling Pfennige für den rheinischen und 7 Schilling Pfennige für den ungarischen gesetzt werden, denn wenn er höher gesetzt werde, so würden die neuen Münzen gegen Gold aus dem Land fließen, wie es bisher gewesen sei. Innerhalb eines Jahres werde der Gulden von selbst seinen rechten Preis gewinnen. Die Fürsten sollen auf den Schlagschatz zugunsten des Nutzens für Land und Leute verzichten; in ihren Renten und Gülten werde das mit größerem Nutzen wieder ausgeglichen. Die Städte, in denen gemünzt werde, würden sich sicher auch mit Bürgern und Kaufleuten um den Silberkauf kümmern. Zum Silbergewicht: Das Münchner und das Wasserburger seien gleich, aber leichter als das Landshuter, Neuöttinger und Braunauer; das Amberger und das Neumarkter seien wohl leichter.

Item unnser genädig herren die fürsten von Beyern etc durch ir räte und lanndtschafft mit ganczem fleyß wol bedächtlich und mit gueter weil über die sach von der münnß wegen siczen und darinn nach aller notdurfft darumb fürnemen und also ein überwegen tuen, damit lanndt und läwtten nucz und frumen und zu künftigen zeiten kain schade daraws erstee, nach dem hoch und gros an der münnß ligt, den fürsten und iren inwanern in dem haws zu Beyern an iren rännten, güllten, auch kaufläwtten, burgern und pawrn an allen iren gewerben und hanndlungen, und ist zubesorgen, das an eine gemayne länntschafft mit gähe, die sach nit geratschlagt werden müg, nach fleissiger gueter notdurfft der fürssten und ir lannde und läwt, doch sovil wir ieczo kürczlich bedacht sein auf unsers genädigen herren herczog Ludwigs etc schreiben und begern, bedäwcht uns ein gemayner nucz.
Item das die fürsten von Beyrn all gleich auf ein korn münnssen zw sexthalben lot feins sylbers ein gemyschte marckh, xxxi oder xxxii dn auf ein lot, und das also pfenning wurden geschlagen, damit gleich ainer als swär wurd als der annder, darumb das man sy nicht möcht ersaygern die swärn aws den ringen, als dann vor beschehen ist, und das sölh münssen den steten bevolhen werde, treflichen mit gannczem fleyss lanndt und läwtten zu nucz, an allen vorteyl, bey höher pene, so darauf geseczt werde, das auch die fursten noch nyemal kainen schlagschacz davon nit haben noch nemen, die ambtläwt der münnss mit namen der versucher von der marckh i haller, aufzyeher i haller, eysengraber i haller und der prager i haller nemen und haben und auch nit mer, darumb das man nach dem genawisten den sachen nach geen müeß von des sylber kauffs wegen, wann die stet durch ir kaufläwt das in die landt bringen, das dann jetz härt an kumbt und hochgülltig ist, nach dem in dem lannde zw Beyrn nicht sylber ist. 
Item sölhen grossen fleyß der münß kan noch mag nyemant pas tuen dann die stet, wann sich nit gepürtt nach dem und die gestalt und gelegenhayt der münss jetz stet, das man mit eylen oder mit dem Geytn (Heytn ?) schlahen oder münssen sülle, es sol und mues gar mit hohen und grossem fleyß und mit gueter weil gemünnsst werden, da mit den sachen darinn recht beschehe und damit recht umbganngen und gehanndelt werde das treulich hayss und sey.
Item und nach dem des münnssen so wol nit schlawmet, so ainer pfenning so swär sey als der annder, das dann gros notdurfft ist, sunst an das mag den fürsten, auch iren lannden und läwtten zu nucz nicht gemünnsst werden, sol man darob sein, damit desterpas an menigen ennden und steten münnß geschlagen werde, dadurch so kumbt man fürderlichen zw gueter münnss und das pot, so iecz am jüngsten darumb awsganngen ist, mag desterpas gehallten werden.
Item so in der maynung, wie obengeschriben stet, gemünnsst wirdet und nach unserm versteen ein ganczer gemayner und grosser nucz wär, den gulden darauf zepieten und zeseczen einen reynischen für vj (5 ½) sol dn, den ungrischen für vii sol dn und nit höher und das von sölher ursach wegen, ob man den gulden höher seczt, so bringt das gold die ietzgeschlagen newen münnss wider aws dem lanndt, als vor auch beschehen ist, man sol ein fürnemen tuen, das die münß im lannde beleibe, das lannde zu Beyern kan noch mag nicht anndern lannden münss schlahen, es vermag sein auch nit an sylber, und so der gulden je leichter geseczt wirdet, so die münnß ie pas im lannde beleibt, und das ist dann guet, es ist auch für die fürsten und für ir lanndt und läwtt, und ee ein jar vergeet, so wirdet der gulden an im selbs seinen rechten satz und ganckh gewingen. 
Item die fürsten von Beyrn etc unnser genädig lieb herren süllen den schlagschatz nit wegen in selbs, auch lanndt und läwtten zw nucz nachgeben, wann es in an iren rännten und güllten vil mit grösserm nucz wider zw geet.
Item und maynen so also gemünsst solt werden, das es zu mal gros für die fürsten, auch für ir lannde und läwt sein wurde, und das auch die stet, da man dann münnss schlahen wurde, durch ir burger und kauflawt mit sölichem fleys des silberkauffs also darob wurden sein gein den münsmaystern und anndern ambtläwtten der münss zugehörnndt, das genuegsamlich gemünst wurde und des auch ein jeder münnsmayster wol zukömen und erleyden möcht, wann nyemant in der sach grössern und stätern fleyß kan noch mag tuen, dann die stet, darinn dann gemünt wirdet. Die es gar fürsichtigklichen nach dem pessten stäts in treflichen vleys mussen hallten und albeg darinn gein der herrschaft sorgfeltiger sein und an allen vortayl hanndeln dann jemant annder.
Item recht zu bedencken das silbergewicht, wann uns bedunckt das Münchner und Wasserburger gewicht geleich und doch nit so swär sey als Lanntshuter, Öttinger und Prawnawer gewicht, es möcht villeicht Amberger und Newnmarckter gewicht auf dem sannt auch, als uns bedunckt, ringer sein, darumb so mues je den sachen aus menigen wege, der darinn, als die notdurfft tuet, ist fürzenemen fürsichtigklichen wey sleichen und trewlichen nachganngen und wol mit fleyß betracht werden, wann mit solichen gewichten ainer stat wider die an dem münnssen nachtayl oder vortayl ergeen und der münß kranckh bringen möcht an ettlichen steten, genädiger herr, also vernymbt ewer gnad unnser arms aynfeltigs versteen der sach von der münz wegen von ewer stat Wasserburgk.

BayHStA, GR fasz. 1156/44 II, fol. 20r-20v (Ausfertigung)./ Emmerig, Bayerns Münzgeschichte, 760 f. Nr. R 730.

  • 1458 April 17, Burghausen.

Herzog Ludwig IX. schickt dem Rentmeister von Landshut eine Abschrift des neuen Landgebots über die Münze und beauftragt ihn, es allen Pflegern, Richtern, Städten und Märkten und auch den Rentmeisterämtern Burglengenfeld und Weiden schriftlich bekannt zu machen und auf die Einhaltung zu achten. Ähnliche Schreiben gehen nach Wasserburg und ins Oberland. BayHStA, Neuburger Copialbücher 36, fol. 214r (Konzept)./ Emmerig, Bayerns Münzgeschichte, 779 Nr. R 786.

  • 1458 Dezember 6.

Herzog Ludwig IX. lädt zur Münztagung am 29. Dezember in Landshut ein. Mit Liste der zu ladenden Personen. Von den Räten: Marschall, Hanns Frawnberger, Thoman Preisinger, Jorg Closner, Hainrich Nothaft, Hanns Seywoltstorffer, Jorg Ahaimer, Jorg von Kamer, Ott Pienczenawer; von den Prälaten: Abt von Alltaich, Abt von Sewn; aus der Landschaft: Ortolff Trenbeck, Hanns Richer, Jorg Eschelbeck, Tywolt Reigker, Hainrich Haßlanger; von den Städten: Landshut, Burghausen, Neuötting, Ingolstadt, Wasserburg (je ein Vertreter). Dem Viztum in Amberg ist zu schreiben, einen Vertreter zu entsenden. Weiter soll man den Münzmeister Engelharten laden und auffordern, dy weil ein durchzogne munss zumachen und dy mit im zubringen ain pfunt oder zway. BayHStA, GR fasz. 1156/44 I, fol. 104v (Konzept)./ Emmerig, Bayerns Münzgeschichte, 813 f. Nr. R 886.

  • 1459 August 15, Burghausen.

Herzog Ludwig IX. weist die Amtleute in Wasserburg (Rentmeister Jorgen Ettlinger, Zöllner Andre Zeller) an, Renten, Zinsen und Gülten des Rentmeisteramts, die bis 25. Juli fällig waren, nur in guter alter Münze, nach dem 25. Juli und in Zukunft fällige aber in guter alter Münze oder in den jetzt in Landshut geprägten Pfennigen zu nehmen, nicht aber in irgendeiner fremden Münze. Im Gebirge allerdings soll zugelassen sein, was auch unter dem verstorbenen Herzog Ludwig VII. erlaubt gewesen ist. BayHStA, GR fasz. 1156/44 II, fol. 157r (Konzept)./ Emmerig, Bayerns Münzgeschichte, 836 Nr. R 961.

  • Undatiert (1459 Dezember 6-11).

Herzog Ludwigs IX. Instruktion für seinen Rat Tywolten Reigker, der zu Verhandlungen zu Herzog Albrecht III. reist. Er solle berichten über den Besuch der Vertreter des Rats von Ingolstadt, die an Nikolaus (Dezember 6) beim Herzog waren und sich über die Zölle und Mauten beim Transport von Wein und Salz beklagt hätten, und ihm einen Aufschlag auf Weintransporte in den Mautstellen Straubing und Vilshofen vorschlagen. Was die Münze angehe, so werde klar, dass beide Herzöge nicht lange ohne großen Schaden auf 3 Lot prägen könnten, da fremde und schlechte verbotene Münze in Haufen ins Land komme und die dreilötige Münze aufgekauft und in fremde Münzstätten ausgeführt werde. Mit Landgeboten komme man dagegen nicht an. Er habe deshalb mit dem Rat beschlossen, nun so zu prägen, wie der Kaiser und andere Herren, (nämlich von drei Lot auf ein Lot herunterzugehen; [diese Passage gestrichen]). Er solle Herzog Albrecht sagen, dass er keine Räte nach Wasserburg zu schicken brauche, da der Herzog die Tagung auch dem Erzbischof von Salzburg abgesagt habe. BayHStA, GR fasz. 1156/44 II, fol. 178r-179v (Konzept)./ Emmerig, Bayerns Münzgeschichte, 846 Nr. R 1001.

  • 1459 Dezember 11, Tittmoning.

Herzog Ludwig IX. hat von den Räten, die kürzlich bei Herzog Albrecht III. in München waren, erfahren, dass gemeinsam mit dem Erzbischof von Salzburg am kommenden Freitag (Dezember 14) eine Münztagung in Wasserburg stattfinden solle, und teilt nun Herzog Albrecht mit, dass, wie er von Tybolden Reicker wohl schon erfahren habe, die Tagung nicht stattfinden werde. Er bittet den Herzog deshalb um Vorschlag eines neuen Termins. BayHStA, Kurbayern Äußeres Archiv 3826, fol. 35r-35v (Ausfertigung)./ Emmerig, Bayerns Münzgeschichte, 846 Nr. R 1002.

  • 1460 März 14, Landshut.

Herzog Ludwig IX. weist, da entgegen den früheren Landgeboten Haufen fremder Münze ins Land und die eigene außer Landes kämen, Bürgermeister und Rat der Stadt Wasserburg an, bekannt zu machen, dass ausschließlich bayerische Münzen zugelassen seien; den rheinischen Gulden solle man für 12 Schilling Pfennige und den ungarischen oder Dukaten für zwei Pfund Pfennige und nicht höher nehmen. BayHStA, GL Wasserburg 4a, (Ausfertigung)./ Emmerig, Bayerns Münzgeschichte, 855 Nr. R 1031.

  • 1464 April 4.

Erasm Peysser, Kaplan des Niklas Münzmeister-Altars zu Wasserburg, verschreibt der Priesterbruderschaft sein Haus und Hofstatt zur Einrichtung eines Jahrtages und der Pfarrkirche St. Jakob ½ Pfund Pfennige jährliches Ewiggeld von seinem Haus und seiner Hofstatt für Baumaßnahmen. StadtA Wasserburg a. Inn, I2a575, (Ausfertigung)./ Emmerig, Bayerns Münzgeschichte, 160 mit Anm. 102./ Thoma, Urkundenregestern Wasserburg, (Jg. 6, Nr. 7), 6 Nr. 52.

  • 1465 Juli 17, Wasserburg.

Virgili Hofer, Hanns Lerer und Hanns Rewter für sich und Hannsen Rockendorffer (alle von Salzburg), Hanns Englhart von Landshut, Cuncz Pawmgarttner von Kufstein, Jorig Pürckel und Hanns Altman von Burghausen, Herman Grünhover, Münzmeister in Meran, Virgil Pflanczner, Gabriel Egrer für sie beide und ihren Schwager Wilhalm Porczem, Pauls Englhart für sich und seine Mutter, Steffan Singer von Passau, Oswald Schef und Linhart Heller von Rattenberg, Sigmund Prentl und Wernher Hunczdorffer von Burghausen für sie beide und den Präger von Landshut, Ulrich und Martein die Harscher und Christan Krautmüllner von Kitzbühl für sie drei und für Walthazar Troyer und den Rebhannsen bekennen, dass Herzog Ludwig IX. mit ihnen einen Vertrag über den Silberkauf geschlossen hat, dessen Regelungen im Detail ausgeführt werden. Siegler: die Pfleger Hanns Layminger zu Cling und Fridrich Piencznawer zu Irlbach, Zöllner Conrad Zeller und der Wasserburger Bürger Kilian Ochsenperger.

Wir die hernachgeschriben mit namen Virgili Hofer, Hanns Lerer und Hanns Rewter für mich selbs und Hannsen Rockendorffer, für den ich zugesagt han, alle von Sallczpurg, Hanns Englhart von Landshut, Cuncz Pawmgarttner von Kuffstein, Jorig Pürckel und Hanns Altman von Burckhawsen, Herman Grünhover, münczmeister von Meran, Virgil Pflanczner, Gabriel Egrer für uns zwen und Wilhalm Porczem unnsern swager, für den wir zugesagt haben, Pauls Englhart für mich und mein muter, Steffan Singer von Passaw, Oswald Schef und Linhart Heller von Ratemberg, Sigmund Prentl und Wernher Hunczdorffer von Burckhausen für uns bede und den preger von Landshut, Ulrich und Martein die Harscher und Cristan Krautmüllner von Kiczpühl für uns drey und Walthazar Troyer und den Rebhannsen bekennen mit dem brieve gen allermenigclich, das uns der durchluchtig hochgeborn fürste und herr herr Ludwig phallczgrave bey Rein, herczoge in nidern und obern Bairn etc unser gnediger herr von unser vleissigen bete wegen sich mit uns von des silberkaufs wegen vereinet und vertragen hat als hernachvolget. Item wann unser ainer hinfur in den smelczhütten gen Ratemberg gehörende vermeinet abczutreiben, so solle er das vor zeitlich gen Ratemberg zuwissen tun dem den sein genade darczu geordent hat, und das mit solichem wissen fürnemen, das derselb in einer yeden hütten, wo man dann vermeinet abczutreiben bei demselben abtreiben sein möge, und wann dann das silber also abgetriben, so sol der, der von unnsers gnedigen herrn wegen dabei gewest ist, solichs schreiben mit seiner handt in das register, das des ist, dem das silber zusteet, desgeleichen sol dasselb silber auch von dem, des es ist, geschriben werden in das register, das dem zusteet, den unser gnediger herr über dise ding geordent hat. Item wann dann ettliche under uns in den hütten gen Kiczpühl und Kufstein gehörnde abtreiben wellen, so solle unser yeder das auch dem, den unser gnediger herr zu Kufstein darczu geordent hat, zeitlich zuwissen tun unde es in allermassen hallten mit dem abtreiben, einschreiben und andern sachen wie oben von den smelczhütten umb Ratenberg gelegen, gesaczt ist. Item in welicher hütten dann das silber also abgetriben würdet söllen der, dem das under uns zusteet, und auch der, den unser gnediger herr darczu geordent hat, soofft das abtreiben gescheen ist, das von stundan in einen sack tun, mit ir beder petschaft verpetschefften und in das prenngaden gen Ratemberg antworten, da selbst sol es dann, das es kaufmannsgut sey, durch den geswornen brenner geprannt und mit unnser gnedigen herrn und des czeichen, dem es zusteet, ob es anders zeichens wirdig sey, geczeichent werden und darnach in seiner gnaden brenngaden beleiben solang, bis das dem berckmaister von einer yeden marckh wienisch gewicht drey ort eins reinischen gulden von dem, des das silber ist, ausgericht und beczalet werden. Item so sollen wir auch dem genanten unserm gnedigen herrn das silber, ob er anders des begern würd in dem kauff, als wir es sünst ungeverlich verkauffen, widerfaren lassen. Item unser yeder smelczer sol auch von stundan unssers gnedigen herrn berckmaister an seiner gnaden stat mit truen an aids stat geloben und swern, das sy alles silber, so sy abtreiben, zu einer yeden czeit, so offt sy von seiner gnaden wegen darumb gefragt werden, seinen gnaden oder dem, der sy allso von seiner gnaden wegen fragt, die warhait sagen und darinn gancz nichcz verhallten noch versweigen wellen, und ob derselben smelczer ettlich sterben oder sunst absteen, weliche dann von den hütthern furtter aufgenomen wurden, die sollen von stundan dem berckmaister benent werden, geloben und sweren, alles das zuhallten, das obbegriffen ist. Wellicher aber under uns den sachen allen und yeden wie hievor stet nit nach käm, derselb sol leib und gut seinen genaden on alle verrer erkantnuß des rechten und darczu on alle genad vervallen sein, des sich sein genade auch zue im nach seiner gnaden willen und wolgevallen hallten und gebrauchen mag, doch so hat sein gnad im auch hieinn vorbehallten dem obgeschriben zusagen nachczukomen, wie kurcz oder langk er wil, seinen gnaden sol auch durch dise berednuss nit benomen noch verleczt sein, das zusagen des silberkaufshalben seinen gnaden, als er vormaln zu Ratemberg gewesen ist, bescheen und darczu sol es auch seinen gnaden an der verschreibung, die di von der hadergraben seinen genaden des silber kaufshalben vormaln getan haben unvergriffen und unschedlich sein und beleiben, und so auch der silberkauf nach lautt dits briefs von seinen gnaden abgesagt worden wär, so solt dise verschreibung tod und absein und niemont darinn begriffen hinfür binden in kain wege, und des zu urkunt, besigelt mit der edeln, strenngen und vesten herren Hannsen Layminger zu Cling, herrn Fridrichen Piencznawers zu Irlbach, pflegere, Conraden Zeller, zollner, und Kilian Ochsenpergers, burger zu Wasserburg, aigen anhangenden insigeln, die sy nach unser vleissigen bete willen hieran gehangen haben, doch in und iren erben one schaden, darunder wir uns alle und yeder besunder mit waren truen an aids stat verpinden vesst und stät zuhallten innhallt des brieves, der geben ist zu Wasserburg am mitwoch nach divisionis apostolorum nach cristi geburd vierczehenhundert und im funfundsechczigisten jarn.

BayHStA, Urkunden Pfalz-Neuburg Bergwerksgegenstände 19, (Ausfertigung)./ |BayHStA, Staatsverwaltung Nr. 1620, fol. 188r-189v (Abschrift)./ Emmerig, Bayerns Münzgeschichte, 872 Nr. R 1089./ Nicht bei Lori, Sammlung baierischen Münzrechts.

  • 1465 November 4.

Lienhart Erlacher und Cristoff Martein, Kirchpröpste der Pfarrkirche St. Jakob, verkaufen der Priesterbruderschaft ½ Pfund Pfennige jährliche Gilt, das Erasm Peysser, Kaplan des Münzmeister-Altars, aus seinem Haus an der Ledererzeile der Pfarrkirche St. Jakob vermacht hat, für 10 Pfund Pfennige zurück. StadtA Wasserburg a. Inn, I2a578, (Ausfertigung)./ Emmerig, Bayerns Münzgeschichte, 160 mit Anm. 102./ Thoma, Urkundenregestern Wasserburg, (Jg. 6, Nr. 7), 7 Nr. 55.

  • 1467 Oktober 5.

Ulrich Surprunner aus Surbrunn und seine Frau Barbara, seine Mutter Diemut, seine Schwester Margret und Hainrich Vorer aus Eyting überschreiben Christan Dremel, Kaplan der Münzmeistermesse, das Baurecht und die "vordrung" auf ihrem Gut in Surbrunn. StadtA Wasserburg a. Inn, I1a237, (Ausfertigung).

  • 1469 August 23.

Heintz Niderhueber aus Bärnham und seine Frau Ursula einigen sich mit ihrem Stiftherrn Christan Dremel, Kaplan des Münzmeister-Benefiziums, dahingehend, dass sie ohne seine Erlaubnis kein Holz schlagen und ihre Stiftzeiten einhalten. StadtA Wasserburg a. Inn, I1a250, (Ausfertigung).

  • 1470 Januar 30.

Oswolt Mair aus Surbrunn einigt sich mit Christan Dremel, Kaplan des Münzmeister-Benefiziums, dahingehend, dass er sein Gut in Surbrunn zu Lehen übertragen bekommt, wenn er zwei Jahre die Stift zahlt und nur zum Eigenbedarf Holz schlägt. StadtA Wasserburg a. Inn, I1a253, (Ausfertigung).

  • 1471 März 27.

Cristan und Kathrei Siechstarffer verkaufen der Münzmeister-Benefiziumstiftung 1 Pfund Pfennige Ewiggeld von ihrem Haus in der Salzsenderzeile am Eck. StadtA Wasserburg a. Inn, I2a375, (Ausfertigung).

  • 1476 Februar 1.

Connrat Aignsmidt stiftet 60 Pfund Pfennige Ewiggeld von seinem Haus und seinem Stadel vor der Brücke zur Münzmeister-Benefiziumstiftung. StadtA Wasserburg a. Inn, I2a374, (Ausfertigung).

  • 1477 April 23.

Connrat Teutlhauser verkauft Cristan Dremel, Kaplan des Münzmeister-Benefiziums, 2 Pfund Pfennige Ewiggilt von einem Haus an der Ledererzeile. StadtA Wasserburg a. Inn, I1a301, (Ausfertigung).

  • 1483 Juni 19.

Fridrich und Juliana Hoffmann verkaufen der Münzmeister-Benfiziumstiftung vier rheinische Gulden Ewiggeld für 80 rheinische Gulden. StadtA Wasserburg a. Inn, I2a373, (Ausfertigung).

  • 1544 Januar 14.

Michael Staintaler bestätigt, das Amt des Stadtpfarrers und Vikars bei St. Jakob und dazu das Heilig-Geist-Benefizium und das Münzmeister-Benefizium empfangen zu haben und das Einkommen der vazierenden Messen als Darlehen zu bekommen und vom Einkommen des Werder-Benefiziums und des Primhauser-Benefiziums einen Teil an den dritten Gesellpriester abzugeben. StadtA Wasserburg a. Inn, I2a238, (Ausfertigung).

  • 1596 November 18.

Albrecht Penninger übergibt der Münzmeister-Messe drei Gulden jährliche Gilt aus dem Brauhaus von Hanns Müttermayr an der Schustergasse, nachdem er deren Stadel und Garten vor der Innbrücke gekauft hat und noch ein Teil des Kaufpreises ausständig ist. StadtA Wasserburg a. Inn, I2a767, (Ausfertigung).

Empfohlene Zitierweise:

Hubert Emmerig, Münzstätte und Münzprägung, publiziert am 26.06.2020 [=Tag der letzten Änderung(en) an dieser Seite]; in: Historisches Lexikon Wasserburg, URL: https://www.historisches-lexikon-wasserburg.de/M%C3%BCnzst%C3%A4tte_und_M%C3%BCnzpr%C3%A4gung (02.07.2020)

  1. Der Beitrag folgt weitgehend Emmerig, Bayerns Münzgeschichte, insbesondere 147-187, enthält aber auch neue Erkenntnisse und Sichtweisen. Auch der Anhang mit der Liste der relevanten Quellen findet sich dort so nicht und enthält zudem viele Neufunde und einige wichtige Quellen erstmals im Volltext. Matthias Haupt danke ich für seine Unterstützung sehr herzlich.
  2. Emmerig, Bayerns Münzgeschichte, 608 Nr. R 63./ Zu Aysinger vgl. Emmerig, Bayerns Münzgeschichte, 187.
  3. Emmerig, Bayerns Münzgeschichte, 610 f. Nr. R 71.
  4. Emmerig, Bayerns Münzgeschichte, 600 Nr. R 21, R 22, vgl. auch 936, 946.
  5. Schnepf, Wasserburger Währung./ Inhaltlich wie textlich fast identisch ist: Schnepf, Wasserburger und Haager Münzen.
  6. Vgl. die Kombination beider Formulierungen in der Urkunde vom 10. Juli 1406: alles guter und genger Wasserburger pfenning oder die munss, die dann da für geng und gäbe ist.
  7. Schnepf, Wasserburger Währung, 78
  8. Vgl. allerdings den des Schmeltzer gartten in einer Urkunde vom 19. Januar 1482. StadtA Wasserburg a. Inn, I1a559.
  9. Zum Vergleich: Im Jahr 1396 wurde in der Münzstätte München der (gesamte) Schlagschatz von 3,5 auf 4 Pfennig pro Mark Silber erhöht. Emmerig, Bayerns Münzgeschichte, 548.
  10. Spufford, Handbook of medieval exchange, 270.
  11. Emmerig, Bayerns Münzgeschichte, 948 f.
  12. 1431 Juni 6. StadtA Wasserburg a. Inn, I1a99. – 1451 Mai 4 (2 Urkunden), siehe Anhang.
  13. 1480 November 4. Elspet Fröschl ist die Schwester von Erasm und Christoph Martein, StadtA Wasserburg a. Inn, I2a469.
  14. Martein: vgl. z. B. o.V., althertümliche silberne Monstranz./ Fröschl: Nonnast, Armenwesen Wasserburg, 66-68.
  15. Dazu ausführlich: Emmerig, Bayerns Münzgeschichte, 160-165 mit den Nachweisen.
  16. Emmerig, Bayerns Münzgeschichte, 31-33 und 660 f. Nr. R 300 mit allen Nachweisen.
  17. Dehio, Kunstdenkmäler Oberbayern, 1249./ Vgl. auch: Bezold, Bezirksämter Traunstein und Wasserburg, 2071, 2088 f.
  18. Bezold, Bezirksämter Traunstein und Wasserburg, 2071, 2088 f.
  19. (zu 1458 März 4). BayHStA, GR fasz. 1156/44 II, fol. 20r-20v (Ausfertigung)./ Emmerig, Bayerns Münzgeschichte, 760 f. Nr. R 730; vgl. 73.
  20. Alle Nachweiese bei Emmerig, Bayerns Münzgeschichte, 872 Nr. R 1089 sowie über das Register.
  21. Dworschak/Noss/Moeser, Münzfund von Oberhofen-Rabenschwand, Tafeln 12-13.
  22. Ebner, Braunauer und Wasserburger Pfennige, hier 50-53.
  23. Emmerig, Bayerns Münzgeschichte, 608 Nr. R 63.
  24. Emmerig, Bayerns Münzgeschichte, 608 f. Nr. R 64.
  25. Vgl. Emmerig, Bayerns Münzgeschichte, 949.
  26. Emmerig, Bayerns Münzgeschichte, 625 f. Nr. R 137.
  27. Emmerig, Bayerns Münzgeschichte, 643 Nr. R 218.
  28. Vgl. Emmerig, Bayerns Münzgeschichte, 949.
  29. Emmerig, Bayerns Münzgeschichte, 660 f. Nr. R 299, R 300 (nicht ausgefertigt).
  30. Vgl. Emmerig, Bayerns Münzgeschichte, 949
  31. Emmerig, Bayerns Münzgeschichte, 671 Nr. R 349.
  32. Dieser Katalogteil ist eine vereinfachte Fassung des Katalogs in Emmerig, Bayerns Münzgeschichte, 172-175, die dortige Nummerierung wurde für die ausführlichen Bilddateibeschreibungen beibehalten (BI = Bayern-Ingolstadt); BI-1 bis BI-7 sind die gleichzeitigen Prägungen der Münzstätte Ingolstadt. BI-13 bis BI-29 sind die weiteren Prägungen der Herzogtums, welche bisher allenfalls unsicher einer Münzstätte in Altbayern oder auf dem Nordgau zugewiesen werden können.
  33. Die Textzitate in diesem Anhang beruhen überwiegend auf älteren eigenen Arbeits-Transkriptionen des Verfassers. Sie stellen keine wissenschaftliche Edition dar und sind wohl auch nicht zu 100 % zuverlässig. Für weitergehende Arbeiten empfehle ich die Kontrolle anhand der Archivalien. Soweit gedruckte Editionen vorliegen, sind diese zitiert.