Grabdenkmal, Nr. 103, Preising, 1611

Aus Historisches Lexikon Wasserburg
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Autor: Ferdinand Steffan/Redaktion
 

Grabdenkmal, Nr. 103, Preising, 1611, Gesamtansicht.
Grabdenkmal, Nr. 103, Preising, 1611, Skizze Springer.
Grabdenkmal, Nr. 103, Preising, 1611, Skizze Lobming.

Personen

Ulrich von Preising zu Altenpreising und Kopfsburg († 16.7.1611)

Standort

Burgkirche St. Aegidius (Innen)
An der Südwand des Chores.

Früherer Standort

ist auf der Epistl Seite des Chor Altars in dem Presbyterio an der Mauer[1]

Beschreibung

Hochformatige Rotmarmorplatte mit Text in Rollwerkrahmen, darunter Wappen der Preysing in quadratrischem Rahmen, dem ein doppelter Kreis eingeschrieben ist. In den Zwickeln stilisierte Linien und Renaissance-Ornamentik. Im Kreis in regelmäßigen Abständen zwischen stilisierten Lilien die Worte HODIE MICHI CRAS TIBI (Heute mir, morgen dir / heute ich, morgen du).

Material

Rotmarmor.

Maße

Höhe: 178 cm (Nach Höckmayr[2] 177 cm). Breite: 100 cm
Höhe des Wappenteils: 76 cm (Nach Höckmayr: 61 cm). Breite: 100 cm

Transkription/Übersetzung

Inschrift Original
Alhie ligt begraben der Wol=
geborn Herr herr Ulrich von
Preisinng Freyherr zu Alten
preissinng genant Cronwinckhl
und khopfspurg gewester
Fürstl. Bayer. Rath, Stall-

und Küche̅maister zu Müc̅h
en auch Haubtmann und
Pfleger alhie, welcher den 16
Monatstag Julij im 1611
Jahr, in Gott selligclich ver
storben deme Gott genadt.

Erläuterung

Zur Person: Hans Ulrich von Preysing, Freiherr zu Altenpreising und Kopfsburg, war 14 Jahre Küchen-, Stall- und Zahlmeister (=Pfennigmeister) bei Hofe und versah von 1589 bis 1611 die Pflege Wasserburg. 1593 – 94 verwaltete er auch die Pflege von Kling von Haus aus mit. Vorher war er vom 18.9.1576 – 16.2.1586 Pfleger in Kraiburg gewesen. Er war verheiratet mit Verena von Danndorf (Dondorf). Deren beider Tochter Anna Katharina von Preysing war mit Hans Georg Schad von Mittelbibrach zu Waitenhausen auf Oberhaselbach(Hasslach?) verheiratet. Weder Springer[3] noch Lehner[4] geben den lateinischen Merkspruch wieder. Höckmayr[5] und Maier[6] erwähnen nur die oberen beiden Worte.

Wappen

In doppeltem Kreis mit Renaissance-Elementen Wappen der Preysing mit in schwarz/rot wechselnder Helmdecke, Spangenhelm und gekröntem Vogel zwischen Büffelhörnern in wechselnden Farben als Helmzier. Von den Büffelhörnern führen jeweils 6 Pfeilspitzen nach außen.

Erhaltung

Gut.

Literatur

Lobming, Epitaphien Pfarrkirche S. Jacobi Nr. 52.
Bezold, Bezirksämter Traunstein und Wasserburg, 2104.
Lehner, Wasserburger Grabsteinbuch, Nr. 21.
Höckmayr, Friedhöfe und Grabdenkmäler, 42, Nr. 4.
Maier, Lateinische Grabinschriften, 45, Nr. 34.
Ferchl, Behörden und Beamte 2, 1240.
Geiß, Verwaltungs-Beamte Altbayerns, 146.
StadtA Wasserburg a. Inn, I1b598

Empfohlene Zitierweise:

Ferdinand Steffan, Grabdenkmal, Nr. 103, Preising, 1611, publiziert am 28.04.2020 [=Tag der letzten Änderung(en) an dieser Seite]; in: Historisches Lexikon Wasserburg, URL: https://www.historisches-lexikon-wasserburg.de/Grabdenkmal,_Nr._103,_Preising,_1611 (12.08.2020)
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