Viehhausen

Aus Historisches Lexikon Wasserburg
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Autor: Matthias Haupt

Viehhausen Straßennamen (Ortsstraße, Wasserburg a. Inn, Ortsteil Viehhausen)

Postkarte Gruss aus Viehhausen b. Edling, ca. 1930.

Der 'Straßenname' entspricht dem Ortsteil/Ortsnamen. In Richtung Reitmehring mündet die Ortsstraße in die Gemeindeverbindungsstraße Viehhausen - Reitmehring.

Die Ortschaft Viehhausen gehörte der ehemaligen Gemeinde Attel an, heute Stadt Wasserburg a. Inn. Das Bezugswort bezeichnet nützliche Haustiere und landwirtschaftliches Nutzvieh (mhd. vihe).[1] Grundwort von mhd. husen - aufhalten, beherbergen, wirtschaften. Der Ortsname gibt demnach an, dass hier Viehwirtschaft betrieben wird. Erster urkundlicher Beleg aus dem 12. Jahrhundert apud vihehus (1143).[2] In der Klosterbesitzschreibung Attels, die um 1203 gefälscht wurde,[3] werden zu Viehhausen zwei kleine Höfe erwähnt, die zehentpflichtig sind.[4] Auch in der Folgezeit gehörten die dann namentlich bekannten Höfe Posch und Mayr laut Stiftbuch des Klosters Attel (1657-1681) zu den Grundholden des Klosters.[5] 1876 sind hier 41 Einwohner für den Weiler nachgewiesen.[6]

Empfohlene Zitierweise:

Matthias Haupt, Viehhausen, publiziert am 23.07.2020 [=Tag der letzten Änderung(en) an dieser Seite]; in: Historisches Lexikon Wasserburg, URL: https://www.historisches-lexikon-wasserburg.de/Viehhausen (13.08.2020)
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  1. Nach Kirmayer, Chronik, hier der Band 26, Ortsnamen, Eintrag Viehhausen.
  2. Willibald Hauthaler (Hg.), Salzburger Urkundenbuch. Bd. 1, Traditionscodices, 1910, 308, Nr. 210c, zitiert nach Kirmayer, Chronik, hier der Band 26, Ortsnamen, Eintrag Viehhausen.
  3. Noichl, Gründungsurkunde des Klosters Attel, 108.
  4. BayHStA, Urkunden Attel 1.
  5. Schinagl, Die Abtei Attel, 105.
  6. Viehhausen, in: Vilsmeier, Ortsverzeichnis von Bayern 1876.