Tuchraub

Aus Historisches Lexikon Wasserburg
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Autor: Christoph Gampert

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Der Fall des Tuchhändlers Martin Schrag aus dem 15. Jahrhundert – Tuchraub, Veme und Reichsgericht

Einführung

Bereits im Wasserburger Wochenblatt vom 24. Mai 1857 sowie in einem Artikel des Wasserburger Stadtarchivars Kaspar Brunhuber vom xxx wird der Fall des beraubten Tuchhändlers Martin Schrag und dessen Klage vor westfälischen Gerichten erwähnt. Doch es dauerte bis zu Verzeichnisarbeiten im Alten Archiv der Stadt Wasserburg im Jahr 2015 bis das zu diesem Fall gehören Urkundenkonvolut wieder ans Licht kam. Unabhängig von dem Fall an sich, über dessen kriminalistische und juristische Bedeutung (oder Spannung) man geteilter Meinung sein kann, ist der Einblick in die spätmittelalterliche Rechtsprechung im Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation von großer Bedeutung. Die westfälischen Vemegerichte, eine zu Unrecht unterschätzte Form der spätmittelalterlichen Rechtspflege, spielen hier eine große Rolle, aber auch Kaiser Friedrich III. selbst tritt in den in Wasserburg überlieferten Urkunden in Aktion. Es war also höchste Zeit, sich mit diesem interessanten Gerichtsfall zu beschäftigen.

Der Urkundenbestand

Eine Reihe von Urkunden aus den Jahren 1441-1450 behandeln einen Streitfall zwischen dem Tuchhändler Martin Schrag aus Eichstätt und der Stadt Wasserburg

Fussnote!!!

. Darunter befinden sich auch Urkunden mit dem königlichen Siegel Friedrichs III. (reg. 1440-1493), ausgestellt in den Residenzen Wien und Wiener Neustadt, was in einem Kommunalarchiv, erst recht in einer kleinen bayerischen Landstadt, seltene Funde sind. Da neben der Stadt Wasserburg auch die Herrschaft Ettlingen von Schrag beklagt wurde, sind Urkunden teilweise doppelt erhalten (z.T. als „Vidimus“, d.h. als beglaubigte Abschrift), da diese sowohl für Wasserburg als auch Ettlingen ausgestellt wurden. Fast alle Urkunden sind in deutscher Sprache verfasst, zwei sind sowohl in Deutsch als auch in Latein gehalten. Eine parallele Überlieferung in Akten oder Chroniken ist nach derzeitigem Stand nicht vorhanden.


Die Verne

Der Fall

Ergebnis

Temporärer Inhalt

StadtA Wasserburg a. Inn, I1b348.</ref>, 1595[1] und 1599[2] sind Truppendurchzüge in Wasserburg belegt.



Empfohlene Zitierweise:
Christoph Gampert, Tuchraub, publiziert am 11.09.2025 [=Tag der letzten Änderung(en) an dieser Seite]; in: Historisches Lexikon Wasserburg, URL: https://www.historisches-lexikon-wasserburg.de/Tuchraub (23.03.2026)

  1. Dokumente zu diesem Durchzug, der im Folgenden ausführlich behandelt wird, finden sich unter den Signaturen StadtA Wasserburg a. Inn, I1b348 und StadtA Wasserburg a. Inn, I1b349.
  2. Durchzug kaiserlicher Söldner von 1599, StadtA Wasserburg a. Inn, I1b354.