Überfuhrstraße

Aus Historisches Lexikon Wasserburg
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Autor: Matthias Haupt
Überfuhrstraße Straßennamen

Kommunikativ geprägt, vor 1933/1938 amtlich festgelegt als beschreibende Richtungsangabe für die Straße, die in Richtung Überfuhr verläuft – (ehemalige) Fährüberfahrt auf die andere Innseite in das Blaufeld. Heute kann der Name nur noch an diese beliebte Wasserburger Ausflugsmöglichkeit erinnern – mit der Fähre überzusetzen, um dort, in der Blaufeldwirtschaft Näbauer/Fellner einzukehren. Mit dem Ende des Wirtshausbetriebes 1985 wurde drei Jahre später auch der Fährbetrieb eingestellt. Eine historische Überfuhr, fnhd. urfar – Überfahrstelle des Inn – ist hier an dieser Stelle in den Quellen zwar nicht dem Namen nach nachzuweisen, doch eine Schiff-Anlegestelle im Blaufeld u.a. schon im Grundriss 1615 zu erkennen. Das Wasserburger Wochenblatt vom 16.05.1852 berichtet von der Einrichtung des Weges (hier auch Beginn der Namenprägung):

Ein neu eröffneter Verbindungsweg aus der Weberzeil zum Damme an der Schopperstätte, erleichtert nicht allein den kleinen Verkehr, sondern bringt der arbeitenden Klasse einen großen Zeitgewinn und bietet dem Spaziergänger die Annehmlichkeit, daß er, ohne einen ermüdenden Berg zu besteigen, von dem äußersten oberen Stadttheile eine erfrischende weite Bewegung über den neuen Stadtdamm nach dem unteren Theile der Sammerinsel zur Blaufeldüberfuhr und zum bisherigen Wege an den Inn-Alluvionen am Amtmann-Garten bis zum Trenkthor machen kann.[1]


Empfohlene Zitierweise:

Matthias Haupt, Überfuhrstraße, publiziert am 12.06.2019; in: Historisches Lexikon Wasserburg, URL: https://www.historisches-lexikon-wasserburg.de/%C3%9Cberfuhrstra%C3%9Fe (15.06.2019)