Höhfeldner Mühlweg

Aus Historisches Lexikon Wasserburg
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Autor: Matthias Haupt

Höhfeldner Mühlweg Straßennamen (Gemeindeverbindungsstraße, Wasserburg a. Inn, statistischer Ortsteil Wuhr/Tegernau)

Richtungsanzeige ohne urkundlichen Beleg (wohl aber althergebracht) – Weg zum Weiler Höhfelden, Gemeinde Eiselfing/(Fuhr-)Weg von Höhfelden zu den Mühlen in Bachmehring und in umgekehrter Richtung.[1]

Der Ort wird 1399 als Hefelden urkundlich erwähnt. Ersterwähnung in den Archivalien des Stadtarchivs 1477,[2] für die Ortsgeschichte bedeutender jedoch die Erwähnung 1535, als Hans Cässtl den Erhalt des zum Wasserburger Heilig-Geist-Spital gehörigen Freistift-Gutes in Höhfelden in der Pfarrei Eiselfing, Landgericht Kling, bestätigt.[3]

Eine Mühle für Höhfelden kann in den Quellen nicht nachgewiesen werden, daher ist es wahrscheinlich, dass die Bewohner des Ortes den Weg nach Bachmehring, also den Weg zur nächstgelegenen Mühle, als Mühlweg bezeichneten. Mühlwege standen seit dem Mittelalter unter dem Schutz der Obrigkeit, das Mühlengebiet wurde in den Landfriedenordnungen als besonders geschütztes Gebiet bezeichnet.[4] Zwischen 1760-1814 hatte der Ort 6 Anwesen, 1876 wurden 21 Einwohner gezählt. Umgangssprachlich wurden die Ortschaften Hausmehring, Freiham und Höhfelden auch mit dem Namen Dirnsteiner Winkel bezeichnet (1740 abgebrochenes Kirchlein St. Laurentius am Dürnstein).


Empfohlene Zitierweise:
Matthias Haupt, Höhfeldner Mühlweg, publiziert am 17.07.2019; in: Historisches Lexikon Wasserburg, URL: https://www.historisches-lexikon-wasserburg.de/H%C3%B6hfeldner_M%C3%BChlweg (17.09.2019)

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  1. Umfassende Überlieferung im Stadtarchiv zu den Wasserburger und Bachmehringer Mühlen, für Bachmehring der früheste Nachweis: Ludwig, Pfalzgraf bei Rhein, Herzog von Ober- und Niederbayern gibt Peter Fröschl die Obermull in Bachmehring zu Lehen, Urkunde vom 27.2.1470, StadtA Wasserburg a. Inn, I2a93.
  2. StadtA Wasserburg a. Inn, I1a304.
  3. Hans Cässtl bestätigt den Erhalt des ihm zu Freistift verliehenen und zum Heilig-Geist-Spital gehörigen Gutes in Höhfelden in der Pfarrei Eiselfing, Landgericht Kling, Urkunde vom 24.7.1535, StadtA Wasserburg a. Inn a. Inn, I2a31.
  4. Martina Switalski, Landmüller und Industrialisierung. Sozialgeschichte fränkischer Mühlen im 19. Jahrhundert (Internationale Hochschulschriften, Band 450), 2005, 83.