Schopperstattweg

Aus Historisches Lexikon Wasserburg
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Autor: Matthias Haupt
Schopperstattweg Straßennamen

Bau einer Plätte in Wasserburg a. Inn 1935/1936.

1927, nach dem zu dieser Zeit noch bestehenden Gewerbe, den Schopperstätten – Schiffbauwerkstätten – benannt. Umgangssprachlich auch Giggerlberg – Hühnerberg für den oberen, steileren Bergabschnitt bis zum Pulverturm. Im Hag und westlich davon, am Inn entlang, befanden sich die Werkstätten. Die Schopper bauten die (Inn-)Plätten (von platt – flach) und Zillen für die Schifffahrt auf dem Inn. Schopper wurden die Schiffbaumeister der deutschsprachigen Donau- und Innregion genannt. Der Name leitet sich von der Haupttätigkeit, dem Schoppen – Stopfen von Moos in die Ritzen der Bootsplanken – ab. Diese Abdichtungen wurden dann zum Schutz mit einer Latte belegt.[1]


Empfohlene Zitierweise:
Matthias Haupt, Schopperstattweg, publiziert am 09.07.2019; in: Historisches Lexikon Wasserburg, URL: https://www.historisches-lexikon-wasserburg.de/Schopperstattweg (14.10.2019)