Bruckgasse

Aus Historisches Lexikon Wasserburg
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Autor: Matthias Haupt
Bruckgasse Straßennamen

Bruckgasse, um 1907.

Nach der vom Marienplatz durch das Brucktor führenden Straßen- und Lagesituation benannt, die über die Brücke (- bruck) aus der Stadt führt. Schon vor dem Stadtbrand 1339 ist hier 1338 urkundlich eine bestehende, geschlossene Bebauung an der Brücke mit dem Spital und der gegenüberliegenden Fleischbank nachzuweisen. Der Wiederaufbau erfolgte unmittelbar nach 1339 (Heilig-Geist-Spital-Stiftung mit Kirche), Nachweise des Straßennamens u.a. 1595, das Haus an der Ecke Pruggstrassen/am Platz; Grundriss 1615, Prugg Strass. Der Gebäudebestand der südlichen Bruckgasse gehört zu den ältesten Teilen der Stadt und die Stiftungsgeschichte des Heilig-Geist-Spitals sicher zu den bedeutendsten Kapiteln der städtischen Sozialgeschichte bis in die heutige Zeit. 1470 wurde der charakteristische Bruckturm, der südliche Einlass in die Stadt, durch den Wasserburger Maurermeister Wolfgang Wieser neu gebaut.[1]


Empfohlene Zitierweise:
Matthias Haupt, Bruckgasse, publiziert am 07.06.2019; in: Historisches Lexikon Wasserburg, URL: https://www.historisches-lexikon-wasserburg.de/Bruckgasse (23.08.2019)