Grabdenkmal, Nr. 166, Lapidarium, Ochsenberger, 15. Jh.

Aus Historisches Lexikon Wasserburg
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Autor: Ferdinand Steffan/Redaktion
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Grabdenkmal, Nr. 166, Lapidarium, Ochsenberger, 15. Jh.

Personen

NN. Ochsenberger (auch Ochsenperger, Ogssenperger)

Standort

Städtisches Museum (Herrengasse 15), Innenhof, Ostwand am Boden stehend.

Früherer Standort

Vermutlich St. Jakob oder Friedhof um St. Jakob.
Nach 1826 vermauert an einem Arkadenpfeiler Marienplatz 17 (Goldbeckerhaus, heute Markthallen). Bei einer Sanierung der Pfeiler im November 1991 konnte festgestellt werden, dass die Pfeiler zum Schutz vor Feuchtigkeit mit Rotmarmorsteinen ummantelt waren.

Beschreibung

Sehr stark zerstörter Rotmarmorstein, der nur noch im linken oberen Eck das Wappen der Ochsenberger in einem Kreis zeigt. Ein zweiter Kreis darunter ist nur noch als Umriss erhalten, das Wappen darin fehlt.

Material

Rotmarmor.

Maße

Höhe: noch 130 cm   Breite: 80 cm   Stärke: 15 cm

Erläuterung

Der Gedenkstein ist ein Objekt des Städtischen Museums: Museum Wasserburg a. Inn, Inv. Nr. 1590.
Der Stein wurde bei der Übertragung hochkant montiert, vermutlich wegen der Beschädigungen am unteren Eck. Die Ausbuchtung des Wappenschildes zeigt jedoch, dass der Stein im Querformat angelegt war und dem Ochsenberger-Wappen ein zweites Wappen beigestellt war. Von einer Beschriftung ist nichts mehr vorhanden.
Die Ochsenberger waren ein wappenführendes Wasserburger Geschlecht des 15. Jh. Skrabal[1] gibt an, dass lediglich zwei Personen davon namentlich bekannt seien: Kilian Ochsenberger (1439 – 67/ nach Mitterwieser[2] 1425 – 1461) und Hans Ochsenberger als Ratsmitglied (1477). Kilian Ochsenberger erscheint als Siegler und Siegelbittzeuge in Urkunden des Klosters Altenhohenau[3] (Reg. 327, 390, 399).
Warum Maximilian v. Mann ausgerechnet diese kaum bekannte Familie in das Wappenprogramm des Großen Rathaussaales aufgenommen hat, bleibt unerfindlich, zumal es weitaus bedeutendere und bekanntere Sippen gegeben hätte. Offensichtlich war zur Zeit der Neugestaltung des Rathaussaales der Stein entdeckt worden und das Wappen schien dekorativ genug für eine Übernahme.

Wappen

Kopf eines Ochsen (halber Ochse) nach rechts.

Erhaltung

Sehr schlecht.

Literatur

Mitterwieser, Regesten Kloster Altenhohenau, 327, 390, 399.
Skrabal, Zwölf alte Ratsbürgergeschlechter, 545.


Empfohlene Zitierweise:

Ferdinand Steffan, Grabdenkmal, Nr. 166, Lapidarium, Ochsenberger, 15. Jh., publiziert am 25.04.2021 [=Tag der letzten Änderung(en) an dieser Seite]; in: Historisches Lexikon Wasserburg, URL: https://www.historisches-lexikon-wasserburg.de/Grabdenkmal,_Nr._166,_Lapidarium,_Ochsenberger,_15._Jh. (05.08.2021)
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