Heisererplatz

Aus Historisches Lexikon Wasserburg
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Autor: Matthias Haupt
Heisererplatz Straßennamen

Heisererplatz, 2016.

Ehrung der Person Joseph Heiserer (*23.1.1794 in Affing im Landkreis Aichach bei Friedberg †16.9.1858 auf einer Reise in München): Rechtswissenschaftliches Studium (1812-1815) an der Ludwig-Maximilians-Universität München, rechtskundiger Stadtschreiber in Wasserburg (1819-1858). Seine Verdienste neben einer vorausschauenden und gewissenhaften Amtsführung (Vortrag und Stimmrecht im Magistrat, streitige Rechtssachen, Führung des Sitzungsprotokolls, Rechnungsführer des Stiftungs- und Kommunalvermögens, Leitung der Kanzleigeschäfte) sind u.a.: Gründung der Sparkasse, des städtischen Kindergartens und des Krankenhauses im Hag; über das Amt hinaus, Armenpflegschaftsrat und Patrimonialgerichtshalter, insbesondere auch Verdienste um die Erforschung der Geschichte Wasserburgs und die Neuordnung des Stadtarchivs (1832). Die Topographische Geschichte der Stadt Wasserburg a. Inn (1860 im Oberbayerischen Archiv erschienen) dient heute noch als wichtiges Standard- und Nachschlagewerk zur Stadtgeschichte. Bis 1870 hieß der Heisererplatz Platz Auf dem Grieß (vgl. oben). Umbenennung anlässlich der Erstürmung der kleinen lothringischen Festung Marsal am 14.8.1870 durch bayerische Truppen in Marsalplatz. 1927 Würdigung der Verdienste des Stadtschreibers durch Stadtratsbeschluss und Umbenennung des Marsalplatzes in Heisererplatz.[1]


Empfohlene Zitierweise:
Matthias Haupt, Heisererplatz, publiziert am 03.06.2019; in: Historisches Lexikon Wasserburg, URL: https://www.historisches-lexikon-wasserburg.de/Heisererplatz (10.12.2019)