Neustraße

Aus Historisches Lexikon Wasserburg
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Autor: Matthias Haupt
Neustraße Straßennamen

Neustraße, Ecke Bahnhofplatz (zum Zeitpunkt der Fotografie Bahnhofstraße), 1957.

Der Name beschreibt die Entstehungs- und Bauzeit, im Vergleich zu den benachbarten Straßen der Altstadt – die neue Straße. Die Neustraße, seit 1829 als Bau einer Straße durch die Lederergasse und den Weberzipfel mit Einmündung außerhalb der Burg in die Staatsstrasse München-Rosenheim geplant und 1852 (Baubeginn 1845/46) mit einem Kostenaufwand von 5.000 Gulden fertig gestellt, ermöglichte einen zweiten Zugang von der Westseite zur Stadt. Mit dem Bau war der Durchbruch der Stadtmauer verbunden. Der Name ist gleichzeitig auch Beleg für eine bis zur Fertigstellung der Straße noch nicht vorhandene systematisch-administrative Benennungspraxis, indem sich der zeitlich eng auf die Entstehung einer neuen Straße bezogene, kommunikativ-geprägte Begriff erhalten hat. Um 1930 umgangssprachliche Bezeichnung Käserberg, nach dem hier ansässigen Fotografengeschäft. 1958 scheiterte ein Versuch der vom Heimatverein angeregten Umbenennung in Hallgrafenstraße.[1]

Amtliche Festsetzung der Benennung 1914.[2]


Empfohlene Zitierweise:
Matthias Haupt, Neustraße, publiziert am 08.07.2019; in: Historisches Lexikon Wasserburg, URL: https://www.historisches-lexikon-wasserburg.de/Neustra%C3%9Fe (14.10.2019)


  1. Haupt, Straßennamen, 56-57.
  2. Beschluss des Stadtmagistrats vom 18.5.1914, StadtA Wasserburg a. Inn, II3045, 85.