Am Pulverturm

Aus Historisches Lexikon Wasserburg
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Autor: Matthias Haupt
Am Pulverturm Straßennamen

Vermessungsplan von 1854 mit Einzeichnung/Kenntlichmachung der Tore und Türme der Stadtbefestigung.

1955 mit einer Verbindungsstraßenherstellung nach dem Gebäude Pulverturm (Pulver – Schießpulver) amtlich benannt; als Wegbezeichnung schon zuvor nachweisbar (Stadtplan 1933-1938). Ein älterer Endturm der inneren Zwerchmauer der mittelalterlichen Stadtbefestigung erhielt seine Funktion als Pulvermagazin mit dem Aufkommen von Geschützen und der Notwendigkeit, größere Mengen Pulver zu lagern. Er wurde 1680 durch Blitzschlag zerstört. Der heute noch bestehende ehemalige Verteidigungsturm an der äußeren Zwerchmauer wurde nach 1680 als Pulverturm genutzt, (blieb im Gegensatz zum ursprünglichen Pulfer Thurm im Grundriss 1615 jedoch ohne Bezeichnung). Insofern spricht man auch vom neuen Pulverturm. In räumlicher Nähe des alten Pulverturms ist die mehrfach nachweisbare Ortsbezeichnung In der Plaich (u.a. Grundriss 1615) festzuhalten; heute ungefähr der Bereich zwischen Schopperstattweg und Bahnhofsgelände. Die herzogliche Bleiche ist erstmals 1443 in Wasserburger Mautrechnungen nachzuweisen: Im Bereich der Stadtbefestigung ob der Bleiche hielten demnach zwei gewappnete Fußschützen Tag und Nacht Wache. [1]

Der Benennungsbeschluss des Stadtrats vom 26. Januar 1955 enthält keine Begründung/Erklärung zur Namensvergabe.[2]

Empfohlene Zitierweise:
Matthias Haupt, Am Pulverturm, publiziert am 29.05.2019; in: Historisches Lexikon Wasserburg, URL: https://www.historisches-lexikon-wasserburg.de/Am_Pulverturm (16.07.2019)