Hinter den Mauern

Aus Historisches Lexikon Wasserburg
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Autor: Matthias Haupt
Hinter den Mauern Straßennamen

Bis 1874 war dies der gesamte Weg direkt 'hinter der Stadtmauer', womit der Bezeichnung im Gegensatz zu heute jedoch innerhalb der Ringmauer und Kernstadt gemeint war. Die Straße verlief vom Tränktor bis zur heutigen Nagelschmidgasse. Mit den Zerstörungen des Tränktores und Teilen der Stadtmauer durch den Stadtbrand 1874 und der Gebäude mit weiteren Teilen der Stadtmauer beim Stadtbrand 1885, entstand eine Freifläche im Bereich der heutigen Palmanoanlage und der historische Name erlosch. Die heutige Straße Hinter den Mauern (bis 1912 zur Nagelschmidgasse gehörig, zwischen 1927-1933/38 zusammen mit dem heutigen Weg An der Stadtmauer sinnstiftend umbenannt) liegt nun jedoch außerhalb der Ringmauer, gehört damit historisch zum Gries und erinnert als traditionsbewahrender Name – unglücklicherweise an falscher Stelle – an die historisch überlieferten Straßenbezeichnungen, (z.B. Hinter der Hinckmauer, Kirchenrechnung Pfarr- und Frauenkirche 1561, Hintern Mauern, Stadtplan 1813) die auf die Stadtbefestigungsanlagen verweisen. Am historisch zu lokalisierenden Straßenzug Hinter den Mauern und in die Befestigungsanlagen integriert, waren 1615: die Niederlage, das Schießhaus und der Salzstadl.[1]


Empfohlene Zitierweise:
Matthias Haupt, Hinter den Mauern, publiziert am 03.06.2019; in: Historisches Lexikon Wasserburg, URL: https://www.historisches-lexikon-wasserburg.de/Hinter_den_Mauern (23.08.2019)