Kernhaus

Aus Historisches Lexikon Wasserburg
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Autor: Gerald Dobler

Kernhaus (Marienplatz 7/9)

Einführung

Das sogenannte Kernhaus gegenüber dem Wasserburger Rathaus besteht aus ursprünglich drei, später zwei einzelnen Häusern (1813 Hausnummern 9, 10), die durch die im 18. Jahrhundert aufwändig stuckierte Fassade zusammengefasst werden. Den östlichen Teil aus zwei Häusern bildet das eigentliche Kernhaus, der Sitz der Wasserburger Familie Kern und spätere Amtsgericht (Marienplatz 7), den westlichen Teil das heutige Hotel Paulaner (Marienplatz 9). Die beiden Häuser besitzen zum Platz (dem früheren Marktplatz) einen Laubengang, das Haus Marienplatz 9 springt leicht vor. Die beiden ursprünglichen Häuser, die in Marienplatz 7 aufgingen, sind wohl anhand der unterschiedlichen Formen der Arkadenbögen im westlichen und östlichen Teil auszumachen (demnach wäre als Kernhaus im eigentlichen Sinn nur die östliche Hälfte des Hauses anzusprechen).

Die Fassade des sogenannten Kernhauses aus der Zeit um 1735/40.

Geschichte / Baugeschichte

Die Häuser befanden sich in früheren Jahrhunderten im Besitz Wasserburger Patrizierfamilien und dienten als Handels- und Gasthäuser. Eine Gedenktafel von 1955 am westlichen Haus Marienplatz 9 gibt dessen Errichtung im 15. Jahrhundert an, jedoch könnten beide Häuser in Anbetracht ihrer zentralen Lage im Kern bis in das 13. oder 14. Jahrhundert zurückreichen. Die Fassade weist vier flache, durch die beiden Obergeschosse reichende Erker über unterschiedlich gestalteten Steinkonsolen auf, die wohl dem 15., spätestens aber dem 16. Jahrhundert zuzuordnen sind. Das östliche Haus Marienplatz 7 befand sich ab dem späten 16. Jahrhundert im Besitz der Wasserburger Rats-, Handels- (u. a. Getreide- und Salzhandel) und Gastgeberfamilie Kern, die im 17. Jahrhundert in den Adelsstand erhoben wurde,[1] das Haus Marienplatz 9 befand sich zumindest ab dem 17. Jahrhundert im Besitz der Wasserburger Familie Reitter mit entsprechenden Betätigungsfeldern.

1580 erwarb Caspar Kern († 1583) von Wilhelm Hurrer eine Behausung am Platz,[2] das Haus Marienplatz 7. 1587 erbte Abraham Kern das Haus nach dem Tod seines Vaters Peter d. J. Es bestand damals aus zwei größeren Einzelteilen, dem Vorderhaus und einem Hinterhaus mit einem Faylpadt, einem von einem Bader gemieteten Bad.[3]

1589 bis 1599 erfolgten unter Abraham Kern verschiedene Umbauten, u. a. 1589 die Renovierung einer Stube, 1589/90 die Täfelung eines Flezes (Mach vnd Aufschlagung des däffers am flez) und 1590 die Herstellung eines hölzernen Vordachs in Form einer großen Hohlkehle über der Platzfassade durch den Kistler Tobias Mell, der außerdem eine Kassettendecke einbaute.[4]

Am 24. Juli 1597 übernachteten auf der Durchreise die vierzehn und elf Jahre alten Erzherzöge Max Ernst und Leopold von Österreich im Kernhaus, die Erzherzoging Maria von Österreich begleiteten, am 8. April 1600 Kurfürst Ferdinand von Köln und 1619 drei Nächte lang Herzog Albrecht (von Sachsen-Eisenach?).[5]

Um 1735/40 erfolgte eine Neugestaltung der Platzfassade der Häuser Marienplatz 7 und 9 mit aufwändigen Stuckaturen, die dem kurfürstlichen Hofstuckateur Johann Baptist Zimmermann bzw. seiner Werkstatt zugeschrieben werden (siehe weiter unten).

1795 wurde das Haus Marienplatz 7 durch die Stadt Wasserburg erworben, es folgte die Nutzung als Magistratsgebäude und Beamtenwohnung. Im Jahr 1800 übernachtete Kaiser Franz I. von Österreich zweimal in diesem Haus.[6]

Ab 1849 wurde das Haus Marienplatz 7 als Kreis- und Stadtgericht verwendet.[7] 1855 wurden die Amtsräume für die Nutzung als Bezirksgericht ab 1856 erweitert.[8] Dabei wurde unter anderem im Vorderhaus ein neues Treppenhaus eingebaut und im Rückgebäude im Erdgeschoss in einem Gewölberaum ein Saal hergestellt.

Marienplatz 7, Grundrisse von 1854.

Die Magistratsverwaltung zog in den folgenden Jahren in das erweiterte Rathaus um.[9] Vielleicht erfolgte in diesem Zusammenhang eine erste, unsachgemäße Restaurierung der Stuckfassade.[10]

1874 wurden beide Häuser durch den Stadtbrand in Mitleidenschaft gezogen (wohl in erster Linie die Fassade und der Dachstuhl). Die Wiederherstellungskosten für das Haus Marienplatz 7 beliefen sich auf knapp 2.900 Gulden.[11]

Ansicht des Kernhauses nach dem Stadtbrand von 1874.

Von 1874 bis 2012 diente das Haus Marienplatz 7 dann als Amtsgericht.[12]

1926 erfolgte eine weitere, unsachgemäße Restaurierung der Fassade.[13]

Am 25. April 1951 gab es einen kleineren Brandschaden im Dach des Rückgebäudes des Hauses Marienplatz 7.[14]

1954 wurde das Haus Marienplatz 9 durch die Stadt Wasserburg von einer Erbengemeinschaft erworben.[15]

1955 wurde die Fassade restauriert. Beteiligt waren die Wasserburger Malerfirma Fellner und der Wasserburger Künstler Willi Ernst mit den Subunternehmern M. Forster, München, für Gesimse und Fensterahmen sowie J. Christl für die Ornamentik.

1964 bis 1965 erfolgte, heute nur noch schwer nachvollziehbar, der Abbruch des Hauses Marienplatz 7 mit Ausnahme der Platzfassade und anschließend bis 1967 die Neuerrichtung. [16] Durch den Abbruch hatte die Fassade schwere Schäden erlitten: Es waren zahlreiche Risse in Putzflächen und Gesimsen und Schäden an den Stuckaturen aufgetreten, die Fenstergewände teilweise abgefallen. Die Ornamente außerdem durch Witterungseinflüsse angegriffen. [17] 1968 mussten daraufhin durch Willi Ernst erneut umfangreiche Restaurierungsarbeiten an der Fassade durchgeführt werden.

1969 verkaufte die Stadt Wasserburg das Haus Marienplatz 9 mit Ausnahme der Fassade wieder an Privat. [18]

1971 erfolgte ein Teilabbruch des Hauses Marienplatz 9. [19]

2013 erwarb die Sparkasse Wasserburg das Haus Marienplatz 7, anschließend erfolgte eine Teilerneuerung des Hauses. Die Fassade wurde 2015 auf Kosten der Stadt Wasserburg nach Konzept des Wasserburger Restaurators Sven Oehmig bislang zum letzten Mal restauriert.

Besitzer

Marienplatz 7 (Kernhaus, ehem. Amtsgericht, alte Hausnummer 9)

1580-? Caspar Kern († 1583), durch Kauf[20]

1583-1587 Peter Kern d. J. († 1587), durch Erbschaft[21]

1587-? Abraham Kern († 1628), Sohn von Peter Kern d. J., durch Erbschaft[22]

1631 Kern[23]

?-1672-1676-? Abraham Kern d. J.[24]

?-1694-1707-? Johann Christoph Kern auf Zellerreit und Lerchenhub († um 1710),[25] um 1700 kurfürstlich bayerischer Kämmerer und Kastner zu Wasserburg.[26] Sieghardt gibt an, dass das Haus den Kern bis 1730 gehörte.[27]

nach 1731-1738-1747-? Wolfgang Anton Steib (* 1696, Bürgerrecht 1731, † 1.6.1769), Rauchwarenhändler, 1742-47 Bürgermeister von Wasserburg.[28] Offenbar Auftraggeber der Stuckfassade. Thon geht dagegen von zwei Auftraggebern, Wofgang Anton Steib und Martin Reitter aus.[29]

?-1782 Josef Anton Steib († 4.10.1782)

?-1795 Steib, Getreidehändlerfamilie[30]

1795-1964 Stadt Wasserburg

1964-2013 Freistaat Bayern, durch Überlassung[31] Die Stadt bleibt für den Unterhalt der Fassade zuständig.

2013-heute Sparkasse Wasserburg

Haus zwischen Marienplatz 7 und Marienplatz 9, wohl westliche Hälfte von Marienplatz 7, Gasthaus

?-1676 Veronica Reiser, Witwe und danach ihre Töchter

1676-? Balthasar Winkler[32]

Marienplatz 9 (Hotel Paulaner, alte Hausnummer 10), im 18. Jahrhundert Handelshaus mit Weinstube

?-? Adam Reitter[33]

?-1676-? Erben des Adam Reitter [34]

?-1698-?-1735-? Martin Reitter († vor 1747), Kaufmann und 1735 Bürgermeister, seit 1698 verheiratet mit Johanna, geborene Winkler (wohl Tochter von Balthasar Winkler)[35]

?-1747-? Maria Anna Winkler, Witwe [36]

4.9.1750-? Johann Georg Preysinger († 1771-1774), Schwager von Wolfgang Anton Steib [37]

vor 1774 Maria Brigitte Preysinger, Tochter von Johann Georg Preysinger, durch Erbschaft [38]

1774-? Maria Brigitte Preysinger und ihr Ehemann Franz de Paula Grainer. Seitdem im Besitz der Familie Grainer.

1945-1947 Georg Kellerer[39]

1954-1969 Stadt Wasserburg[40]

1969-2013 Stadt Wasserburg (nur Fassade)

2013-heute Sparkasse Wasserburg (nur Fassade)

Die Fassade von Johann Baptist Zimmermann von ca. 1735/40 (zugeschrieben)

Die Zuschreibung der Fassade, einer der bedeutendsten Fassaden des Spätbarocks im süddeutschen Raum,[41] an Johann Baptist Zimmermann (* 3.1.1680, † 2.3.1758) beziehungsweise an seine Werkstatt wird allgemein akzeptiert.[42] Ihre übliche Datierung um 1738/40 beruht auf dem Umstand, dass sich Zimmermann 1738 archivalisch gesichert in Wasserburg aufhielt.[43] Jedoch erscheint, nachdem die Fassade offenbar unter Wolfgang Anton Steib ausgeführt wurde, der das Haus Marienplatz 7 nach 1731 (Bürgerrecht 1731) erwarb und dessen Monogramm sich in dem zeitgleichen schmiedeeisernen Gitterwerk über dem Portal befindet, auch eine etwas frühere Ausführung möglich.

Initialen von Wolfgang Anton Steib (A ST) über dem Portal des Hauses Marienplatz 7.

Zimmermann und seine Werkstatt arbeiteten in dieser Zeit öfter in der näheren Umgebung von Wasserburg, etwa 1730 in Beyharting, um 1738 im Kloster Raitenhaslach, 1738/39 in Herrenchiemsee und Hohenaschau und 1738/40 in Prien.[44]

Die Stuckateure versahen die spätgotischen Erker mit geschwungenen Gesimsen, auch über den übrigen Fenstern in den Obergeschossen brachten sie entsprechende Gesimse an. In der Attikazone (Speichergeschoss) befindet sich in der dritten Fensterachse von Osten eine gerundete, von einem Baldachin überfangene Wandnische, in der eine gleichzeitige Skulptur der Maria Immaculata aufgestellt ist. Steffan vermutet für die Figur einen Wasserburger Meister.[45] In der zweiten Achse von Westen befindet sich ein heute leeres Feld mit einer quadratischen, mit einem Holzgitter verschlossenen Öffnung, vielleicht einer früheren Ladeöffnung.[46] In den übrigen Fensterachsen finden sich sieben Kartuschen mit Gemälden. Die stark restaurierten bzw. 1955 vollständig neu ausgeführten Malereien[47] zeigen alttestamentarische Szenen, von Ost nach West Judith mit dem Haupt des Holofernes, das salomonische Urteil, Moses zerschmettert die Gesetzestafeln, die Rettung des gerechten Lot aus Sodom und Gomorrha, die Heimkehr des Tobias, die Einkehr Gottes bei Abraham und den Traum Jakobs von der Himmelsleiter. Die Auswahl der Szenen ist bis heute nicht erklärt. Die Einkehr Gottes bei Abraham könnte auf die Funktion der beiden Häuser als Gasthäuser verweisen.[48] Die oberen Geschosse werden ansonsten vollständig von Stuckaturen mit Bandwerk-, Ranken- und Blumenmotiven überzogen. Echte Rocaillen (muschelartige Motive) sind nicht zu bemerken, was für die etwas frühere Datierung der Stuckaturen um 1735 sprechen könnte.[49] Über den Fenstern im 2. Obergeschoss sind als einzige figürliche Motive plastische Köpfchen bzw. Masken angebracht, dreimal ein weitgehend identischer bärtiger Männerkopf, zwei bartlose Köpfe und eine bärtige Maske. Das Erdgeschoss ist heute glatt verputzt, 1874 besaß es noch eine Bänderung oder Quaderung, die nach Thon dem 19. Jahrhundert entstammte und 1955 entfernt wurde.[50]

Der Stuck ist nach Bauer und Bauer zum größten Teil vorgegossen, lediglich die verbindenden Bandwerkteile sind frei angetragen. Sie rekonstruieren den Herstellungsvorgang folgendermaßen:

Nach einem Riß für die ganze Dekoration und Detailzeichnungen von der Hand des Meisters wurden in der Dekorationsfirma Zimmermann die geeigneten Stuckteile vorgefertigt, über Modeln gegossen. Inzwischen waren in der günstigen Jahreszeit die Häuser eingerüstet worden; der alte Verputz wurde abgeschlagen; nun konnte vom Zimmermannschen Trupp die neue Stuckierung angebracht werden. Wohl auch die Fresken in den sieben Kartuschen der Oberwand dürften nach einer Zeichnung des Meisters von einem der Gehilfen ausgeführt worden sein. (Der heutige Zustand läßt keine Aussage über die ursprüngliche Qualität mehr zu.)

Zum Vergleich ziehen sie die ebenfalls von Zimmermann stuckierten Fassaden des Palais Etzdorf in Landshut von 1734 und seines eigenen Wohnhauses am Rindermarkt in München aus etwa derselben Zeit (1944 zerstört) heran und konstatieren:

In allen vergleichbaren Beispielen zeigt sich eine besondere Möglichkeit der Zimmermannschen Bandwerkornamentik. Fragmente von ursprünglich architektonischen Würdeformen, Gebälkteile, Konsolen, Festons und Maskarons, wie sie zunächst in der Dekoration von Schloß Schleißheim als plastische Pathosformeln verwendet wurden, sind jetzt als Bruchstücke, Rudimente und Diminutive in den Kontext der Bandwerkdekoration verwoben. Sie gehen nicht mehr aus der Architektur hervor, sondern sind Verzierung. Auf diese Weise gibt es eine Möglichkeit, ursprünglich höfisches Ornament-Vokabular in die bürgerliche, sogar bäuerliche Sphäre zu transportieren.[51]

Thon sah in ähnlicher Auffassung in Einzelformen der Stuckierung einen Zusammenhang mit höfischen Münchner Dekorationen, jedoch eine vereinfachte und rustikalere Ausführung. Der provinzielle Eindruck einzelner Partien, besonders der Köpfe in den Giebelverdachungen der Fenster, könnte auf spätere Restaurierungen zurückgehen.[52] Außerdem sah sie einen offensichtlichen Zusammenhang mit der Fassadendekoration des Rentamtes in Straubing von 1739: Verbindungen zu Stukkatoren aus dem Zimmermann-Kreis ergeben sich durch die Beteiligung Effners und Johann Gunezrhainers am Bau des Rentamtes.[53]

Zur Farbigkeit der Fassade

Wie sehr Restaurierungen den Gesamteindruck verändern können, zeigen die Versuche, die ursprüngliche Farbigkeit der Fassade wiederherzustellen. Die 1955 durchgeführte Restaurierung betonte in der Verwendung weniger zarter Farben auf graugrün getönter Fassadenfläche den Zusammenhang mit höfischen Münchner Vorbildern. Dagegen läßt die 1968 abgeschlossene polychrome Neutönung ein völlig anderes Bild entstehen. Durch die Kontrastierung der jetzt für die Stuckatur verwendeten kräftigen, vielfarbigen Palette und der fast farblosen Fläche tritt die rustikale Komponente viel stärker in Erscheinung.[54]

Die Farbigkeit seit der letzten Restaurierung 2015 stellt vor diesem Hintergrund - abgesehen von den herangezogenen, jedenfalls interpretierbaren Resten der ursprünglichen Fassung - eine Art Kompromiss zwischen den beiden vorausgehenden Interpretationen dar. Gegenüber erhaltenen Originalfassungen des 18. Jahrhunderts ist sie vielleicht etwas warmtonig geraten.[55]

Quellen

StadtA Wasserburg a. Inn, II180.

StadtA Wasserburg a. Inn, II699.

StadtA Wasserburg a. Inn, II1060.

StadtA Wasserburg a. Inn, II1501.

StadtA Wasserburg a. Inn, II1874.

StadtA Wasserburg a. Inn, II2256.

StadtA Wasserburg a. Inn, II2451.

Literatur

Heiserer, Geschichte Wasserburg, 284.

Bezold, Bezirksämter Traunstein und Wasserburg, 2119.

Sieghardt, Familie von Kern.

H. Ch. K., Kernhausfassade.

Heck, Kernhausfassade.

Thon, Johann Baptist Zimmermann, 188-190, 334f.

Sattler/Ettelt, Bürgerhaus Inn Salzach, 22.

Bauer und Bauer, Johann Baptist und Dominikus Zimmermann, 250, 320.

Liedke, Bürgerhaus Altbayern, 108, 162.

Birkmaier, Abraham Kern.

März, Dachmodell Kernhaus.

Haupt, Archivalienquartett.

Steffan, Kernhaus-Fresken.

Heinz, Rokoko-Lebensfreude für das Kernhaus


Empfohlene Zitierweise:

Gerald Dobler, Kernhaus, publiziert am 15.10.2020 [=Tag der letzten Änderung(en) an dieser Seite]; in: Historisches Lexikon Wasserburg, URL: https://www.historisches-lexikon-wasserburg.de/Kernhaus (23.10.2020)
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  1. Nach Sieghardt, Familie von Kern, 24 bereits 1583 in den Freiherrenstand erhoben.
  2. Birkmaier, Abraham Kern, 170.
  3. Birkmaier, Abraham Kern, 173.
  4. März, Dachmodell Kernhaus, 112. Zu dem Vordach hat sich im StadtA Wasserburg a. Inn ein Papiermodell von Abraham Kern erhalten (StadtA Wasserburg a. Inn, VI5065, zitiert nach März, Dachmodell Kernhaus, 112)./ Birkmaier, Abraham Kern, 176, 178 gibt für 1590 unter anderem den Anstrich der Fassaden und von Innenräumen und den Einbau einer Kassettendecke in der herunteren großen Stube an, für 1595/96 weitere Umbauten.
  5. März, Dachmodell Kernhaus, 101.
  6. Heiserer, Geschichte Wasserburg, 284.
  7. Heiserer, Geschichte Wasserburg, 284.
  8. Haupt, Archivalienquartett, 3.
  9. Haupt, Archivalienquartett, 3.
  10. Thon, Johann Baptist Zimmermann, 335: erste Restaurierung vielleicht in klassizistischer Zeit.
  11. StadtA Wasserburg a. Inn, II1501.
  12. Haupt, Archivalienquartett, 2.
  13. Thon, Johann Baptist Zimmermann, 335.
  14. StadtA Wasserburg a. Inn, II699.
  15. Thon, Johann Baptist Zimmermann, 335./ Gedenktafel von 1955 am Gebäude. Der Ankauf erfolgte auf Vorschlag der Brüder Franz Xaver und Hans Huber mit gestifteten Mitteln von Dr. Ing. Dr. rer. nat. h. c. Fritz Huber.
  16. StadtA Wasserburg a. Inn, II699.
  17. Thon, Johann Baptist Zimmermann, 335.
  18. Haupt, Archivalienquartett, 5.
  19. Zeitungsartikel vom 26.4.1971.
  20. Birkmaier, Abraham Kern, 173.
  21. Birkmaier, Abraham Kern, 173.
  22. Birkmaier, Abraham Kern, 173.
  23. Heiserer, Geschichte Wasserburg, 284.
  24. Sieghardt, Familie von Kern, 24./ Thon, Johann Baptist Zimmermann, Anm. 709.
  25. StadtA Wasserburg a. Inn, II1874
  26. Sieghardt, Familie von Kern, 24.
  27. Sieghardt, Familie von Kern, 23.
  28. StadtA Wasserburg a. Inn, II1874./ Thon, Johann Baptist Zimmermann, Anm. 711.
  29. Thon, Johann Baptist Zimmermann, Anm. 711.
  30. Heiserer, Geschichte Wasserburg, 284.
  31. Haupt, Archivalienquartett, 5.
  32. Thon, Johann Baptist Zimmermann, Anm. 709: StAObb Br Pr Stadt Wasserburg 533, fol. 770 v. Kaufbrief vom 16.5.1676: die Töchter der Witwe Veronica Reiser verkaufen die von ihrer Mutter geerbte 'Gastbehausung aufm Platz', die zwischen dem Haus des Abraham Kern zu Zellerreith und dem der Erben des Adam Reitter liegt, an Balthasar Winkler.
  33. Thon, Johann Baptist Zimmermann, Anm. 709.
  34. Thon, Johann Baptist Zimmermann, Anm. 709.
  35. StadtA Wasserburg a. Inn, II1874./ Thon, Johann Baptist Zimmermann, Anm. 711.
  36. StadtA Wasserburg a. Inn, II1874
  37. StadtA Wasserburg a. Inn, II1874
  38. StadtA Wasserburg a. Inn, II1874
  39. StadtA Wasserburg a. Inn, II2256.
  40. Haupt, Archivalienquartett, 3.
  41. Sieghardt, Familie von Kern, 23.
  42. Lediglich Hitchcock 1968, 23 hält die Zuschreibung an Zimmermann nach Thon, Johann Baptist Zimmermann, Anm. 710 für zweifelhaft.
  43. Liedke, Bürgerhaus Altbayern, 108./ In Bezold, Bezirksämter Traunstein und Wasserburg, 2119 wird die Ausführung durch Zimmermann nur vermutet. Nach einer Angabe in der Priener Pfarrkirchenrechnung 1739 im dortigen Pfarrarchiv hielt er sich 1738 mit seinen beiden Söhnen in Wasserburg auf./ Bauer und Bauer, Johann Baptist und Dominikus Zimmermann, 250 geben für den Aufenthalt 1739 an./ In StadtA Wasserburg a. Inn, II1874 gibt Kirmayer als Datierungen um 1740 und unter Berufung auf einen Prof. Keller um 1725/30 an.
  44. Bauer und Bauer, Johann Baptist und Dominikus Zimmermann vermuten die Ausführung 1739 und die Überwachung der Arbeiten durch Johann Baptist Zimmermann während seiner Arbeiten in Herrenchiemsee und Prien./ So auch Thon, Johann Baptist Zimmermann, 189f.
  45. Steffan, Bildhauer des Barock, 205f./ Thon, Johann Baptist Zimmermann, 335 gibt nach Mitteilung von Peter von Bomhard den Wasserburger Bildhauer Georg Ferdinand Hartmann als mutmaßlichen Schöpfer an.
  46. Vgl. das SW-Foto aus der Zeit nach dem Stadtbrand 1874, auf dem eine größere, segmentbogige Öffnung zu erkennen ist. Hier ist auch noch die frühere Entwässerung der Grabendächer durch vier Öffnungen in der Fassade zu sehen.
  47. Thon, Johann Baptist Zimmermann, 335: 1955 Drei Fresken konserviert, vier neu gemalt, 1968 Die Fresken größtenteils in sehr freien Formen wiederhergestellt. Ferdinand Steffan sieht in den Bildern deutlich die Handschrift des Wasserburger Malermeisters Fellner aus der Restaurierung 1955.
  48. Steffan, Kernhaus-Fresken.
  49. Nach Bauer und Bauer, Johann Baptist und Dominikus Zimmermann, 43 findet sich erstmals in der Stuckierung des Langhauses von St. Jakob Am Anger in München von 1737/38 (1944 zerstört) die Rocaille in voll ausgebildeter Form.
  50. Thon, Johann Baptist Zimmermann, 335.
  51. Bauer und Bauer, Johann Baptist und Dominikus Zimmermann, 250.
  52. Thon, Johann Baptist Zimmermann, 189f.
  53. Thon, Johann Baptist Zimmermann, Anm. 712.
  54. Thon, Johann Baptist Zimmermann, 190. Farbigkeit 1955 (Thon, 335): Fassadenfläche zart graugrün, Rahmenleisten rötlich, Stuck ockergelb, Einzelmotive grün, grau und rötlich. 1968: Fassadenfläche eierschalenfarben, Rahmenprofile gelb, rot und grün, Stuck ockergelb, rotbraun, grün, Einzelmotive rot, blau, grau, gelb.
  55. Vgl. Heinz, Rokoko-Lebensfreude für das Kernhaus: Nach Oehmig war das ursprüngliche Erscheinungsbild der Fassade nicht mehr exakt nachvollziehbar, die Neufassung in Kalktechnik erfolgte in Anlehnung an die Fassung von 1955, die vermutlich näher am ursprünglichen Zustand war. Man hoffe, dass die Fassade etwas von ihrer Rokoko-Lebensfreude wiedergewonnen habe, ohne dass jemand mit geschultem Blick das Gefühl bekomme, es handele sich um die Rekonstruktion einer Zimmermann-Fassade. Ein Bericht des verantwortlichen Restaurators zur Restaurierung der Fassade liegt noch nicht vor.